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    Tag der offenen Tür: Tausende erstürmen das Polizeipräsidium

    Freiwillig hinter Gitter wandern? Am Samstag taten dies gleich Tausende Menschen. Denn zum Tag der offenen Tür im Koblenzer Polizeipräsidium durften Besucher auch einen Blick in den Zellentrakt der Behörde am Moselring werfen - Schloss und Riegel blieben dabei allerdings geöffnet.

    "Zum Glück. Ich würde in den Zellen Platzangst bekommen", gesteht Matthias Laupichler aus Heimbach-Weis beim Rundgang durch den Gewahrsam-Keller. Und was hat ihn generell heute zum Polizeipräsidium gezogen? "Ich interessiere mich für den Beruf. Der Tag der offenen Tür ist  eine gute Gelegenheit, mich zu informieren, wie die Bewerbungsfristen sind", erzählt der 18-jährige angehende Abiturient.

    Das Abitur ist noch in weiter Ferne, Polizist will aber ganz offensichtlich auch Tim einmal werden: Polizeimütze auf dem Kopf, Polizeiweste über dem Sweatshirt, Handschellen am Gürtel festgezurrt und eine Pistole griffbereit im Halfter am Hosenbund baumelnd: So ausstaffiert, bestaunt der Siebenjährige mit Mutter Marion Schneider die Waffenausstellung in der Tiefgarage des Präsidiums. Tims Mutter verrät: "Ich habe nur zufällig von dem Termin hier erfahren, es meinem Sohn erzählt - und dann gab es kein Halten mehr." Und so zerrt Tim auch jetzt schon wieder am Arm von Marion Schneider: "Los, lass uns da drüben mal schauen!" Da drüben: Da haben sich die Polizeitaucher von der Bereitschaftspolizei Mainz postiert. Sven König ist einer der Beamten, die ihren Dienst immer wieder auch einmal unter Wasser verrichten. Einer Schaufensterpuppe haben er und seine Kollegen den Taucheranzug und die Ausrüstung angezogen, die die Polizisten bei Einsätzen tragen. "Anzug und Ausrüstung wiegen gut und gern rund 45 Kilo", erklärt König zwei Besuchern.

    Die beiden Männer haben zuvor bereits die (entschärften) Bomben bestaunt, die der Kampfmittelräumdienst in der Tiefgarage des Präsidiums aufgereiht hat und einen Blick in einen Radarwagen der Polizei geworfen. "Das ist wirklich toll, was man hier alles zu sehen bekommt, sehr informativ und interessant", loben die Besucher, die zum Tag der offenen Tür eigens aus dem Westerwald nach Koblenz gekommen sind und nun fasziniert der Vorstellung der Diensthundeführer zuschauen.

    Über etwa 30 Diensthunde verfügt die Hundestaffel des Präsidiums in Koblenz. Polizeikommissar Bernd Hilz und einige seiner Kollegen führen vor, wozu die Tiere - vorwiegend belgische Schäferhunde - in der Lage sind: In wenigen Sekunden etwa hat einer der Hunde versteckte Geldscheine erschnüffelt. Doch nicht nur bei der Drogen- und Schwarzgeldsuche sind die Vierbeiner eine große Hilfe für die Beamten. Dass sie auch zubeißen können und die Polizisten so unterstützen, kriminelle Zeitgenossen dingfest zu machen, demonstriert die Hundestaffel ebenfalls. Zwei Stockwerke weiter oben lässt Kriminalhauptkommissar Ralf Masendorf vom Betrugskommissariat die Besucher unterdessen mit "Blüten" spielen. Drei "Fuffziger" gibt er zwei jungen Frauen in die Hand. "Zwei sind falsch, einer ist echt", sagt Masendorf. Die Frauen tippen richtig, enttarnen das Falschgeld - allerdings eher zufällig. Wie sie gezielt "Blüten" erkennen könne, erklären Masendorf und seine Kollegen mittlerweile einer Menschentraube: Kurz nach Mittag quillt das Präsidium förmlich über. Pressesprecherin Claudia Müller schaut zufrieden und bilanziert schon zur Halbzeit des Tages: "Die Resonanz ist überwältigend. Super!"

    Von unserer Mitarbeiterin Annette Hoppen

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