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Koblenz

Stolperfalle in der Schlossstraße: Passanten haben die Bodenerhöhungen nicht im Blick

Ein Ausflug in der Stadt endet mit einem gebrochenen Nasenbein und Prellungen im Krankenhaus: „Die Schlossstraße ist schön gestaltet, aber sie ist echt gefährlich“, urteilt Oswald Senner. Seine Frau Maria hat eine der Erhöhungen im unteren Teil der Straße, zwischen Casinostraße und Neustadt, nicht wahrgenommen und ist unsanft auf die Nase gefallen. Im Bundeswehrzentralkrankenhaus wurden ein schmerzhafter Nasenbeinbruch, Hautabschürfungen und Prellungen diagnostiziert.

Einen Moment nicht aufgepasst, und schon kann man auf die Nase fallen. Wie bei unserem nachgestellten Foto erging es einer Passantin kürzlich wirklich: Sie brach sich das Nasenbein und musste im Krankenhaus behandelt werden.
Einen Moment nicht aufgepasst, und schon kann man auf die Nase fallen. Wie bei unserem nachgestellten Foto erging es einer Passantin kürzlich wirklich: Sie brach sich das Nasenbein und musste im Krankenhaus behandelt werden.
Foto: Doris Schneider

Das Ehepaar aus Mülheim-Kärlich ist sicher, dass es kein Einzelfall ist: „Man schaut nur auf die andere Seite und nicht auf den Boden“, sagt der 74-Jährige. So ging es auch seiner Frau, die die Straße überqueren wollte, um auf der anderen Seite etwas im Schaufenster zu betrachten. Dass die Polizei hier von keinem Unfallschwerpunkt weiß, muss dabei nichts heißen. Denn auch die Senners haben den Unfall weder bei der Stadt noch bei der Polizei angezeigt.

Dabei ging es bei der Gestaltung der Straße und bei den Erhebungen ausdrücklich darum, die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen. Denn nachdem die Straße Ende 2008/Anfang 2009 neu gestaltet worden war – als verkehrsberuhigter Bereich und mit möglichst vielen Parkplätzen und Bäumen –, stellte sich heraus, dass häufig keine Schrittgeschwindigkeit gefahren wurde, so Stadt-Pressesprecher Thomas Knaak auf Anfrage der Rhein-Zeitung. „Um die Geschwindigkeiten zu senken, wurden daraufhin die Hochbeete zur Fahrbahneinengung in den 10 Meter breiten Mittelbereich hineingebaut. Als weitere Maßnahme wurden zur Unterstützung die Plateauaufpflasterungen nachgerüstet.“

Im Buga-Sommer wurden hier dann mehrere Stürze bekannt. „Zu diesem Zeitpunkt haben sich größere Menschenmengen durch die Schlossstraße zu dem Buga-Eingang am Schloss bewegt, und die Aufpflasterungen in der Straßenmitte wurden nicht wahrgenommen“, so Thomas Knaak. Zur besseren Erkennung wurde seinerzeit um die Aufpflasterung herum nochmals eine Markierung aufgebracht. Das schien auszureichen.

Doch Oswald und Maria Senner sehen das anders: „Wir sind überzeugt davon, dass hier häufiger was passiert“, sagen sie. Einen Nutzen der Erhöhungen sehen sie in keiner Weise: „Die Autofahrer machen eh was sie wollen, und für die Fußgänger ist es nur gefährlich.“

Von unserer Redakteurin Doris Schneider

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