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    Stadtbad Koblenz: Gespräche mit Investor laufen

    Etwa 500 Koblenzer haben an der jährlichen Bürgerversammlung auf dem Rhein teilgenommen, die die Stadt Koblenz zum 40. Mal ausrichtete. Größtes Anliegen der Koblenzer scheint das fehlende Hallenbad zu sein.

    Für die Teilnehmer der Bürgerversammlung auf der "Rheingold" war das Stadtbad ein wichtiges Thema.
    Für die Teilnehmer der Bürgerversammlung auf der "Rheingold" war das Stadtbad ein wichtiges Thema.
    Foto: Peter Karges

    Etwa 500 Koblenzer haben an der jährlichen Bürgerversammlung auf dem Rhein teilgenommen, die die Stadt Koblenz zum 40. Mal ausrichtete. Die Bürger hatten bei der Schifffahrt auf der "Rheingold" nach Stolzenfels und später nach Kesselheim die Gelegenheit, Stadtchef Joachim Hofmann-Göttig mitzuteilen, wo ihrer Meinung nach in der Stadt der Schuh drückt.

    Größtes Anliegen der Koblenzer scheint das fehlende Hallenbad zu sein. Der Oberbürgermeister erklärte erstmals, dass die Stadt sich zurzeit in Gesprächen mit einem privaten Investor befindet. Sollten diese scheitern, dann will man vonseiten der Stadt versuchen, in Kooperation mit dem Land ein eigenes Hallenbad zu bauen. Notwendig dafür sei allerdings ein beträchtlicher Zuschuss des Landes. Ob die Stadt mithilfe des Landes oder doch ein privater Investor baut: Der Eintritt soll nicht mehr als 4 Euro kosten, betonte Hofmann-Göttig.

    Ein anderes Anliegen vieler Bürger sind die Rheinanlagen. Vielfach geäußerter Wunsch der überwiegend älteren Gäste bei der Bürgerversammlung war, dass das Tempo der Radfahrer in den Rheinanlagen entweder besser kontrolliert wird oder dass die Anlagen ganz für das Radfahren gesperrt werden. Darüber hinaus wurde bemängelt, dass es bei vielen neuen Bänken keine Rückenlehne gibt.

    Andere Anliegen der Bürger waren, dass "Tal total" weiter autofrei auf der B 9 stattfinden soll und dass "Happy Mosel" bis nach Metternich ausgedehnt wird. Bislang endet der Radfahrsonntag "Happy Mosel" mit autofreier Bundesstraße in Winningen. Außerdem wurde kritisiert, dass das Münzmeisterhaus auf dem Münzplatz seit Jahren nicht renoviert wird. Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig kündigte an, dass die Stadt nicht gewillt sei, den jetzigen Zustand einfach klaglos hinzunehmen, sondern, dass sie juristische Schritte einleiten will, wenn mit dem Eigentümer keine einvernehmliche Lösung erreicht wird.

    Zudem wurde gefragt, wo in Koblenz eine neue Synagoge errichtet werden kann. Hofmann-Göttig betonte, dass man der jüdischen Gemeinde zehn mögliche Standorte zur Auswahl vorgelegt hat und dass man nun deren Entscheidung abwarten wird. Zudem wurde aus den Reihen der Besucher moniert, dass die Plätze für Rollstuhlfahrer in der Rhein-Mosel-Halle teilweise nicht den ganzen Blick auf die Bühne freigeben.

    Peter Karges

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