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Koblenz

Stadtbad bleibt wohl zu: Schwimmer müssen enger zusammenrücken

Das Hallenbad in der Weißer Gasse bleibt vermutlich ganz geschlossen. Das haben Gespräche auch mit einem weiteren Gutachter ergeben, der das Bad im Jahr 2008 untersucht und damals eine Weiternutzung für mindestens fünf Jahre in Aussicht gestellt hatte. Das Hauptproblem im Bad sind die Beton-Stahlstützen, die rosten, sagt Sport- und Bäderamtsleiter Rüdiger Sonntag.

So ruhig wie im Moment wird es im Beatusbad nicht mehr lange bleiben: Neben den Vereinen und Schulen soll das Hallenbad künftig auch "Normalschwimmern" zu bestimmten Zeiten zur Verfügung stehen.
So ruhig wie im Moment wird es im Beatusbad nicht mehr lange bleiben: Neben den Vereinen und Schulen soll das Hallenbad künftig auch "Normalschwimmern" zu bestimmten Zeiten zur Verfügung stehen.
Foto: Reinhard Kallenbach

Koblenz – Das Hallenbad in der Weißer Gasse bleibt vermutlich ganz geschlossen. Das haben Gespräche auch mit einem weiteren Gutachter ergeben, der das Bad im Jahr 2008 untersucht und damals eine Weiternutzung für mindestens fünf Jahre in Aussicht gestellt hatte. Das Hauptproblem im Bad sind die Beton-Stahlstützen, die rosten, sagt Sport- und Bäderamtsleiter Rüdiger Sonntag. Endgültige Planungen wird es aber erst in ein paar Wochen geben. Dann auch ist erst sicher, ob die Sauna separat geöffnet bleiben kann, weil sie in einem anderen Gebäudeteil ist.

Für die Schwimmer wird nun nach Lösungen gesucht. Gespräche mit den Vereinen seien sehr fruchtbar gewesen, sagt Sonntag. Nur die DLRG und der Tauchsportclub haben im Hallenbad in der Altstadt trainiert, ihnen können in Absprache mit den anderen Vereinen vermutlich ohne allzu große Probleme Trainingszeiten in den beiden anderen Hallenbädern auf der Karthause und im Beatusbad angeboten werden. Und auch die Schulen sind informiert und korrigieren ihre Planungen.

Viel gravierender wird der Einschnitt für die "Normal-Schwimmer". Aber auch da ist Rüdiger Sonntag vorsichtig optimistisch. "Wir werden tun, was wir können." Im Schwimmbad im Schulzentrum Karthause sei es beispielsweise gut möglich, von 7 bis 8 Uhr und den Nachmittag für Schwimmer zu öffnen. Und auch im Beatusbad, das sonst als reines Vereins- und Schulschwimmbad genutzt wurde, können die Schwimmer möglichst oft ihre Bahnen ziehen. "Allerdings wird man vermutlich parallel zu Vereinstraining oder Schulschwimmen Bahnen abtrennen, um möglichst viel Zeit zu gewähren", sagt Sonntag. "Das kann dann auch mal laut werden, wenn nebenan 40 Kinder trainieren."

Bis zum 3. September haben die Verantwortlichen nun Zeit, die Termine zu koordinieren. Und auch dann wird es eine ständige Überprüfung geben. "Wenn wir früh eine Stunde öffnen, und es kommt niemand, dann stellen wir das wieder ein", nennt Rüdiger Sonntag als Beispiel.

Zum Glück, sagt er, sind die beiden anderen Bäder in sehr gutem beziehungsweise gutem Zustand. Das Bad in der Beatusstraße ist jüngst saniert worden und mit seiner 25-Meter-Bahn auch für Bahnenzieher gut geeignet. Einziges Manko: Es gibt nur Sammelumkleiden. Und auch das Bad auf der Karthause ist in den vergangenen Jahren für 1,6 Millionen Euro saniert worden: Dach und Fenster sind neu, die Hülle saniert. Nachteil für die Schwimmer hier: Die Bahnen sind nur 16,6 Meter lang.

Wenn die beiden Bäder auch von der Öffentlichkeit genutzt werden, müssen Kassen besetzt werden, die bisher beim Schul- und Vereinsschwimmen nicht nötig waren. Und auch Aufsichtspersonen müssen dann da sein. Die Mitarbeiter, die bisher im Hallenbad in der Weißer Gasse tätig waren, brauchen sich also um ihren Job keine Gedanken zu machen.

Unterdessen hat auch Mülheim-Kärlich mit seinem Freizeitbad der Stadt Koblenz Hilfe angeboten. "Wir haben das lockere Angebot gemacht, dass vorhandene Dauerkarten im Tauris verrechnet werden könnten", sagt Stadtbürgermeister Uli Klöckner. Ob das Angebot angenommen wird, ist allerdings noch offen. "Eine solche Entscheidung muss der Stadtvorstand treffen", betont Rüdiger Sonntag.

Von unserer Redakteurin Doris Schneider

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