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    Stadt wehrt sich gegen Kritik: Görlitz wurde beim Florinsmarkt-Projekt immer unterstützt

    Bei der Sanierung der historischen Gebäude am Florinsmarkt fehlen mehrere Millionen Euro – und an der Frage, welche Verantwortung die Stadt dafür trägt, dass dieses Geld nun hereinkommt, scheiden sich die Geister.

    Foto: Stephanie Mersmann

    Investor und Bauherr Martin Görlitz, der in Bürresheimer Hof und Altem Kaufhaus eine Art Campus in der Altstadt schaffen will und die Gebäude dafür aufwendig saniert, hatte beklagt, dass ihm die Stadt vor dem Kauf fest zugesagt habe, ihn bei dem Einwerben von Fördermitteln zu unterstützen (die RZ berichtete). Die Stadt wehrt sich aber gegen den impliziten Vorwurf, gegebene Versprechen nicht zu halten.

    „Die Verwaltung erkennt das hohe private Engagement von Herrn Görlitz und seiner Stiftung bei der Reaktivierung der von ihm erworbenen Altstadtimmobilien ohne Wenn und Aber an“, sagte Baudezernent Bert Flöck bei der Ratssitzung am Donnerstag. Aber: Grundlage des Verkaufs der Altstadt-Immobilien an Martin Görlitz sei es immer gewesen, dass das Projekt keiner städtischen Zuschüsse bedarf, „insofern hat es bis heute nie eine Förderzusage seitens der Stadt gegeben.“

    Wohl aber wurde dem Käufer zugesagt, ihn bei der Anwerbung von Fördermitteln zu unterstützen. Und das ist laut Flöck „immer, regelmäßig, akribisch und bis zum heutigen Zeitpunkt sehr intensiv“ geschehen. Damit habe die Stadt ihr Versprechen eingelöst und werde dies auch weiter tun. Dass der Florinsmarkt bei der Förderung bislang nie zum Zug gekommen ist, war aber keine Entscheidung der Stadt.

    Mehrere Ratsmitglieder zeigten sich überrascht bis verärgert, dass Görlitz nun die Stadt kritisiert: „Er hat gewusst, was er kauft, da muss er jetzt nicht lamentieren“, sagte Manfred Gniffke (FBG). Dass es inzwischen Finanzierungsschwierigkeiten gibt, sei kein Versäumnis der Stadt.

    Einstimmig entschied der Stadtrat, dass die Stadt ein neues Fördergebiet beantragen soll, in dem nicht nur, aber auch der Florinsmarkt beinhaltet sein soll: das Altstadtquartier „Alte Burg/Florinsmarkt“. Darüber hinaus wurden folgende Handlungsschwerpunkte der Städtebauförderung für die Jahre 2017 bis 2020 festgelegt, bei denen es sich um bereits bestehende Fördergebiete handelt:

    • Lützel: Das Gebiet wird erweitert, im Fokus stehen die Gestaltung des Freiraums und Aufwertung der Naherholungsgebiete.
    • Aktive Innenstadt: Ein städtebaulicher Wettbewerb zur Neugestaltung der Südallee wird durchgeführt und umgesetzt.
    • Fritsch-Kaserne: Hier will man eine Vermarktungsstrategie zusammen mit der Bima entwickeln.
    • Neuendorf: Unter anderem geht es um die Wohnumfeldverbesserung in der Weißen Siedlung.
    • Rauentaler Moselbogen: Hier soll zum Beispiel das Grundstück für das neue Schwimmbad gekauft und hergerichtet werden.

    Im nächsten Jahr will die Verwaltung dann einen Vorschlag der BIZ-Fraktion aufgreifen, auch ein Fördergebiet in Moselweiß zu beantragen. Hier soll unter anderem die Verkehrsinfrastruktur im Fokus stehen, etwa die Kreuzung Kurt-Schumacher-Brücke/Koblenzer Straße und der Heiligenweg.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

     

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