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Koblenz

Stadt Koblenz lehnt neue Anbindung an Kurt-Schumacher-Brücke ab

Die Verkehrssituation für die Anwohner und Autofahrer in Moselweiß ist angespannt – und Abhilfe ist nicht in Sicht. Auf Anfrage der BIZ teilt die Verwaltung mit, dass kein Tunnel zwischen der Kurt-Schumacher-Brücke/Koblenzer Straße und der Beatusstraße geplant ist.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

"Da die Unabweisbarkeit des Projekts nicht darstellbar ist, beabsichtigt die Verwaltung keine Mittelanmeldung", heißt es in der Antwort der Stadt.

Die BIZ hingegen hält das Bauwerk für "dringend notwendig, um eine vernünftige Lösung des starken Verkehrsaufkommens in diesem Bereich herbeizuführen". Noch fahren Tausende Fahrzeuge täglich von der Kurt-Schumacher-Brücke auf die Koblenzer Straße in Moselweiß. In Ermangelung einer anderen Verbindung quälen sich viele der Fahrzeuge dann unter der engen Eisenbahnbrücke am Heiligenweg hindurch, etwa um weiter auf die Karthause zu fahren. Und durch die Nordtangente, die auf der anderen Moselseite auf die Brücke führen wird, wird sich das Verkehrsaufkommen in Moselweiß weiter erhöhen.

Die BIZ kritisiert auch die Belastung der Autofahrer, die aktuell diesen Weg nehmen: "Morgens staut sich der Verkehr ab der Beatusstraße in Richtung Koblenzer Straße, ebenso von der Zufahrt vom Moselufer in Richtung Koblenzer Straße." Die Autofahrer, die sich an jedem Werktag durch dieses Nadelöhr quälten, wollten diesen Zustand nicht länger ertragen. Auch im kürzlich beschlossenen Masterplan der Stadt wird die Verbindung zwischen Kurt-Schumacher-Brücke und Beatusstraße genannt. Auf eine Weiterführung des Tunnels durch eine neue Verbindungsstraße zwischen Beatusstraße und Karthause, wie sie ursprünglich geplant war, kann laut Masterplan aber verzichtet werden.

Die Verwaltung jedoch hat auch nicht vor, die Verbindung zwischen Brücke und Beatusstraße anzugehen. Deshalb ist auch kein Grunderwerb mehr an dieser Stelle nötig, die Grundstücksverhandlungen wurden eingestellt. Eine Perspektive für eine kurzfristige Förderung des Projekts durch das Land bestehe derzeit nicht.

Dabei ist die Verbindung zwischen Beatus- und Koblenzer Straße für die Erreichbarkeit des Verwaltungszentrums 2 und der Kurt-Schumacher-Brücke von der Südtangente, der Hunsrückhöhenstraße und der Karthause von Bedeutung, räumt die Stadt ein. Die alternative Strecke über B 9, Saarplatzkreisel und B 49 werde nicht angenommen. "Potenziale für die Verkehrsvermeidungen werden nur durch die Verlagerung des Verkehrs und der Verkehrsprobleme gesehen", schreibt die Stadt – nicht aber, wie sie sich dies vorstellt.

Koblenz
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