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Koblenz

Sporthalle Asterstein: Im Januar geht’s weiter

Die Baugrube ist ausgeschachtet. Doch seit Wochen geht es nicht weiter auf der Baustelle der Sporthalle Asterstein, obwohl die Roharbeiten eigentlich im September hätten beginnen sollen. "Und es wird auch nach jetzigem Stand der Dinge bis zum 9. oder 10. Januar nicht weitergehen", sagt Albert Diehl, Leiter des Zentralen Gebäudemanagements der Stadt, auf Anfrage der Rhein-Zeitung.

Eigentlich sollten hier schon die Baumaschinen stehen, aber stattdessen gibt es nur ein Loch: Die Bauarbeiten an der Sporthalle Asterstein verzögern sich um etwa vier Monate.
Eigentlich sollten hier schon die Baumaschinen stehen, aber stattdessen gibt es nur ein Loch: Die Bauarbeiten an der Sporthalle Asterstein verzögern sich um etwa vier Monate.
Foto: Sascha Ditscher

Von unserer Redakteurin Doris Schneider

Dann aber wird die Koblenzer Firma Pretzer hier die Arbeiten aufnehmen – im ersten Vergabeverfahren war sie einer bayerischen Firma unterlegen. Doch die rheinland-pfälzische Vergabekammer stellte gegenüber der Stadt klar, dass das Angebot des Koblenzer Unternehmens berücksichtigt werden muss, obwohl in den Unterlagen zwei kleine Detailangaben fehlten. Aus diesem Grund nämlich hatte die Stadt die Firma Pretzer von vorneherein ausgeschlossen und einer anderen, rund 36 000 Euro teureren bayerischen Baufirma den Auftrag in Aussicht gestellt. Pretzer war daraufhin vor der Vergabekammer gezogen, die nun positiv für die Firma entschied.

Finanzielle Ansprüche hat die bayerische Firma, die jetzt den rund 2 Millionen Euro schweren Auftrag doch nicht bekommt, gegenüber der Stadt Koblenz nicht. "Denn der Auftrag war ja nicht förmlich erteilt, sondern es war lediglich ein Schreiben rausgegangen, dass man beabsichtige, die Firma zu beauftragen." Die anderen Bieter wurden zeitgleich darüber ebenfalls informiert und hatten die Möglichkeit, Einspruch einzulegen – wie es die Firma Pretzer ja dann auch getan hat, erklärt Albert Diehl das Verfahren.

Der Leiter des Zentralen Gebäudemanagements der Stadt ist trotz der durch den Rechtstreit hervorgerufenen Verzögerung überzeugt, dass das Vorgehen der Stadt richtig war, die Unterlagen der Baufirmen so streng zu prüfen, dass die Koblenzer Firma wegen der fehlenden Kleinigkeiten rausfiel. "In der freien Wirtschaft läuft das anders, aber bei den öffentlichen Ausschreibungen muss man sich ganz eng an die Vorgaben halten." So habe es nur eine Woche nach der Entscheidung aus Mainz, dass Pretzer die fehlenden Details nachliefern kann, eine genau anderslautende Beurteilung in Leipzig gegeben.

Erst im Januar kann es nun auf der Baustelle weitergehen, haben erste Gespräche zwischen der Stadt und der Firma ergeben. "Vor Weihnachten anzufangen, hat jetzt keinen Sinn mehr, auch wenn es dadurch noch mal zu leichten Verzögerungen kommt", sagt Thomas Junglas, Geschäftsführer der Firma Pretzer. Denn die meisten Erdbaufirmen machen um Weihnachten herum 14 Tage frei, und dann mit der Baugrube gerade angefangen zu haben, bringe nichts. "Damit macht man mehr verkehrt als gut."

Die Baugrube, die von einer anderen Firma bereits ausgehoben wurde, wird noch um etwa einen Meter tiefer gegraben – das macht die Rohbaufirma selbst, um sich ihre "Arbeitsfläche" für die Bodenplatte selbst zu gestalten und optimale Bedingungen für Anschlüsse und Ähnliches zu haben, erklärt Albert Diehl. Bis Anfang August sollen die Roharbeiten dann beendet sein – so ist der jetzige Plan.

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