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    Sicherheit: Brauchen wir mehr Polizisten?

    „Wir brauchen Verstärkung“: Mit diesem Slogan warben Vertreter der Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Samstag in der Löhrstraße für die Einstellung zusätzlicher Polizeibeamter in Rheinland-Pfalz.

    Die GdP-Vertreter Gerhard Jung (links) und Timo Becker erklärten, warum das Land mehr Polizeikräfte braucht.
    Die GdP-Vertreter Gerhard Jung (links) und Timo Becker erklärten, warum das Land mehr Polizeikräfte braucht.
    Foto: Peter Karges

    Der Doppelhaushalt 2017/18 des Landes sieht zwar die Neueinstellung von 500 weiteren Beamten vor, aber Gerhard Jung, Vorsitzender der Bezirksgruppe Koblenz der GdP, ist überzeugt: Das reicht nicht aus.

    „Die Arbeit der Polizei ist in vielen Bereichen gewachsen, sodass wir auch für die beiden drauffolgenden Doppelhaushalte jeweils 500 Neueinstellungen brauchen“, sagt Jung. Dann könne nach der Rechnung der Gewerkschaft die Zahl der Polizeibeamte im Land trotz einer Pensionierungswelle bis 2021 auf 9160 Männer und Frauen anwachsen. Zurzeit gibt es rund 8800 Polizeibeamte in Rheinland-Pfalz.

    Der Mehrbedarf an Polizisten hat seiner Meinung mehrere Ursachen. Verkehrsaufkommen, Internetkriminalität, Terrorgefahr, Krawalle bei Fußballspielen, Einbrüche – alle diese Bereiche erforderten heutzutage einen wesentlich höheren Personalaufwand als vor 20 oder 30 Jahren.

    „Im Fußball beispielsweise haben wir heutzutage große Personaleinsätze selbst im Regional- oder im Oberligabereich“, so Gerhard Jung. Ähnlich verhält es sich mit der Terrorgefahr.

    Silvester und Rosenmontag waren für die Polizei zwar noch nie ruhige Tage, aber in jüngster Vergangenheit zeigt die Polizei aufgrund der Anschläge eine ganz andere Präsenz. „Der Bürger möchte verständlicherweise zu seiner Sicherheit mehr Polizei sehen, und diesem Ansinnen muss die Politik auch Rechnung tragen“, betont Jung.

    Kritisiert wird von den Gewerkschaftsvertretern gleichfalls die Zentralisierung der Polizei. „Wir brauchen Polizisten vor Ort, in der Fläche. Nicht Zentralisierung, sondern Dezentralisierung bringt Sicherheit“, sagt der Vorsitzende. Dies gilt seiner Meinung nach nicht zuletzt auch für die Prävention. „Präsenz zeigen ist eine ganz wichtige Kriminalprävention“, ist der Gewerkschafter überzeugt.

    Nach Einschätzung der GdP-Vertreter kam ihr Werben für mehr Polizisten bei den Passanten in der Löhrstraße recht gut an. „In den Gesprächen hört man, dass viele für eine verstärkte Polizeipräsenz plädieren, und dies geht meiner Ansicht nach querbeet durch alle politischen Richtungen“, sagt Gerhard Jung gegenüber unserer Zeitung. Außer um zusätzliche Polizisten warb die Gewerkschaft auch für die volle Auszahlung der sogenannten Wechselschichtzulage in Höhe von 102 Euro pro Monat.

    Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

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