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Koblenz

Sanierung dringend erforderlich: Koblenzer Stadtbad bleibt vorerst geschlossen

Die Stadt Koblenz nimmt Abschied von ihrem Stadtbad – vielleicht für immer: Das Hallenbad in der Weißergasse wird am 3. September nicht wie ursprünglich geplant wieder zur Wintersaison eröffnen. Das teilt die Stadt nach einem Ortstermin mit. "Die aktuelle gutachterliche Stellungnahme zum Erhaltungszustand des Bades kommt zum Ergebnis, dass das Bad nur nach zwingend erforderlichen Sanierungen wieder eröffnet werden kann", erklärt Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein.

Gesperrt: Im Hallenbad wird vorerst keiner mehr schwimmen.
Gesperrt: Im Hallenbad wird vorerst keiner mehr schwimmen.
Foto: Stephanie Mersmann

Das Stadtbad in der Weißergasse ist 1966 in Betrieb gegangen und weist nun altersbedingte Schäden auf. Seit 2008 wird der Erhaltungszustand des Stadtbades regelmäßig von Fachleuten beurteilt, so die Stadt weiter. Jeweils in den Sommermonaten, wenn das Bad geschlossen ist, kommen die Techniker, um zu sehen, ob sich der Zustand des Gebäudes verschlechtert hat. Erst danach wird das Bad für eine neue Saison geöffnet.

"Die aktuelle Stellungnahme der Gutachter spricht sich gegen eine Öffnung des Bades aus, wenn nicht zwingend erforderliche Sanierungen vorgenommen werden. So müssen fachgerecht und erfolgreich alle Undichtigkeiten im Bereich der Fassaden, Wände und des Dachs beseitigt werden. Das eindringende Wasser lässt die Bewehrungsstähle im Betoninneren korrodieren", heißt es in der Erklärung. Ferner werde verlangt, dass alle hohlliegenden Fliesen abgeschlagen und der Grund für die Hohllagen ermittelt wird. Außerdem seien die Stahlträger des Lichtbandes zu sichern und alle Bauteilöffnungen, die zur Untersuchung nötig waren, fachgerecht zu schließen.

Die Stadtverwaltung wird nun die Feststellungen des Gutachtens im Hochbauamt verarbeiten, um insbesondere den Kostenrahmen für weitere Gutachten, den Sanierungsaufwand sowie die benötigte Zeit dafür zu ermitteln.
"Die städtischen Gremien werden dann zu entscheiden haben, ob und wann das Bad wieder eröffnet werden kann", erklärt die Pressestelle. Heißt: Vielleicht wird das Hallenbad nie wieder geöffnet.

Das Sport- und Bäderamt wird zudem versuchen, im Beatusbad und dem Hallenbad auf der Karthause Freiräume zu schaffen, in denen der Bevölkerung dort Bademöglichkeiten geboten werden können. Dazu müssen Schul- und Vereinssport zusammenrücken. Mit den Vereinen und den Schulen soll in Kürze erörtert werden, wie bei Schließung des Freibades alternative, wenn auch eingeschränkte Bademöglichkeiten für die Bevölkerung bereitstehen.

Koblenz
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