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Altstadt

Sanierung am Florinsmarkt: Spritzbeton sichert historische Gebäude

Die Römermauer wurde gerettet und gesichert. Jetzt laufen die Vorbereitungen für die weiteren Bauarbeiten im Bereich zwischen dem Alten Kaufhaus und dem Bürresheimer Hof.

Diese Mauer wird abgerissen, um den römischen Vorgängerbau erschließen zu können.
Diese Mauer wird abgerissen, um den römischen Vorgängerbau erschließen zu können.
Foto: Reinhard Kallenbach

Zunächst gilt es, die wertvolle Bausubstanz inklusive des moselseitigen Galeriebaus aus der Barockzeit zu sichern. In einem zweiten Schritt geht es um eine Erschließung der ganzen Anlage vom Moselufer aus.

In den nächsten Tagen sollen die drei historischen Gebäude mithilfe eines Spezialgerätes "unterspritzt" werden. Um Standfläche zu schaffen und die Substanz provisorisch zu schützen, wurde die Baugrube zur Hälfte zugeschüttet und verdichtet. Aktuell werden 30 Löcher gebohrt, um weitere Sicherung vorzubereiten. "Für die Unterfangung wird das so genannte Düsenstrahlverfahren eingesetzt, bei dem zunächst mit Hochdruck Hohlräume ausgespült werden, in die dann Beton gefüllt wird", teilte Bauherr Martin Görlitz mit. Diese Maßnahme soll bis Weihnachten abgeschlossen sein, so dass im Frühjahr die Hochwasserwanne entstehen kann, die für die weitere Erschließung und die Gebäudetechnik des sanierten Gesamtkomplexes benötigt wird.

Derzeit wird am Bürresheimer Hof das Unterfangen der Fundamente mit dem Düsenstrahlverfahren vorbereitet.
Derzeit wird am Bürresheimer Hof das Unterfangen der Fundamente mit dem Düsenstrahlverfahren vorbereitet.
Foto: Reinhard Kallenbach

Die tief im Untergrund stehende römische Mauer kann technisch nicht gegen Hochwasser geschützt werden, so dass die zukünftige museale Präsentation der römischen Funde gelegentliche Überflutungen aushalten muss. Voraussetzung für die Erschließung ist ein Zugang vom Moselufer. Deshalb muss ein Stück der mittelalterlichen Mauer abgebrochen werden. Martin Görlitz bedauert dies, weist aber auch darauf hin, dass die spätantike Mauer aus Sicht der Landesarchäologie eine weit größere Bedeutung hat und er alle Maßnahmen in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege ausführt. Übrigens: Die Sanierungsarbeiten werden bis Ende 2018 dauern. ka

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