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    Raderlebnistage: "Happy Mosel"- und "Jedem Sayn Tal"-Veranstalter zeigen kein Verständnis für Tal-total-Entscheidung

    Happy Mosel, das kleinere Pendat an der Mosel zu Tal total, ist ebenfalls in die Diskussion geraten. Auswirkungen auf das bestehende Konzept werden die Entwicklungen bei Tal total aber wohl nicht haben.

    Teilnehmer von Happy Mosel dürfen auch 2014 autofrei an der Mosel entlangradeln.
    Teilnehmer von Happy Mosel dürfen auch 2014 autofrei an der Mosel entlangradeln.
    Foto: Alfons Benz

    Stehen die autofreien Erlebnistage vor dem Aus? Nachdem die Veranstalter von Tal total angekündigt haben, dass die Bundesstraßen 9 und 42 bei der nächsten Veranstaltung nicht mehr autofrei sein werden und nur noch auf den vorhandenen Radwegen geradelt wird, sind viele kritische Stimmen laut geworden. Auch an der Mosel hat man die Diskussion am Rhein zur Kenntnis genommen. Immerhin gibt es dort mit Happy Mosel ein kleineres Pendant, das nach den enttäuschenden letzten Auflagen ebenfalls in die Diskussion geraten ist. Auswirkungen auf das bestehende Konzept und die für den 15. Juni 2014 geplante nächste Veranstaltung zwischen Reil und Schweich werden die Entwicklungen bei Tal total aber wohl nicht haben.

    "Es gibt keinerlei Überlegungen, ebenfalls in diese Richtung zu gehen", sagt Simone Pfeiffer, die bei der Moselland-Touristik zum Organisationsteam für Happy Mosel gehört. Zwar bestünde die theoretische Möglichkeit, den Raderlebnistag ebenfalls nur über den Radweg zu führen, in Betracht gezogen worden sei das aber nie. Den Rückgang der Teilnehmerzahlen, die in diesem Jahr mit 600 den absoluten Tiefstwert erreichten, sieht Pfeiffer vor allem im Wetter begründet.

    Dieser Ansicht ist auch Michael von Aschwege, Geschäftsführer von Zeller Land Tourismus. "Wir brauchen einfach ein paar schöne Jahre", sagt er. Erst dann könne man auch sagen, ob sich die Teilung der Strecke in zwei Abschnitte (von Winningen bis Pünderich und von Reil bis Schweich), die im jährlichen Wechsel befahren werden, bezahlt gemacht habe. Er hofft, dass Happy Mosel erhalten bleibt. "Von der Idee her ist das toll", so von Aschwege.

    Die Entscheidung, bei Tal total auf die Sperrung der Bundesstraßen zu verzichten, kann er derweil überhaupt nicht nachvollziehen. "Das ist ja der Erlebnischarakter an der Veranstaltung - dass man da fährt, wo sonst die Autos fahren", sagt von Aschwege. "Auf den Radwegen kann ich das ganze Jahr über fahren." Er erwartet überdies Probleme: "Wenn sich auf den Radwegen alles trifft, was mobil ist, dann bricht da das Chaos aus."

    Dass die Änderungen bei Tal total sich sogar positiv auf Happy Mosel auswirken könnten, weil viele wegen der fehlenden Attraktion vom Rhein an die Mosel abwandern, können sich beide vorstellen. "Das könnte sein, dass uns das zugutekommt", sagt Pfeiffer. Von Aschwege sagt ganz grundsätzlich: "Je weniger Raderlebnistage es gibt, desto mehr werden sich auf die anderen Veranstaltungen verteilen."

    Volker Schmidt

    Weiterhin "Jedem Sayn Tal"

    Auch auf den autofreien Erlebnistag "Jedem Sayn Tal" - der mittlerweile seit 20 Jahren im Sayntal zwischen Bendorf und Selters (Westerwaldkreis) stattfindet - werden die Entwicklungen bei Tal total keine Auswirkungen haben. Das hat jetzt Marion Meuer von der Touristikabteilung der Verbandsgemeinde Selters auf RZ-Anfrage mitgeteilt. "Wir sehen keine Veranlassung etwas zu ändern. Wir werden unser Konzept weiter wie bisher durchziehen", sagt Marion Meuer, die bezweifelt, dass das neue Tal-total-Konzept aufgeht. Es sei schließlich nichts Besonderes über Rheinradwege zu fahren, das könne man an jedem anderen Tag auch tun. "Ich kann mit aber gut vorstellen - vorausgesetzt das Wetter spielt mit -, dass es nun mehr Radler zu uns ziehen wird, die eben genau nach diesen autofreien Erlebnistagen suchen", betont Meuer. dam

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