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    KoblenzProgramm zur OB-Wahl: So will Langner Koblenz verändern

    In gut zwei Monaten wählen die Koblenzer einen neuen Oberbürgermeister. Bislang haben fünf Bewerber ihren Hut in den Ring geworfen. David Langner ist einer von ihnen. Der RZ hat der 41-Jährige exklusiv sein Wahlprogramm vorgestellt.

    David Langner, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium, will am 24. September Oberbürgermeister von Koblenz werden. Mit welchen Ideen er Stadtchef werden will? Im Gespräch mit der RZ hat er jetzt sein Wahlprogramm vorgestellt.
    David Langner, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium, will am 24. September Oberbürgermeister von Koblenz werden. Mit welchen Ideen er Stadtchef werden will? Im Gespräch mit der RZ hat er jetzt sein Wahlprogramm vorgestellt.
    Foto: Sarah Reuther

    David Langner, Staatssekretär im Mainzer Gesundheitsministerium, tritt als unabhängiger Bewerber an – also nicht für die SPD, wohl aber unterstützt von der Partei, in der seine Karriere 2003 mit einer Referentenstelle beim Landesverband begann. Und so haben ihn bei der Ausarbeitung seines Wahlprogramms durchaus Sozialdemokraten unterstützt, wie aber auch ein Team aus Vertrauten aus dem Umfeld des Neu-Gülsers, in dem Parteizugehörigkeiten keine Rolle spielten. Eingeflossen ist auch die Essenz dessen, was Langner aus der Fülle seiner Gespräche der vergangenen Wochen und Monate herausgefiltert hat. Und natürlich das, was er sich ganz persönlich als OB vorgenommen hat – sollte er denn gewählt werden.

    Herausgekommen ist ein siebenseitiges Programm, das einen breiten Bogen spannt – von der Stadt und ihrer Zukunft als Teil der Buga 2031 und Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025 über das Leben und Arbeiten bis zur Bildung in Koblenz. Von der Kita-Betreuung über den Verkehr bis zu Kultur und Tourismus. Vom Ehrenamt und der Integration bis zur Wirtschaftskraft der Stadt.

    Langners Botschaft: „Wir müssen die Dinge wieder mutiger angehen.“ In eine Spirale sei die Stadt geraten, in der alles fünf Mal geprüft wird, ehe eine Entscheidung fällt. Dran bleiben müsse man – ob es um die Entwicklung des künftigen Wohnareals Fritschkaserne oder den Bau des neuen Stadtbads geht. Der neue Stadtchef sei an dieser Stelle gefragt, als Moderator, als einer, der Menschen zusammenbringt, der Mehrheiten für Entscheidungen findet.

    Die vergangenen acht Jahre habe sich Koblenz gut konsolidiert. Eine Zeit, überragt von der Buga und dem Großprojekt Zentralplatz. Doch an diese Großprojekte gelte es jetzt wieder anzuknüpfen. Langner: „Wir müssen wieder über große Ziele nachdenken.“ Koblenz habe auf der einen Seite gewachsene Traditionen zu bieten – als Heimat wichtiger Behörden oder auch als Bundeswehrstandort. Es habe sich aber auch viel Neues getan. Neue Szenen haben sich gebildet, etwa mit dem Isso-Institut für soziales und nachhaltiges Wirtschaften. Altes und Neues zu verbinden: Das sieht Langner als künftige Herausforderung. „Es gibt eine junge Generation, die heranwächst und die Koblenz verändern will. Diesen Schwung müssen wir nutzen.“ Das aber werde nicht gelingen, wenn man sich nur auf die Idee einer Bundesgartenschau 2031 im Mittelrheintal konzentriert. Ein Stück des Buga-Kuchens sollte Koblenz abbekommen, keine Frage. Aber das reiche bei Weitem nicht aus.

    Und was sind nun die Themenschwerpunkte aus seinem Wahlprogramm, die David Langner im Falle eines Sieges mit Nachdruck angehen will? Da wäre zunächst eine Stärkung des Ehrenamts. Der 41-Jährige spricht sich klar für eine einheitliche Anlaufstelle aus, an die sich Ehrenamtler wenden können. „Das funktioniert nicht so, wie ich es mir vorstelle.“ Und auch von den Vereinen bekommt er entsprechende Rückmeldungen.

    Ein großes Thema wird die Mobilität sein – mit vielen Facetten. Dringend gelte es, das ÖPNV-Angebot zu verbessern. „Da werden wir auch eigenes Geld ausgeben müssen.“ Andererseits muss aber auch das Radwegenetz ausgebaut werden. 2014 habe der Stadtrat beschlossen, den Anteil des Radverkehrs in der Stadt von acht Prozent bis 2020 zu verdoppeln. „Schaffen wir es, dass 2025 jeder fünfte Verkehrsteilnehmer ein Fahrradfahrer ist?“, fragt Langner.

    Schaffen will er auf jeden Fall bezahlbaren Wohnraum – für Alleinstehende, Studierende, Familien und Senioren. An neuen Baugebieten wird da kein Weg vorbeiführen, ist der Staatssekretär überzeugt. Und die Konversionsflächen in der Stadt gelte es zu nutzen. „Das dauert einfach alles zu lange.“ darüber hinaus will sich Langner der Stimmung in der Stadtverwaltung widmen, das Wir-Gefühl stärken, den Beschäftigten mehr Raum für Gestaltung geben. Und letztlich will der 41-Jährige den Blick auch mal weg von der City lenken. „In den vergangenen Jahren haben wir viel ins Zentrum investiert“, betont er in seinem Programm, „jetzt gilt es auch, unsere Stadtteile zu entwickeln. Ideen gibt es viele.“

    Von unserem Redaktionsleiter Ingo Schneider

    Zwei Termine mit David Langner

    Gelegenheit, mit Langner über sein Wahlprogramm zu sprechen, gibt es in den nächsten Tagen unter anderem bei zwei Terminen:

    • Langner wird am Freitag, 21. Juli, den Stadtteil Neuendorf besuchen. Dabei wird er unter anderem das Fördergebiet Soziale Stadt und Entwicklungsmaßnahmen diskutieren und entsprechende Orte besichtigen. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr am Pfarrer-Friesenhahn-Platz 3–7.
    • Am Samstag, 22. Juli, beginnt um 14.30 Uhr eine kostenfreie Exkursion mit Heinz Strunk vom Nabu über die Schmidtenhöhe. Treffpunkt ist der Zugang Denzerheide. Anmeldung: Telefon 0261/ 304 82 14 oder per E-Mail an lukas.mueller@david-langner.de
    Koblenz
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