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    Positive Bilanz von Rhein in Flammen: Feuerwerk vertreibt das trübe Wetter

    Viel Regen, etwas Glück und ein versöhnlich-sonniger Ausklang am Sonntag: So lässt sich das Koblenzer Sommerfest mit „Rhein in Flammen“ in einem Satz charakterisieren. Trotz der widrigen äußeren Bedingungen gab es keine größeren Pannen oder Vorfälle, die Einsatzkräfte hatten ruhige Festtage. Und das Abschlussfeuerwerk auf dem Ehrenbreitstein erfüllte die hohen Erwartungen.

    Samstag, 22.55 Uhr: Die Illumination der Festung erlischt allmählich, skeptische Blicke wandern zu den dunklen Wolken, die sich im Nachthimmel abzeichnen. Zudem gibt es mal wieder einen Regenschauer. Wird das Spektakel vom Rauch beeinträchtigt, wie es schon einmal war? Kritische Fragen wie diese erübrigen sich schnell. Das 25-minütige Feuerwerk läuft exakt nach Choreografie. Die Akteure an den 18 Abschusspositionen inszenieren eine Show mit 7500 Effekten, von denen ein Teil neu ist. Bunte Bänder und „Luftballons“ oder Herzen überraschen auch diejenigen, die sich längst an den Höhepunkt der Fremdenverkehrssaison gewöhnt haben.

    „Die Pyrotechniker haben sehr gute Arbeit geleistet“, bilanziert Kirsten Müller. Die zuständige Projektmanagerin bei der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH weist darauf hin, das es – anders als in den Vorjahren – keine Pannenmeldungen gibt. Das hätte wohl am Freitagabend noch niemand gedacht, als Dauerregen den Auftakt des Sommerfestes einigermaßen vermieste. Die meisten blieben zum Leidwesen der Standbetreiber zu Hause. Zählt man das Publikum an allen Bühnen zusammen, waren es unter dem Strich gerade mal 2500 Besucher. „Natürlich sind wir nicht zufrieden“, sagt Thomas Steinebach. Der Veranstaltungsleiter bei der Koblenz-Touristik verweist aber auch auf das große Glück, das alle Beteiligten an den bislang sechs Sommerfesten insgesamt hatten.

    „Jeder kennt das Risiko bei Open-Air-Veranstaltungen“, so Steinebach weiter, dessen Bilanz für den Samstag gar nicht so schlecht ausfällt. Da es trockener und wärmer war als angekündigt, entschlossen sich doch noch viele, Fest und Feuerwerk zu erleben. Steinebach schätzt die Zahl der Besucher am Samstag auf 80 000 bis 85 000 Besucher. „Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen“, betont er und verweist darauf, dass die Zahl von rund 120 000 in den vergangenen Jahren normal war. „Da kann man nicht drum herum reden“, so der Veranstaltungsleiter weiter. Nur spekuliert werden kann über die Frage, ob der Besucherrückgang wirklich nur am Wetter lag oder vielleicht an Sicherheitsbedenken mancher Interessenten. Wie dem auch sei: Diese Bedenken waren überflüssig, Einsatzkräfte und Helfer waren weniger gefordert als in den Vorjahren.

    Hier gibt es Teile des Feuerwerks zum Nachgucken im Video.

    Einen größeren Zwischenfall meldet die Pressestelle der Berufsfeuerwehr Koblenz. Demnach musste eine Person, die auf einem Fahrgastschiff gestürzt war, über das Boot der Wasserschutzpolizei gerettet und an einen Steiger gebracht werden, wo der Rettungsdienst bereit stand. Oberbrandrat Markus Obel lobt die enge und gute Kooperation: „Die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen ist für den reibungslosen Ablauf einer solchen Veranstaltungen unerlässlich“, so der stellvertretende Leiter der Berufsfeuerwehr.

    „Wir hatten relativ wenig zu tun“, bestätigt auch Peter Klee, Kreisbereitschaftsleiter beim DRK-Kreisverband Koblenz. Insgesamt gab es 85 Hilfeleitungen rund um das Sommerfest und weitere fünf auf dem Behandlungsplatz in der Festung. Meistens handelte es sich um leichte Fälle wie zum Beispiel Kreislaufprobleme. Hin und wieder spielte auch übermäßiger Alkoholkonsum eine Rolle, und auch die Betroffenen einer Schlägerei mussten die Helfer behandeln. Allerdings gab es auch ernstere Fälle wie zum Beispiel Herzprobleme und eine Fraktur. Insgesamt mussten die Rettungswagen 14-mal ausrücken. „Öfter als in den Vorjahren“, bilanziert Peter Klee.

    Fazit: Ein durchwachsenes Festwochenende, das dennoch reich an Attraktionen war. Und am Ende sollten sich die Mienen der Organisatoren doch noch aufhellen. Denn am Sonntag schien die Sonne, und so war der familiäre Teil des Sommerfestes gerettet.

    Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

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