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    Pfaffendorfer Höhe: Ehrenamtler wollen aus alten Tennisplätzen Gemeinschaftsgarten machen

    Ein klein wenig erinnern die beiden alten Tennisplätze auf der Pfaffendorfer Höhe an das Schloss von Dornröschen: Der löchrige Zaun ist mit Ranken durchzogen, Gestrüpp mitten auf dem Feld macht das Spielen unmöglich – kein Zweifel, der Platz liegt schon lange brach.

    Mitten in einem Wohngebiet auf der Pfaffendorfer Höhe liegen zwei verwilderte Tennisplätze. Ein Gemeinschaftsgarten, in dem alle mitmachen können, wäre eine ideale neue Nutzung dafür, finden einige Ehrenamtler. Aber: Eine Lösung mit dem Eigentümer wurde noch nicht gefunden.
    Mitten in einem Wohngebiet auf der Pfaffendorfer Höhe liegen zwei verwilderte Tennisplätze. Ein Gemeinschaftsgarten, in dem alle mitmachen können, wäre eine ideale neue Nutzung dafür, finden einige Ehrenamtler. Aber: Eine Lösung mit dem Eigentümer wurde noch nicht gefunden.
    Foto: Felix Bartsch

    Aus dem Dornröschenschlaf möchten ihn engagierte Ehrenamtliche zusammen mit den Koblenzer Grünen wecken und ein „Urban Gardening“-Projekt umsetzen, neudeutsch für die gärtnerische Nutzung städtischer Flächen mitten in Siedlungsgebieten. Aber: Mit dem Eigentümer und der Stadt konnten sie sich bislang noch nicht einigen.

    „Grundsätzlich wollen wir attraktive Aufenthaltsräume und neue Treffpunkte schaffen“, erklärt Anja Hainz. Die Landschaftsgärtnerin lebt selbst in unmittelbarer Nähe der alten Tennisplätze. „Ich schaue da jeden Tag drauf und dachte mir: Was kann man daraus machen?“, sagt Hainz. Dann kam die zündende Idee: Ein Gemeinschaftsgarten soll her, bei dem man alle einladen will, mitzumachen.

    Wie das umgesetzt werden soll? „Die Nutzung könnte in Form von Palettenbeeten erfolgen, sodass wir den Untergrund nicht verändern würden“, erklärt Hainz. Man müsse lediglich den Zaun etwas auf Vordermann bringen, die Tore reparieren sowie den Wildwuchs entfernen. „In erster Linie geht es in dem Projekt um das gemeinsame Gärtnern auf kleinem Raum und die Möglichkeit zur Zusammenkunft und Aktivität im Freien“, sagt die Landschaftsgärtnerin.

    Was dazu jedoch fehlt, ist die Einwilligung des Eigentümers. Die Tennisplätze gehören der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). „Die Eigentümer sollen uns die schon lange nicht mehr genutzten Tennisplätze möglichst unentgeltlich zur Verfügung stellen“, hofft Hainz. Immerhin wäre die Fläche optimal geeignet, da sie mitten in einem Wohngebiet liegt und somit fußläufig gut erreichbar ist.

    Ein erster Anlauf im März scheiterte. Hainz hatte einem befreundeten Sozialarbeiter von der Idee erzählt, der die Fläche als Garten für Flüchtlinge beantragte. „In einem gemeinsamen Termin mit der Stadt Koblenz wurde das Vorhaben erörtert“, sagt Thorsten Grützner von der Bima.

    Ergebnis: von der Realisierung des Projekts will man absehen. Dabei war ausschlaggebend, dass das Gelände für das Projekt nicht geeignet sei. Die Bima bot als Alternative die Streuobstwiese 200 Meter weiter an: „Hierzu hat sich die Stadt jedoch bisher noch nicht zurückgemeldet“, so Grützner.

    Damit das Projekt doch noch realisiert wird, versuchen die Grünen jetzt, die anderen Parteien zu überzeugen. „Wir brauchen eine Mehrheit im Stadtrat, damit wir argumentieren können, dass die Stadt dieses Projekt wirklich will“, erläutert Laura Martín Martorell, Ratsmitglied der Grünen.

    Auf diesem Weg soll der Eigentümer von den positiven Auswirkungen überzeugt werden. „Man könnte das Projekt auch erst einmal auf zwei Jahre begrenzen. Weil der Boden nicht verändert wird, wäre es jederzeit in ein bis zwei Tagen rückgängig zu machen“, betont Martín Martorell.

    Für die Grüne ist „Urban Gardening“ die Zukunft für die Freiraumgestaltung und eine Möglichkeit, unterschiedlichste Menschen zusammenzubringen. Einen Konsens mit der Bima zu finden, erscheint ihr durchaus möglich. Ob dieses Projekt aber tatsächlich auf den alten Tennisplätzen realisiert werden kann, ist unklar. Was letztlich die Frage offen lässt: Was geschieht stattdessen mit den völlig maroden Tennisplätzen?

    Von unserem Mitarbeiter Felix Bartsch

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