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    OB-Kandidaten auf dem Podium: Das wollen die Bewerber erreichen

    Förderung der Wirtschaft, Städtebau, Sicherheit, Kultur, Bildung, Umwelt, Finanzen und Verwaltung: Wer Oberbürgermeister werden und vor allem erfolgreich wirken will, muss sich in die unterschiedlichsten Bereiche einarbeiten.

    Das Deutsche Eck.
    Das Deutsche Eck.
    Foto: RZ Archiv

    Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) versuchte am Donnerstagabend gemeinsam mit drei OB-Kandidaten, einen großen Bogen zu spannen. Auch wenn aus Zeitgründen manches außen vor bleiben musste, war der Abend in den Räumen des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau durchaus eine Bereicherung.

    Drei Kandidaten, die sich bei der Wahl am 24. September um das höchste Amt der Stadt bewerben, waren angetreten, um sich von Moderator Matthias Richter (BVMW) auf den Zahn fühlen zu lassen. Der Vierte im Bunde, Torsten Schupp (FDP) konnte aus beruflichen Gründen nicht dabei sein. Die anderen nutzten die Gunst der Stunde, um Punkte zu sammeln. Während Baudezernent Bert Flöck (CDU) vor allem mit seiner großen Erfahrung in den unterschiedlichsten Funktionen im Dienste der Stadt warb, brachte Sozial-Staatssekretär David Langner (SPD) seine Verwaltungserfahrung und gute Vernetzung ins Spiel, die nach eigener Aussage bis nach Brüssel reicht.

    Hans-Peter Ackermann
    Hans-Peter Ackermann
    Foto: Sascha Ditscher

    Ackermann punktet mit Humor

    Diese Selbstempfehlungen ließen zunächst darauf schließen, dass es der Abend der beiden großen Favoriten werden würde. Wurde es aber nicht. Denn Hans-Peter Ackermann (Grüne) verstand es sehr gut, sich mit humorvoll gewürzten Antworten in Szene zu setzen. Freimütig räumte er ein, dass er sich in der Verwaltung nicht besonders gut auskennt, was er übrigens nicht als Nachteil sieht. Ackermann präsentierte sich als Unternehmer und Bauherr, der nicht nur in seinem Heimatstadtteil Güls ganz nah dran am Bürger ist. Seine Punkte: eine Abkehr von der Verkehrsplanung durch die Windschutzscheibe und bauliche Verbesserungen in den Stadtteilen.

    Bäume wachsen nicht in Himmel

    In der Sache selbst blieben die Konflikte aus, was vor allem daran liegt, dass die drei Bewerber, unabhängig vom Ausgang der Wahl, auch „danach“ weiterhin eng zusammenarbeiten müssen. Zudem wissen die Kandidaten, dass in Koblenz die Bäume nicht in den Himmel wachsen können.

    Bert Flöck
    Bert Flöck
    Foto: Doris Schneider

    Bert Flöck erinnerte daran, dass die Stadt für Bund und Land – vor allem im großen Bereich Soziales – Pflichtaufgaben mit einem Volumen von jährlich rund 170 Millionen Euro übernehmen muss, wobei nur 70 Millionen Euro zurückfließen. Aus seiner Sicht bleibt da kein Platz für große Visionen, wohl aber für einzelne, gut durchdachte Projekte. Und da steht eine ökologisch und ökonomische Neuausrichtung von Bus und Bahn ganz vorn. Spielräume für den Ausbau der Seilbahn sieht Flöck aus Rentabilitätsgründen allerdings nicht, was Langner und Ackermann jedoch ganz anders sehen. Einigkeit bestand darin, dass ein guter ÖPNV, der zum Verzicht aufs Auto motiviert, nur dann machbar ist, wenn die Stadt ihn bezuschusst, was bislang im nicht der Fall ist.

    David Langner.
    David Langner.
    Foto: Sascha Ditscher

    Ein großes Thema war die Zukunft des Gemeinschaftsklinikums, über die vor allem David Langner sprach. Aktuell scheint sicher zu sein, dass beide Standorte in Moselweiß gebündelt werden. Das fordert auch das Land als Voraussetzung für hohe Bauzuschüsse.

    Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

    Koblenz
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