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Koblenz

Nordtangente: Im Herbst beginnen die Bauarbeiten

Seit fast zwei Jahren steht nun fest, dass die Nordtangente kommt, seit vielen Monaten wird der Bau geplant – und im Herbst sollen nun endlich die Bagger anrollen. Ab dann wird der Ikea-Kreisel, wo die neue Verbindung zwischen Bubenheim und Metternich beginnt, in eine Ampelkreuzung verwandelt.

Der Ikea-Kreisel wird zu einer Ampelkreuzung umgebaut, im Herbst entstehen hier die nötigen Baustraßen, nach dem Winter will man dann den eigentlichen Knotenpunkt angehen. Hier wird die Nordtangente ihren Anfang nehmen, die Bubenheim mit Metternich verbinden soll.
Der Ikea-Kreisel wird zu einer Ampelkreuzung umgebaut, im Herbst entstehen hier die nötigen Baustraßen, nach dem Winter will man dann den eigentlichen Knotenpunkt angehen. Hier wird die Nordtangente ihren Anfang nehmen, die Bubenheim mit Metternich verbinden soll.
Foto: Sascha Ditscher

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

Damit der Verkehr auch in der Bauphase hier weiter fließen kann, wird eine "Umfahrung" um den bisherigen Kreisverkehr herum gebaut, sagt Heiko Lichtenhagen, projektbegleitender Bauingenieur beim Landesbetrieb Mobilität (LBM). Zuletzt war von einem möglichen Baubeginn in diesem Sommer die Rede gewesen.

Der Winter wird jetzt wohl dafür sorgen, dass der erste Bauabschnitt der Nordtangente erst im nächsten Sommer fertiggestellt wird. Ab diesem Oktober – wenn die Finanzierung, die zurzeit geprüft wird, auch von städtischer Seite gesichert ist – sollen zunächst die erforderlichen provisorischen Baustraßen rund um den Kreisverkehr angelegt werden. "Aufgrund des Weihnachtsgeschäftes soll mit dem eigentlichen Knotenpunktumbau erst im Jahr 2016 begonnen werden. Witterungsbedingt soll der Baubeginn daher zum Ende des Winters erfolgen", teilt das Tiefbauamt der Stadt auf Anfrage mit. Die Fertigstellung sei dann für Sommer 2016 vorgesehen.

Die reine Bauzeit für den Umbau des Knotenpunkts schätzt die Stadt, die für diesen Bauabschnitt zuständig ist, auf rund sechs Monate ein – die Baustraßen nicht eingerechnet. Der bisherige Kreisverkehr wird in eine Ampelkreuzung umgewandelt, und wie bis jetzt soll es separate Ausfahrspuren von der B 9 Richtung Globus und im Bereich der Straße "An der Römervilla" geben. Der Verkehrsfluss soll an dieser Stelle durch den Umbau besser werden als bislang, sagt Heiko Lichtenhagen, bis jetzt haben vor allem die Fahrer, die vom Globus kommen, Probleme, sich in den Verkehr einzufädeln.

Der neue Knotenpunkt wird nun so gebaut, dass beim weiteren Bau der Nordtangente kein baulicher Eingriff mehr notwendig ist. Die für die Verbindungsstraße vorgesehene Zufahrt von der Kreuzung wird bereits mit gebaut, so das Tiefbauamt. Hier werden die Fahrer später auf die "L 52 Nordentlastung Koblenz-Metternich", wie die Nordtangente offiziell heißt, auffahren. Die Straße wird im Bereich des Knotenpunkts sechsstreifig ausgebaut, drei Fahrstreifen führen in jede Richtung.

Damit der Verkehr während der Bauarbeiten an der neuen Kreuzung nicht zum Erliegen kommt, wird eine Art provisorischer Kreisel in einigem Abstand um die Baustelle herumgebaut, der nötige Grund dafür war bereits im Februar gerodet worden. Das Ziel: "Der Verkehr soll weitestgehend aufrechterhalten werden", heißt es aus dem Tiefbauamt. Im Herbst, wenn die Baustraßen gebaut werden, wird mit "sehr geringen Auswirkungen auf den Verkehr" gerechnet.

Parallel zum Bau der Kreuzung könnten auch schon an anderer Stelle die Bagger anrollen: Laut Heiko Lichtenhagen könnten die Arbeiten an der eigentlichen Straße in dieser Zeit bereits beginnen, "das hängt vom Grunderwerb ab". Dieser beschäftigt den LBM immer noch, obwohl er bereits seit über einem Jahr läuft. "Das ist sehr viel Kleinkram, viele Parzellen sind geteilt, es gibt mehrere Eigentümer, und die wohnen dann auch nicht alle hier", schildert Lichtenhagen. Probleme werden hier aber nicht erwartet, und auch die archäologischen Untersuchungen haben zwar wie erwartet viele kleinere Funde zutage gebracht, aber keine Besonderheiten, die den Bau verzögern könnten. Und: Nach einer ersten Sichtung der Untersuchungsergebnisse sieht es auch nicht so aus, als würden sich alte Kampfmittel im Boden verstecken, wo die Nordtangente herführen wird.

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