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Koblenz

Neujahrsempfang der RKK in Koblenz: Dachverband für Karnevalisten will deutlich wachsen

Reinhard Kallenbach

Die Rheinischen Karnevals-Korporationen (RKK) stehen vor einer Zeitenwende: Der Aktionsradius soll wachsen, und deshalb muss sich der Dachverband für mehr als 1000 Gesellschaften aus organisatorischer Sicht neu aufstellen. Auch in Sachen sportmedizinische Betreuung und Digitalisierung tut sich einiges. Zudem soll eine neue Generation von Ehrenamtlern aufgebaut werden.

RKK-Präsident Hans Mayer (5. von rechts), der auch das Koblenzer Tollitätenpaar begrüßte, blickt zuversichtlich nach vorn. Foto: Reinhard Kallenbach
RKK-Präsident Hans Mayer (5. von rechts), der auch das Koblenzer Tollitätenpaar begrüßte, blickt zuversichtlich nach vorn.
Foto: Reinhard Kallenbach

Beim zweiten Neujahrsempfang der RKK in der neuen Geschäftsstelle in der Carl-Spaeter-Straße war die Aufbruchstimmung deutlich zu spüren. Die Jahre der Krisen und Improvisationen sind vorbei, die Konsolidierungsphase ist abgeschlossen. Jetzt stehen die Zeichen auf Expansion. Präsident Hans Mayer gab bekannt, dass es mehrere Anfragen von Vereinen aus den neuen Bundesländern gibt. Obwohl schon immer Vereine aus dem gesamten Bundesgebiet Mitglied werden konnten, liegt der Schwerpunkt der RKK im Westen und Südwesten der Republik. Das könnte sehr bald anders werden, für den Verband könnte der Bund Deutscher Karneval (BDK) Vorbild werden. Die einst eher bescheidenen Kontakte zwischen beiden Dachverbänden wurden in den vergangenen Monaten ausgebaut. Man will voneinander lernen. Für die RKK heißt das vor allem, sich an der Organisationsstruktur des größeren BDK zu orientieren. Bislang gab es unterhalb der Verbandsführung 24 Bezirke, künftig könnte eine Regionsstruktur mit eigenen Präsidenten zwischengeschoben werden. Das Ziel: die Wege der Vereine zu ihrem Dienstleister, also dem Dachverband, besser zu organisieren. Hans Mayer verglich die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, das nicht nur in der Produktion, sondern auch in der Logistik und im Vertrieb gut aufgestellt ist. Schon jetzt scheint sich in den Bezirken viel getan zu haben. Mayer sprach bewusst die gute Zusammenarbeit und das hohe Maß an Loyalität an. Das war nicht immer so.

Vor allem bei der Organisation von Tanzturnieren wird sich einiges ändern. Die Aktiven werden künftig eine elektronisch lesbare Startkarte erhalten. Auch die Technik für die Wertungsrichter wird komplett digitalisiert. Möglich macht das die Unterstützung von Sponsoren aus dem IT-Sektor. Auch sollen die vielen Aufgaben im Tanzsport besser verteilt werden. Die bisherige zentrale Geschäftsstelle für Tänzer wird es nicht mehr geben. Die Aufgaben übernimmt jetzt ein Ausschuss mit André Piwonka an der Spitze, der selbst ein erfolgreicher Leistungstänzer war. Das Ziel: Die RKK wollen eine Europameisterschaft ausrichten. Vor diesem Hintergrund soll auch die sportmedizinische, -psychologische und -pädagogische Betreuung verbessert werden. Genau deshalb will der Verband auch die Politik in die Pflicht nehmen, ihr Versprechen, das Ehrenamt zu fördern, endlich zu erfüllen. Vielerorts sind die Trainings- und Auftrittsbedingungen angesichts zu hoher Auflagen für Vereine unzureichend. Und dann gibt es noch die uneinheitlichen Regelungen bei der Umsatzsteuer, die vielen Gesellschaften hohe Nachzahlungen beschert hat. Um Schieflagen zu vermeiden, will der Verband Partnerschaften zwischen kleinen und großen Vereinen fördern.

Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

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