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Koblenz

Neues Hallenbad für Koblenz: Steht der Zeitplan noch?

Stephanie Mersmann

Eigentlich war beim Projekt Hallenbad alles geregelt. Alle Fragen geklärt, alle rechtlichen Bedenken ausgeräumt, alle Vorbereitungen getroffen – endlich. Im nächsten Jahr sollen nun die Bauarbeiten beginnen.

Auf diesem Gelände am Rauentaler Moselbogen soll das neue Hallenbad gebaut werden. Nach jahrelangen Vorbereitungen sollen die Arbeiten im nächsten Jahr beginnen – parallel laufen aber Verhandlungen mit dem Land, ob die Stadt Koblenz Sauna und Gastronomiebereich nicht doch selbst bauen kann, nachdem kein Investor gefunden wurde.
Auf diesem Gelände am Rauentaler Moselbogen soll das neue Hallenbad gebaut werden. Nach jahrelangen Vorbereitungen sollen die Arbeiten im nächsten Jahr beginnen – parallel laufen aber Verhandlungen mit dem Land, ob die Stadt Koblenz Sauna und Gastronomiebereich nicht doch selbst bauen kann, nachdem kein Investor gefunden wurde.
Foto: Jens Weber

Jetzt aber wird doch wieder mit dem Land verhandelt, ein für alle Mal soll die Frage geklärt werden: Kann die Stadt nicht doch neben dem Schwimmbad auch Sauna und Gastronomiebereich bauen?

Vorab: Der Bau des eigentlichen Hallenbads soll sich durch diese Entwicklung nicht verzögern, betont Oberbürgermeister David Langner. Ansonsten ist mit dem Thema Sauna und Gastronomie aber eine Frage wieder offen, die man eigentlich längst abgehakt glaubte.

Ursprünglich wollte die Stadt die beiden „Extrabereiche“ selbst bauen, dann aber verlangte das Land, dass Koblenz nur das Hallenbad baut und für Sauna und Gastronomie einen privaten Investor sucht. Der wurde bekanntlich nicht gefunden – und so ist bislang geplant, dass erst mal nur ein Hallenbad gebaut wird und nicht mehr.

Im April kam dann im Stadtrat die Frage auf, ob das überhaupt nötig ist. Warum eigentlich darf die Stadt Sauna und Gastronomie nicht selbst bauen? Das ist auch deshalb eine relevante Frage, weil es immer hieß, dass just diese Bereiche Gewinn machen, ganz anders als ein Schimmbad.

Ein erstes Gespräch dazu haben Vertreter der Stadt und des Landes im Juni geführt, ein weiteres soll folgen, berichtet Langner, ein genauer Termin wurde allerdings noch nicht vereinbart. „Insgesamt gab es dabei eine größere Offenheit des Landes als bislang gegenüber dem Modell, dass die Stadt Sauna und Gastronomie selbst baut und nicht ein Investor.“

Das war nicht unbedingt zu erwarten: Zuletzt hatte Innenminister Roger Lewentz auf eine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Anna Köbberling gesagt, dass die Stadt es zunächst mit einer erneuten Ausschreibung versuchen sollte, um doch noch einen privaten Investor zu finden.

Als Grund führte das Land die fehlende Wirtschaftlichkeit eines Baus von Sauna und Gastronomie durch die Stadt an – obwohl man bislang ja davon ausgegangen war, dass diese Bereiche Geld einbringen.

Die Stadt muss nun nachweisen, dass sie selbst Sauna und Gastronomie sehr wohl wirtschaftlich betreiben könnte. „Auch wir als Stadt hätten ja kein Interesse daran, das zu machen, wenn es klar defizitär ist“, betont der OB. Bis zu dem nächsten Gespräch mit dem Land soll ein Plan vorliegen.

Der Stadtrat hat bei seiner letzten Sitzung Ende Juni schon mal ein klares Zeichen dafür gesetzt, dass die Stadt Sauna und Gastronomie selbst bauen soll, einen entsprechenden Antrag nahmen alle Fraktionen an. Aber: Falls das Land dem letztendlich doch nicht zustimmt, nützt das auch nichts. Schließlich müsste die Aufsichtsbehörde ADD – eine Landesbehörde – die Investition genehmigen.

Was aber heißt das für den Bau des eigentlichen Hallenbades? „Das Projekt wird parallel zu den Verhandlungen betrieben und verzögert sich nicht“, beschwichtigt David Langner. Das Bad wird wie vorgesehen gebaut, und dabei werden auch mögliche spätere Verbindungen mit Sauna und Gastronomie mitgedacht. Nur falls sich konkret abzeichnet, dass man die Bereiche doch zeitgleich mit dem Bad bauen kann, wäre es denkbar, eine allenfalls kurze Verzögerung hinzunehmen.

Ansonsten gilt: Die Planer und das Architekturbüro wurden bereits ausgewählt und beauftragt, bis zum Herbst werden die kompletten Planunterlagen für das Schwimmbad erstellt. Im Frühjahr 2019 sollen die Bauarbeiten am Hallenbad beginnen – und im Frühjahr 2021 soll es tatsächlich in Betrieb genommen werden, wenn alles so läuft wie geplant.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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