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Koblenz/Region

Nach offenen Personalfragen: Klinikum blickt optimistisch in das neue Jahr

Das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein soll im kommenden Jahr wieder in ruhigeres Fahrwasser kommen. Offene Personalfragen haben sich jetzt geklärt – oder sollen zeitnah eine Lösung finden. Und auch die finanzielle Seite für das kommende Jahr sieht wieder besser aus: Das Unternehmen steuert wieder schwarze Zahlen an. All das berichten der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig und Klinikumsgeschäftsführer Bernhard Mauel in einem exklusiven Interview mit unserer Zeitung.

Gute Nachrichten für Patienten und Mitarbeiter sollen dafür sorgen, dass man im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein den Blick nach vorne richten kann. Wichtige Personalentscheidungen wurden getroffen. 2016 sollen die Zukunft des Unternehmens gesichert und wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.
Gute Nachrichten für Patienten und Mitarbeiter sollen dafür sorgen, dass man im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein den Blick nach vorne richten kann. Wichtige Personalentscheidungen wurden getroffen. 2016 sollen die Zukunft des Unternehmens gesichert und wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.

Von unserem Redaktionsleiter Ingo Schneider

Hofmann-Göttig hat seit einigen Tagen das Klinikum in sein Dezernat übernommen und zur Chefsache erklärt. Er spricht jetzt aber nicht mehr nur als Vertreter der Koblenzer Interessen, er wurde jetzt einstimmig auch zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt, als Nachfolger des Bopparder Mediziners Olaf Döscher. Dieser schied auf eigenen Wunsch aus dem Amt, wie Hofmann-Göttig berichtet. Der routinemäßige Wechsel wäre in einem Jahr fällig gewesen. Zu Hofmann-Göttigs Stellvertreter wurde Otto Eggeling gewählt, der als Vorsitzender der Geschäftsführung die Geschicke des Evangelischen Klinikums Niederrhein in Duisburg leitet. Eggeling vertritt damit die kirchliche Seite der Gesellschafter im Klinikverbund.

Nicht nur die Spitze des Aufsichtsrats, sondern auch die der Gesellschafterversammlung wurde neu aufgestellt. In seiner Sitzung am Montag gab sich das Gremium mit Hans-Jürgen Gutenberger einstimmig einen neuen Vorsitzenden. Gutenberger war zuvor bereits Verwaltungsratsvorsitzender der Stiftung Evangelisches Stift St. Martin. Zu seinem Stellvertreter wurde einstimmig Alexander Saftig gewählt, der Landrat des Landkreises Mayen-Koblenz.

Und gleich zwei weitere wichtige Personalien wurden in beiden Gremien beschlossen: Die beiden künftigen Geschäftsführer des Gemeinschaftsklinikums stehen fest. Es handelt sich nach Aussagen von Hofmann-Göttig und dem aktuellen Geschäftsführer Mauel um Externe, die sich aus einem Kreis von Kandidaten, die eine Headhunter-Firma aufgetan und angesprochen hatte, in den Augen der Gremien durchgesetzt haben. Namen will noch niemand nennen, da die Verträge noch nicht unterschrieben sind. Nur so viel: Von der Qualität beider künftigen Geschäftsführer sei man "sehr überzeugt", betont Hofmann-Göttig. Und: "Wir konnten feststellen, dass die beiden sehr miteinander harmonieren."

Die Aufgabenteilung der neuen Doppelspitze ist klar: Der eine wird den kaufmännischen Part übernehmen, und zwar voraussichtlich spätestens zum 1. Juni. Der andere wird medizinischer Geschäftsführer, nach Stand der Dinge ab dem 1. Juli. Bernard Mauel wird so lange noch im Amt bleiben und seinen Nachfolger auch noch in Ruhe einarbeiten. Ohnehin sollen beide neuen Geschäftsführer bereits vor ihrem Dienstantritt am Geschehen beteiligt werden – sobald ihre Verträge unterschrieben sind.

Natürlich hängen der Erfolg der Fusion und die weitere Zukunft nicht nur an Namen – und doch sind die Besetzung der operativen Spitze und das schlagkräftige und gemeinschaftliche Zusammenspiel der Gremien ein wichtiger Faktor, damit man im Klinikum wieder optimistisch in die Zukunft blicken kann. Das tut Joachim Hofmann-Göttig. Das Jahr 2016 werde ein ganz entscheidendes für das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein werden. Erstmals habe er das Gefühl, dass allen klar ist: Der Erfolg hängt davon ab, dass alle an einem Strang ziehen. Davon, dass der Blick zurück, die Trennung der Gesellschaftergruppen und die Eifersüchteleien ein Ende haben. Und darauf baut Hofmann-Göttig.

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