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Dieblich-Nassheck

Nach Flugzeugabsturz: Sendemast ist wieder freigegeben

Nicht einsturzgefährdet ist der 280 Meter hohe Sendemast des Südwestrundfunks (SWR) in Dieblich-Nassheck nach dem tragischen Flugzeugabsturz, bei dem am Sonntagnachmittag ein 48-jähriger Pilot und seine neunjährige Tochter ums Leben gekommen waren.

Der Sendemast auf der Nassheck wurde wieder freigegeben. Eine Untersuchung hat ergeben, dass er nicht einsturzgefährdet ist.
Der Sendemast auf der Nassheck wurde wieder freigegeben. Eine Untersuchung hat ergeben, dass er nicht einsturzgefährdet ist.
Foto: Sascha Ditscher

Von unserem Redakteur Volker Schmidt

Bei der Untersuchung durch eine Spezialfirma konnten keine Schäden festgestellt werden, die die Statik des Mastes beeinträchtigen. Die Bewohner der umliegenden Häuser, die aus Sicherheitsgründen evakuiert wurden, konnten daher in ihre Wohnungen zurückkehren. Auch die Straßensperren wurden mittlerweile wieder aufgehoben.

Die Untersuchungen des Sendemastes, über die SWR-Unternehmenssprecher Wolfgang Utz am Mittwoch auf Anfrage der RZ informierte, haben allerdings weitere interessante Details zum Unfallhergang gebracht. Demnach schlug das Flugzeug in circa 75 Meter Höhe in ein zur Befestigung des Mastes gespanntes Stahlseil ein und nicht in den Mast selbst. "Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben, dass das Flugzeug im Nebel und bei sehr schlechten Sichtverhältnissen gegen eines der Abspannseile des Mastes stieß und anschließend zu Boden stürzte", bestätigte am Mittwoch auch Helmut Zirfas, der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Koblenz. Die inzwischen durchgeführte Obduktion ergab, dass "die durch den Absturz verursachten Verletzungen zum Tod des 48-jährigen Piloten und seiner neun Jahre alten Tochter" führten, so Zirfas.

Bei der Untersuchung des Sendemastes hätten die Experten festgestellt, dass das Abspannseil "heftig bewegt wurde, es konnten aber keine Veränderungen beobachtet werden, die die Tragfähigkeit des Stahlseils infrage stellen", so Wolfgang Utz. Untersucht wurden von der Spezialfirma sowohl die Verankerungen des betroffenen äußeren, südwestlichen Stahlseils (Pardunenanker), die Einschlagstelle und auch die Befestigung des Stahlseils am Mast. "Obwohl keine Schäden festgestellt wurden, beginnt der SWR mit den Vorbereitungen zum Austausch des Stahlseils", sagt Wolfgang Utz. Dazu werden in den nächsten Tagen erste Maßnahmen erfolgen, erklärte er weiter.

Die Trümmer des Flugzeugs wurden laut Angaben der Polizei inzwischen sichergestellt. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BUF) hatte bereits in der Unglücksnacht eigene Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen, die ebenfalls noch nicht abgeschlossen sind. Ein Zwischenbericht wird voraussichtlich in ein paar Monaten, ein Abschlussbericht wohl erst in einem Jahr vorliegen.

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