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    Musical: Raubacher gaben gleich zweimal Gas

    Die Karten waren in kürzester Zeit ausverkauft: Eigentlich hatte die Musical-Gruppe Roßbach nur einen einzigen Abend mit ihrem 80er-Jahre-Musical „Wir geben Gas“ in der Raubacher Mehrzweckhalle geplant. Aber die rund 400 Tickets waren so schnell vergriffen, dass die Raubacher Schützengilde und der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr als Veranstalter kurzerhand noch einen Zusatztermin vorschalteten: Damit ging es am Freitag und Samstag schnurstracks ab in ein wildes Jahrzehnt zwischen „99 Luftballons“ und gesteigertem Bruttosozialprodukt.

    Knallig bunt und voller Ohrwürmer: „Wir geben Gas“ springt mit den Zuschauern geradewegs 25 Jahre zurück in ein wildes Jahrzehnt.
    Knallig bunt und voller Ohrwürmer: „Wir geben Gas“ springt mit den Zuschauern geradewegs 25 Jahre zurück in ein wildes Jahrzehnt.

    Raubach – Die Karten waren in kürzester Zeit ausverkauft: Eigentlich hatte die Musical-Gruppe Roßbach nur einen einzigen Abend mit ihrem 80er-Jahre-Musical „Wir geben Gas“ in der Raubacher Mehrzweckhalle geplant. Aber die rund 400 Tickets waren so schnell vergriffen, dass die Raubacher Schützengilde und der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr als Veranstalter kurzerhand noch einen Zusatztermin vorschalteten: Damit ging es am Freitag und Samstag schnurstracks ab in ein wildes Jahrzehnt zwischen „99 Luftballons“ und gesteigertem Bruttosozialprodukt.


    Für die Roßbacher begann ihre Musical-Erfolgsgeschichte schon 2009: Für den jährlichen „Gemütlichen Abend“ des TuS Roßbach studierte die vereinseigene Laienspielgruppe einen Auszug aus dem ABBA-Musical „Mama Mia“ ein – und erntete Begeisterung. Die Idee für eine größere Produktion war schnell geboren. Kopf des Ganzen ist Stefan Dreser, der sich das Musical „Ich will Spaß“ zum Vorbild nahm – und kurzerhand „Wir geben Gas“ für die Roßbacher daraus machte.


    Darin geht es um Freiheit, freie Liebe, Familie und Ehealltag, aber auch um Rebellion und Freundschaft, eben jene Themen, die die Menschen nicht nur in der knallbunten Pop-Ära bewegten: Während Rosi (Desiree Nöllgen) und Cleo (Saskia Udert) davon träumen, nach dem Abitur um die Welt zu reisen und mit ihren Freundinnen eine Band zu gründen, geht die Ehe von Rosis Eltern (Dirk Zickenheiner und Inka Oettgen) in die Binsen und Cleos Mutter (Silke Reschke) kämpft als leidenschaftliche Friedensaktivistin. Leichter wird es auch nicht, als Chloe sich in Ritch (Stefan Dreser) verliebt, denn der muss sich um seinen kleinen Bruder Tommie (Jonathan Schumacher) kümmern, bis der lange verschollene Vater (Eberhard Weyer) plötzlich im heimischen Wohnzimmer steht. Neben der Story lebt das Musical aber natürlich von den Ohrwürmern, von „Hurra, Hurra, die Schule brennt“, „Ich will Spaß“ und „Wunder geschehen.“


    Nach zwei erfolgreichen Aufführungen in Roßbach und einem Gastspiel in Neitersen begeisterte die ambitionierte Truppe mit rund 20 Aktiven auf der Bühne nun zweimal je 400 Zuschauer in der vollen Raubacher Mehrzweckhalle. Wie immer ging der Erlös an einen guten Zweck: Alle Einnahmen kommen der Kinderkrebshilfe Gieleroth zugute. Insgesamt konnten die Roßbacher schon mehr als 10.000 Euro für die Familien, die der Hilfsverein betreut, einspielen. Bemalte Plakate an den Wänden, dazwischen knallbunte Riesenschleifen und einiges mehr als 99 Luftballons im ganzen Saal verteilt: Die Dekoration hatten die Roßbacher gleich mit im Gepäck und sie scheinbar direkt aus den Achtzigern mitgebracht, zusammen mit Schulterpolstern und Fönfrisuren, grünen Strumpfhosen und pinken Miniröcken.


    „Die Farbkombinationen der Kostüme sind für Personen mit schwachen Herzen oder Augenleiden nicht geeignet“, warnen die Roßbacher vorsichtshalber gleich zu Beginn ihrer knapp dreistündigen Show. An akuten Augenkrämpfen dürfte aber keiner der Raubacher Zuschauer gelitten haben: Das Publikum war viel mehr mit dem Mitträllern und Klatschen beschäftigt. Dass die Akteure zum größten Teil mit Playback gesungen haben, störte niemanden. Schließlich geben die Roßbacher auf der Bühne die ganze Zeit Vollgas, wie er der Titel ihrer Show verspricht. Der Traum der Truppe ist es übrigens, einmal auf der Bühne einer großen Sporthalle einen vollen Saal zu begeistern. Stefan Dreser arbeitet inzwischen schon an einem ganz eigenen Musical. Damit dürfte der Traum der Roßbacher Hobby-Stars doch locker zu erfüllen sein … (Angela Göbler)

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