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    "Miniwelt" in Oberstaufen zeigt Rhein und Mosel im Miniaturformat

    Oberstaufen/Region - Sie ist ein Stück Rheinland-Pfalz mitten im Allgäu: die "Miniwelt" in Oberstaufen. Dabei handelt es sich um eine Modellbahnanlage die die reizvollen Flusslandschaften von Rhein und Mosel darstellt.

    Das Deutsche Eck in Koblenz ist der absolute Hingucker der Miniwelt in Oberstaufen, wo die Flusslandschaft an Rhein und Mosel nachgebaut ist. Zieht die Anlage bald nach Rheinland-Pfalz um?
    Das Deutsche Eck in Koblenz ist der absolute Hingucker der Miniwelt in Oberstaufen, wo die Flusslandschaft an Rhein und Mosel nachgebaut ist. Zieht die Anlage bald nach Rheinland-Pfalz um?
    Foto: Miniwelt Oberstaufen

    Sie ist ein Stück Rheinland-Pfalz mitten im Allgäu: die "Miniwelt" in Oberstaufen. Dabei handelt es sich um eine Modellbahnanlage, die auf einer Fläche von 300 Quadratmetern die reizvollen Flusslandschaften von Rhein und Mosel darstellt. Zu sehen sind unter anderem das Deutschen Eck, die Pfalzgrafenstein bei Kaub, das Viadukt bei Pünderich, die Doppelstockbrücke bei Bullay oder die Cochemer Reichsburg. Doch die Tage der "Miniwelt" sind gezählt. Der Besitzer sucht einen Käufer - am liebsten in Rheinland-Pfalz.

    "Wir suchen jemanden, der diese Anlage übernimmt", sagt Heribert Stadtfeld. Der passionierte Modellbahner hat die "Miniwelt" zusammen mit den Schreinermeistern Manfred Münster und Markus Skottki sowie Familienangehörigen von November 1998 bis Juli 1999 aufgebaut. In liebevoller Kleinarbeit, mit großer Liebe zum Detail. Der gebürtige Bullayer nahm dabei das Mosel- und das Rheintal zum Vorbild. Koblenz sollte das Zentrum der Anlage bilden, von dort ausgehend wurden die beiden Flusstäler im Maßstab 1:87 nachempfunden. Dabei hat Heribert Stadtfeld auf eine möglichst originalgetreue Nachbildung geachtet. Gerade diese Details machen die "Miniwelt" zu einem besonderen Erlebnis.

    Entstanden ist seitdem in Oberstaufen eine beeindruckende Anlage, die jeden Besucher rasch in ihren Bann schlägt. Rund 2400 Meter Gleislänge wurden hier verbaut, 400 Weichen regeln den Bahnverkehr, es gibt mehr als 200 Züge und 2430 Waggons. 26 000 Bäume wurden "gepflanzt", 5000 Figuren beleben die Anlage, 600 Gebäude sind hier zu finden - imponierende Zahlen für eine imponierende Modellbahn. Heribert Stadtfeld ist seit Kindheitstagen begeisterter Modellbahner. Mit einer kleinen Spielanlage, die er gemeinsam mit seinem Bruder besaß, fing es an. Und die Begeisterung für den Modellbahnbau ließ nie nach. Vor allem die technischen Basteleien haben den gelernten Elektrotechniker immer wieder fasziniert. Anfang der 80er-Jahre besuchte er bei einem Urlaub in Bayern eine Modelleisenbahnanlage. Dem Betreiber half er bei der Verbesserung der Anlagensteuerung. Nur wenige Jahre später konstruierte Stadtfeld für denselben Betreiber eine Anlage, die in Kanada in der Nähe der Niagarafälle aufgebaut wurde. Dies alles ließ in dem Modellbahner den innigen Wunsch entstehen, eine eigene Anlage aufzubauen.

    In Oberstaufen im Allgäu wurde er fündig. Dort stand eine entsprechende Halle, in der Heribert Stadtfeld mit seinem Team in neun Monaten die "Miniwelt" entstehen ließ. "Das Allgäu war für mich deshalb ein interessanter Standort, weil hier ganzjährig Touristen sind und ich ja auch wollte, dass die Anlage der Öffentlichkeit zugänglich ist und möglichst viele Menschen kommen können." Die Besucherzahlen geben ihm da recht. Bis zu 40 000 Menschen kamen seitdem im Schnitt jährlich und zeigten sich begeistert von der "Miniwelt".

    "Der Rhein und die Mosel gehören für mich zu den faszinierendsten Flusslandschaften Europas", macht Heribert Stadtfeld deutlich, wenn er gefragt wird, warum im Allgäu nicht die Alpen in seiner Modellbahnanlage zu sehen sind. Doch es gibt noch einen weiteren Grund: "Im Allgäu fährt kein ICE. Und der gehört nun mal auch in eine solche Anlage."

    Doch die Miniwelt in Oberstaufen ist bald Geschichte. Mit dem Vermieter der Halle gibt es Probleme, Heribert Stadtfeld will wieder zurück an die Mosel. Und würde natürlich gern auch die Anlage mitnehmen. "Sie soll dahin, wo sie hingehört - an die Mosel oder an den Rhein", betont er. Darum sucht er einen Käufer aus Rheinland-Pfalz, der diese Anlage in der Region wieder aufbaut und der Öffentlichkeit zugänglich macht - noch dieses Jahr, hofft dabei der Modellbahner. "Es wäre schön, wenn die Miniwelt dann in Rheinland-Pfalz wieder entstehen würde", sagt Stadtfeld voller Hoffnung.

    Kontakt: Miniwelt Oberstaufen, Wengen 15, 87534 Oberstaufen, Telefon 08386/960 711: Infos im Internet unter www.miniwelt-oberstaufen.de - dort ist auch ein Video zu sehen, das in der Anlage entstanden ist.

    Dieter Junker

    Koblenz
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