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Koblenz

Mehr Platz für den Straßenkarneval: Wie zwei Wirtinnen die Fastnacht bereichern wollen

Sieht man einmal vom traditionsreichen großen Rosenmontagszug ab, konnte man Koblenz lange Zeit nicht unbedingt als Hochburg des Straßenkarnevals bezeichnen. Seit einigen Jahren ist das ganz anders. Und in dieser Session gibt es sogar noch eine Zugabe. Einerseits hat die Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK) dem närrischen Treiben durch den Umzug vom Jesuitenplatz auf den Münzplatz neue Dimensionen gegeben, andererseits rückt jetzt auch der Plan in den Mittelpunkt des Geschehens. Eine private Initiative mit mehreren Partnern machte dies möglich.

Heike Steindorf und Birgit Bittau-Schwarzkopf wollen dazu beitragen, den Koblenzer Straßenkarneval zu bereichern. Am Schwerdonnerstag und am Rosenmontag ziehen sie ihr Programm deutlich größer auf als in den Vorjahren.
Heike Steindorf und Birgit Bittau-Schwarzkopf wollen dazu beitragen, den Koblenzer Straßenkarneval zu bereichern. Am Schwerdonnerstag und am Rosenmontag ziehen sie ihr Programm deutlich größer auf als in den Vorjahren.
Foto: Reinhard Kallenbach

Am Schwerdonnerstag und Rosenmontag wird auf dem Platz unter der Devise „PlanOlau“ gefeiert. „Mit Überraschungen“, kündigt Birgit Bittau-Schwarzkopf an. Gemeinsam mit ihrer Schwester Heike Steinkopf hat sie die Idee entwickelt. Das Motiv: Mehr Platz in und um ihr „Plan-Stübchen“ zu schaffen, das seit Jahren vor allem in den Karnevalstagen Sonderlagen meldet. „Viele kamen einfach nicht mehr rein, wir mussten etwas tun“, erklärt Heike Steindorf. In den vergangenen Jahren hat das Familienkollektiv erste Versuchsballons starten lassen. Die Premiere gab es in der Session 2013/14, als der Narrenclub Waschem das Tollitätenpaar stellte. Der damalige Beweggrund, ein Vorzelt und eine kleine Bühne aufzustellen: Weil die Schwestern selbst aus Wallersheim stammen, wollten sie für den Verein etwas tun. Es folgte eine kleine Lösung an den tollen Tagen 2017 – ein Kölschstand vor der Kneipe. Doch richtig zufrieden waren beide damit nicht. Und dafür gibt es einen einfachen Grund. Wenn Narren feiern, wollen sie meistens auch etwas essen. Deswegen lag es nahe, dieses Mal weitere Unternehmen mit ins Boot zu holen, um am Konzept und anderer Ausführung zu feilen.

„Entweder machen wir so etwas richtig oder gar nicht“, betonen die Schwestern. Und genau deshalb sind dieses Mal unter anderem die Genusswerkstatt und der Großgastronom Lanser mit im Boot. Außerdem wird das Ganze von einem Rahmenprogramm begleitet.

Los geht das Spektakel am morgigen Donnerstag, 8. Februar, pünktlich um 11.11 Uhr mit einem „Möhnenfrühstück“, bei dem Torty de Banana auftreten wird. Danach wird DJ Aqua in einem eigens aufgebauten, rund sechs Meter hohen Turm auflegen. Auch hat das Männerballett der Narrenzunft Gelb-Rot sein Kommen angekündigt. Darüber hinaus dürfte es noch einige Spontanauftritte geben. „Wir haben weitere Zusagen, aber mehr wird nicht verraten“, erklärt Birgit Bittau-Schwarzkopf. Die Herren der Schöpfung sollten wissen, worauf sie sich am Schwerdonnerstag einlassen. Denn für jede abgeschnittene Krawatte erhalten Möhnen eine Getränkeermäßigung.

Zum zweiten Mal „PlanOlau“ heißt es dann an Rosenmontag, 12. Februar. Los geht es wieder ab 11.11 Uhr – dieses Mal mit einem Schängelfrühstück, wobei D Jay Pee auflegen wird. Wenn der „Zuch“ startet, wird es vorübergehend etwas ruhiger, danach geht es wieder ungebremst weiter. Denn es haben sich bereits mehrere Karnevalsvereine angekündigt, darunter auch einige Spielmannzüge. Ab etwa 17 Uhr wird der Lichtkünstler Garry Krätz mit Unterstützung von Magic Light den Plan mit buntem Licht illuminieren. Übrigens: Jeder, der an diesem mit dem offiziellen Romo- Anstecker der AKK, dem „Pfefferminze“, vorbeikommt und dessen eingravierte Ziffern eine närrische Zahl zeigt, erhält ein nettes Geschenk.

Die beiden Wirtinnen sind optimistisch, dass die Premiere ein Erfolg wird, zumal auch die Wetterprognose gut ist. Es wird zwar kalt, doch es bleibt trocken. Eine Konkurrenzsituation mit der AKK-Feier auf dem Münzplatz sehen sie nicht, weil sich die Zielgruppen unterscheiden. Denn traditionell zieht das Plan-Stübchen vor allem die reiferen Jahrgänge an.

ka

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