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Koblenz

Layer Fähre: Stadt wartet Prüfung des Pächters ab

Eine für viel Geld sanierte Layer Fähre, aber kein Betreiber: Das könnte der Stadt Koblenz drohen.

Auf ihm ruhen die Hoffnungen: Ralf Leurs wird der neue Fährmann in Lay – wenn er die theoretische und praktische Prüfung besteht.
Auf ihm ruhen die Hoffnungen: Ralf Leurs wird der neue Fährmann in Lay – wenn er die theoretische und praktische Prüfung besteht.
Foto: Mazur Agatha

Von unserer Reporterin Agatha Mazur

Denn die Stadt steckt in einer Zwickmühle: Für die brach liegende FähreStadt Koblenz drohen. in Lay hatte sich ein neuer Pächter gefunden – der allerdings erst die Prüfung ablegen muss, bevor er seine Arbeit aufnehmen kann. Um die Prüfung auf der Fähre abzulegen, muss die allerdings erst instand gesetzt werden. Im momentanen Zustand darf sie ihren Betrieb nicht aufnehmen – noch nicht einmal für einen Tag. Das war der ursprüngliche Plan gewesen. Die Stadt wollte eine Tageszulassung erwirken, damit der Pächter an diesem Tag seine praktische Prüfung auf ihr ablegen kann. Doch diese Tageszulassung bekommt die Fähre nicht: Die Blechstärke im Rumpf ist unzureichend.

Das bedeutet, dass die Stadt zuerst die Fähre sanieren müsste, damit der designierte Pächter überhaupt die Möglichkeit hat, seine Prüfung abzulegen. Das kollidiert mit dem ursprünglichen Vorschlag der Stadtverwaltung: Sie hatte, bevor sie dem neuen Pächter den Zuschlag gab, ausgemacht, die Fähre erst instand zu setzen, wenn der künftige Pächter sein Fährzeugnis in der Tasche hat. Diese Aussage kann sie nun nicht mehr aufrecht erhalten. Aber was, wenn die Stadt die Fähre instand setzt, aber der neue Pächter die Prüfung nicht besteht? Dann bleibt Koblenz auf einer Fähre ohne Fährmann sitzen.

Dieses Szenario wurde auf der jüngsten Stadtratssitzung diskutiert. Die Ratsmitglieder einigten sich auf folgende Vorgehensweise: Sie warten ab, ob der designierte Fährmann seine theoretische Prüfung am 1. Februar besteht. Daraufhin wird die Fähre für voraussichtlich knapp 78 000 Euro saniert, sodass der Fährmann auf ihr seine praktische Prüfung ablegen kann.

Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig ist zufrieden mit dem Kompromiss: "Das ist ein pragmatischer Vorschlag." Die Stadt investiert Geld "auf Risiko", räumte Hofmann-Göttig ein, aber bereits in der Stellungnahme der Stadt war von einer "alternativlosen" Vorgehensweise die Rede. So konnten auch Kritiker von FDP und FBG zufrieden gestellt werden, die eine Einstellung des Fährbetriebs gefordert hatten. Sobald die Fähre instand gesetzt ist und der Fährmann seine theoretische Prüfung bestanden hat, kann er in der zweiten Märzhälfte seine praktische Prüfung ablegen. Somit wäre das erklärte Ziel der Stadt, den Fährbetrieb auf der Mosel zum 1. April aufzunehmen, immer noch realistisch.

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