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    KOPIE_ID_499993/Wird RKK-Präsident gestürzt?

    Die neuen Gema-Gebühren und Nachwahlen zum Vorstand: Auf den ersten Blick sieht die Tagesordnung der Rheinischen Karnevals-Korporationen (RKK) für die Hauptversammlung am Abend unspektakulär aus. Doch in Wirklichkeit hängt der Haussegen im bundesweit aktiven zweitgrößten karnevalistischen Dachverband wieder einmal schief. Im Mittelpunkt der Kritik: Präsident Peter Müller.

    RKK-Chef Peter Müller
    RKK-Chef Peter Müller
    Foto: dpa

    Passend zur RKK-Tagung im Haus Horchheimer Höhe hat der frühere Vizepräsident Herbert Stoffel einen Brandbrief verschickt, in dem er den Präsidenten zum Rücktritt auffordert. Müller zeigt sich im Gespräch mit unserer Zeitung völlig überrascht und weist alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe als haltlos zurück. Worum es geht? Die Kritiker werfen Peter Müller vor, er betrachte seine Präsidentschaft als Alleinherrschaft und handele ohne Rücksprache mit anderen Vorstandskollegen. Im Zentrum der Kritik stehen die hohen Reisekosten des Präsidenten und der Vorwurf satzungswidriger finanzieller Abwicklungen. Nicht zuletzt hält die „Opposition“ dem Vorstandschef vor, er lasse nichts unversucht, alle Führungsposten mit Vertrauten zu besetzen, mit denen er privat eng befreundet ist.

    „Ich dachte, das alles sei vom Tisch“, wundert sich Peter Müller, der bereits eine Reihe von Konflikten überstehen musste. So hatte sich im Frühjahr 2010 die „RKK-Liga“ zu Wort gemeldet. Das damalige Ziel: den gesamten damaligen Vorstand zu stürzen und durch eigene Leute zu ersetzen. Der Vorstoß scheiterte seinerzeit vor allem deshalb, weil der amtierende Präsident gerade bei den Vereinen, die den Tanzsport pflegen – und das ist die Mehrheit –, den größten Rückhalt besitzt. Denn: Peter Müller packt auch mal beim Aufbau spontan mit an, was wiederum bei seinen Kritikern nicht gut ankommt. Manches Mitglied des Ehrenrates wünscht sich einen „würdigeren“ Präsidenten mit einem entsprechenden Auftreten. Aber es geht nicht nur um Außenwirkung, sondern auch um Geld. Die jährlichen Reisekosten des Präsidenten liegen nämlich im fünfstelligen Bereich. Das überrascht nur bei oberflächlicher Betrachtung. In seiner Eigenschaft als Präsident muss Müller, der im Raum Altenkirchen lebt, viel reisen – nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern vor allem in die benachbarten Bundesländer. Für seine eigene Arbeit erhält er – wie auch alle anderen Vorstands- und Präsidiumsmitglieder – keinen Cent.

    Interessant ist, dass ausgerechnet Aktive aus dem engeren Zirkel zu Peter Müller halten, obwohl sie selbst den Vorstand verlassen haben. Und von diesen „Ehemaligen“ gibt es reichlich. In der seit 2007 währenden „Ära Müller“ wurden, so die Kritiker, 17 Vorstandsmitglieder verschlissen. Aus Sicht eines ehemaligen Gremienmitgliedes, das namentlich nicht genannt werden will, ist auch dies relativ zu bewerten. Denn: Ein RKK-Vorstandsposten ist nicht nur mit viel Ehre, sondern eben auch mit viel Arbeit verbunden. Und gerade Letzteres wird oft unterschätzt. Die Folge: So mancher wirft nach nur einem Jahr das Handtuch.

    Für Herbert Stoffel ist das alles nicht so einfach. Er weist darauf hin, dass angesichts einer fragwürdigen Amtsauslegung des Präsidenten sogar Geschäftsführerin und Schatzmeister das Handtuch geworfen haben. Er selbst betont, ursprünglich ein Unterstützer Müllers gewesen zu sein. „Ohne mich wäre er nie zum Präsidenten gewählt worden“, sagt der Karnevalist, der sich seit 40 Jahren für den Dachverband engagiert.

    Von unserem Redakteur Reinhard Kallenbach

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