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Koblenz

Koblenzer Heeresmusikkorps, Stadttheater-Solisten und Duo Akzent begeistern am Volksliedernachmittag

Ein bisschen Oper, ganz viel Schlager, ein wenig Karneval und reichlich Volksmusik: Diese Mischung begeisterte mehr als 1000 Senioren, die auf Einladung des Koblenzer Amtes für Jugend, Familie, Senioren und Soziales der Stadt Koblenz zum 35. Volksliedernachmittag in die Rhein-Mosel-Halle gekommen waren.

Immer wieder stimmte das Publikum mit ein – vor allem bei den alten Volksweisen.
Immer wieder stimmte das Publikum mit ein – vor allem bei den alten Volksweisen.
Foto: Annette Hoppen

Von unserer Mitarbeiterin Annette Hoppen

Vor allem bei den alten Volksweisen verwandelte sich das Publikum in einen riesigen Chor. Und immer wieder gab es auch spontane Tanz- und Schunkeleinlagen.

Mit Schlagern begeisterte das Duo Akzent.
Mit Schlagern begeisterte das Duo Akzent.
Foto: Annette Hoppen

Närrisch angehaucht war der Volksliedernachmittag derweil nicht nur deshalb, weil Sängerin Susi Elmers vom Duo Akzent zu Buga-Zeiten als Confluentia regierte, sondern vor allem durch die humoristisch-spitzzüngige und immer wieder schlagfertige Moderation von Altstadt-Original Manfred Gniffke. Dass der oberste Stadtchef Joachim Hoffmann-Göttig wegen anderer Termine nicht pünktlich zur Veranstaltung erscheinen konnte, kommentierte Gniffke keck mit den Worten: "Der OB wäre jetzt eigentlich auch hier. Aber manchmal haben wir auch Glück und er kommt später."

Das Heeresmusikkorps überraschte mit einer Dudelsack-Einlage.
Das Heeresmusikkorps überraschte mit einer Dudelsack-Einlage.
Foto: Annette Hoppen

Stattdessen begrüßte Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein (O-Ton Gniffke: "ein goot Dier") die Senioren. In Koblenz kann man gut alt werden, betonte Hammes-Rosenstein nicht nur im Hinblick auf den Volksliedernachmittag, sondern auch auf die Bevölkerungsstatistik. 31 Mitbürger der Rhein-Mosel-Stadt sind derzeit 100 Jahre alt und älter. Schmunzelnd fügte sie hinzu: "Bei den Geschlechtern gibt es aber noch ein Ungleichgewicht. Es sind 28 Frauen und 3 Männer." Das wiederum verleitete Gniffke zu dem Kommentar: "Die drei Männer müssen bei der Stadtverwaltung gearbeitet haben." Lachsalven im Saal. Dann aber übernahmen die Soldaten des Koblenzer Heeresmusikkorps das Regiment: "Die Gedanken sind frei" schallte es zur Blasmusik durch den Saal. "Wunderbar. Ist das nicht wunderbar", raunte ein älterer Herr seiner Begleiterin zu, stimmte dann aber sogleich wieder stimmgewaltig in die zweite Strophe ein.

Vor allem die schottische Volksweise "Amazing Grace", zu der ein Dudelsackspieler der Heeresmusikanten in die Halle einzog (Gniffke: "Ich dachte immer, Dudelsack ist eine Krankheit. Jetzt weiß ich, es ist ein Instrument"), war einer der Höhepunkte des Nachmittags. Am enthusiastischen sang das Publikum indes beim abschließenden Volksliederpotpourri mit, eingeläutet mit "Kein schöner Land in dieser Zeit" und mit dem stimmungsvollen Finale des Schängelliedes.

Für eine Klassik-Einlage sorgten unterdessen vor der Pause Bariton Christoph Plessers und Pianist Karsten Huschke vom Koblenzer Stadttheater. Für die Arie des Figaro aus dem "Barbier von Sevilla" erntete Plessers einen regelrechten Beifallssturm, der noch einmal stärker aufbranden sollte, als er später "Dunkelrote Rosen" aus der Operette Gasparone anstimmte.

Haruna Yamazaki begeisterte mit "Ich glaube an Dich und die Deine Liebe" aus der Schlageroperette "Hochzeitsnacht im Paradies." Ganz auf Schlager und Evergreens eingestimmt präsentierte sich nach der Pause das Duo Akzent mit dem Sängerduett Susi Elmers und Frank Geisen sowie Alex Greib am E-Piano. Mit der Song-Auswahl konnten die drei auch nichts falsch machen: "Ein Schiff wird kommen", "Capri Fischer", "Liebeskummer lohnt sich nicht", "Tanze mit mir in den Morgen". Die Melodien längst vergangener Schlagertage trafen genau den Nerv des Publikums. Nur als die drei Musiker "Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel" anstimmten, wurde es etwas ruhiger im Saal.

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