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    Koblenzer Forschungsprojekt: Wirtschaftskraft des Karnevals ist messbar

    Wenn am übernächsten Dienstag die neuen Koblenzer Tollitäten offiziell vorgestellt werden, dürfte im Rathaussaal auch über ein ganz neues Thema gesprochen werden: die Bedeutung der heimischen Faasenacht für die regionale Wirtschaft. Diese will die Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK) nämlich untersuchen lassen.

    Der Dachverband für 44 närrische Korporationen in der Stadt hat für das Projekt einen interessanten Partner gefunden: den Fachbereich Betriebswirtschaft der Hochschule Koblenz. Dort forscht und lehrt auch Prof. Dr. Mark Sellenthin, der unter anderem auf regionalökonomische Themen spezialisiert ist. Er wird die Untersuchung in ein Forschungsprojekt einbinden, an dem auch Vanessa Blaeser, Jessica Henn, Marion Koletzko, Dominika Kozioll, Katharina Strebel und Elisa Zimmermann mitwirken.

    Die jungen Frauen studieren derzeit im sechsten Semester und sind karnevalistisch „vorbelastet“. Bis Ende November werden sie einen Fragenkatalog entwickeln, eine Onlinebefragung abschließen und die darüber hinausgehenden Daten sichten. Die eigentliche Auswertung wird Mark Sellenthin jedoch selbst übernehmen.

    Der Professor machte bei der Präsentation des Projektes im Rheinischen Fastnachtsmuseum deutlich, dass er sich zunächst vor allem auf die Leistungen der Koblenzer Vereine innerhalb einer Session konzentrieren will. Seine Umfrage wird deshalb auch die Koblenzer Vereine einbeziehen, die nicht der AKK angehören. Denn: Gerade auch Rübenach und Arzheim sind Hochburgen. Würde man die Stadtteile und ihr reiches Vereinsleben nicht berücksichtigen, wäre die Studie nur eingeschränkt verwertbar. So aber lässt sich genau ermitteln, was die Vereine erwirtschaften und in die Region reinvestieren. Die Korporationen erhalten damit wichtige Argumentationshilfen, wenn es um die Pflege von Veranstaltungen und das Anwerben von Sponsoren geht. Auch die AKK selbst profitiert, denn auch die Veranstaltungen des Dachverbandes werden analysiert.

    Allerdings gibt es auch Punkte, die ein solches Projekt schon allein wegen seiner zeitlichen Grenze von sechs Monaten nicht leisten kann. Dazu gehört zum Beispiel eine Befragung im Bereich von Gastronomie und Hotellerie. Diese müsste im Rahmen einer weiteren Studie „aufgesattelt“ werden. Technisch ist das Problem relativ leicht zu lösen, da die laufende Untersuchung so aufgebaut ist, dass sie durch weitere Module ergänzt werden kann. Allerdings gibt es ein praktisches Problem: Die Erfahrung zeigt, dass so mancher Gastronom seine Umsätze und saisonale Schwankungen ungern verrät – auch wenn, wie im konkreten Fall, alle Daten anonym erhoben werden. Deshalb schlägt der AKK-Vorstand vor, zumindest den Fachgroßhandel zu befragen. „Wir berücksichtigen grundsätzlich alle Daten, die wir erhalten“, so Mark Sellenthin, der Ende November mit der AKK über die ersten Ergebnisse sprechen wird.

    Der AKK-Vorstand appelliert an alle Koblenzer Karnevalsvereine, sich an der Befragung zu beteiligen. Präsident Franz-Josef Möhlich und seine Mitstreiter wollen die Vereine in den kommenden Tagen anschreiben.

    Von unserem Redakteur Reinhard Kallenbach

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