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    Koblenzer Fährhaus am Stausee: Pläne für Umbau liegen vorerst auf Eis

    Das bisherige Fährhaus am Stausee, das die Besitzer im Sommer 2013 verkauft hatten, könnte deutlich umgebaut und erweitert werden.

    Das Fährhaus am Stausee soll sich deutlich verändern - doch die Pläne von für den Umbau stoßen auf Widerstand der Anwohner.
    Das Fährhaus am Stausee soll sich deutlich verändern - doch die Pläne von für den Umbau stoßen auf Widerstand der Anwohner.
    Foto: Sascha Ditscher

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

    Im Herbst sollen die Arbeiten beginnen, hofft der neue Besitzer Frank Gotthardt. Die Metternicher Kirchengemeinde St. Johannes hat dafür ein angrenzendes Grundstück an den neuen Besitzer verkauft, und das Bistum hat dies mittlerweile genehmigt. Die Nachbarn aber ärgern sich aus mehr als einem Grund über diesen Vorgang.

    Zum einen sorgen sich die Anwohner des Areals darum, dass sich die neue Bebauung bei einem (an dieser Stelle nicht seltenen) Hochwasser negativ auswirken könnte. Außerdem versteht man nicht, warum die Kirche überhaupt die Grundstücke veräußert - obwohl den Anwohnern vorher verwehrt worden sei, diese selbst zu erwerben. Damals lautete die Aussage der Gemeinde: Die Grundstücke würden nicht verkauft.

    Dies ist nun hinfällig. Die bischöfliche Pressestelle bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung, dass der Grundstücksverkauf genehmigt wurde. Darüber hinaus sind weder das Bistum noch die Kirchengemeinde gegenüber der RZ zu irgendeiner Stellungnahme bereit, auch in einem Schreiben an die Anwohner gibt man sich zugeknöpft: Es bestehe schließlich keine Auskunftspflicht.

    Nachbarn kritisieren Gemeinde

    "Nun wird ein Verkauf mit erhöhtem Gewinn durchgezogen, ohne Rücksicht auf die Anlieger", empört sich Roland Schiep in einem Brief an die Beschwerdestelle des Generalvikariats. Er und auch der direkte Nachbar Wolfgang Weller schildern übereinstimmend, dass mehrere Familien Grundstücke in dem Areal an der Mosel gepachtet haben, die bislang der Kirchengemeinde gehörten. Die Verträge sollen bis 2015 laufen. "Es entstand hier eine sehr gepflegte grüne Lunge", betont Roland Schiep.

    Eine Familie sei zudem immer wieder beim Verwaltungsrat der Kirche vorstellig geworden, um ein Grundstück zu kaufen - ohne Erfolg. Nun fühlen sich die Nachbarn übergangen und schlecht informiert.

    Frank Gotthardt, Vorstandsvorsitzender der Koblenzer Compu- group Medical AG, hat das Fährhaus privat erworben und äußert sich auf Anfrage der RZ nun erstmals öffentlich zu den Plänen. "Das Fährhaus soll nach einer grundlegenden Renovierung des bestehenden Objekts wieder als Hotel mit Restaurant eröffnet werden", sagt er und spricht von einem "Schmuckstück für den Moselstausee", einem "angenehmen und sicheren Arbeitsplatz" und einer "unstrittigen Aufwertung des Geländes".

    Hotel soll abgerissen werden

    Wie diese Renovierung aussehen soll, dazu äußert sich Gotthardt nicht. Schilderungen der Nachbarn zufolge, die der neue Besitzer und der Architekt kürzlich über die Planungen informierten und die anders als die Medien die Bauvoranfrage einsehen durften, soll das alte Hotel-Restaurant bis auf die Grundmauern abgerissen, neu errichtet und angeblich auch vergrößert werden. Zudem sollen auf den rückwärtigen bisherigen Gartengrundstücken Parkplätze entstehen.

    Pläne, zudem einen großen Erweiterungsbau zu errichten, scheinen sich erledigt zu haben. Im Falle eines Hochwassers hätte sich der Gebäudekomplex offensichtlich negativ ausgewirkt, die Nachbarn fürchteten eine Verlagerung der Strömungslinie der Mosel. Eine Genehmigung wäre jedenfalls problematisch gewesen. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord hat sich nach eigener Aussage kritisch zu den damaligen Plänen geäußert. Gotthardt selbst spricht von einer "umweltfreundlichen und hochwassergerechten Planung: "Der Hochwasserschutz wird in jederlei Hinsicht gewährleistet." Die Anwohner seien nach der Präsentation erleichtert gewesen.

    Die Genehmigung des Umbaus ist jedenfalls noch nicht durch. Die Stadt teilt mit: "Der Architekt und Herr Gotthardt haben die Bauvoranfrage wegen der Lösung der Aufgabenstellung ,Hochwasser‘ ruhend gestellt und arbeiten zurzeit intern an einer neuen Alternative, bevor das Verfahren wieder von diesen in Gang gesetzt wird." Gotthardt zufolge finden derzeit erforderliche Abstimmungen statt, um die Auflagen der Behörden zu erfüllen.

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