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    Koblenz: Die neue "Wache Nord" ist jetzt Heimat für die Freiwilligen Wehren Metternich, Neuendorf und Kesselheim

    Für den Stadtvorstand in Koblenz gab leich zwei Gründe, hoch zufrieden zu sein. Zum einen läuft die Realisierung des neuen Zentralen Betriebshofes nach Plan. zum anderen ist die neue "Wache Nord" bereits voll funktionsfähig.

    Werksleiter Edgar Mannheim (3. von rechts) führte die Teilnehmer der Einweihungsfeier über das Gelände, auf dem die Einheiten des neuen Zentralen Betriebshofes bereits deutliche Konturen angenommen haben.
    Werksleiter Edgar Mannheim (3. von rechts) führte die Teilnehmer der Einweihungsfeier über das Gelände, auf dem die Einheiten des neuen Zentralen Betriebshofes bereits deutliche Konturen angenommen haben.
    Foto: Reinhard Kallenbach

    Die neue Heimat für die Freiwilligen Wehren aus den Stadtteilen Metternich, Neuendorf und Kesselheim wurde am Nachmittag offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Sie ist auch ein Symbol für eine erfolgreiche Umstrukturierung der Koblenzer Feuerwehr.

    Rund 450 Feuerwehrleute gibt es zurzeit in Koblenz. Zur Berufsfeuerwehr gehören "nur" 96. Nicht umsonst sprach Marie-Theres Hammes-Rosenstein von einem ganz besonderen Ehrenamt, das Männer und Frauen 365 Tage im Jahr fordert. Denn die Einsätze kommen meist ohne Vorlaufzeit. "Sie retten Leben und riskieren dabei ihr Leben", brachte es die Bürgermeisterin auf den Punkt und leitete damit zu einem Thema über, das den Nachmittag prägte: Auch ehrenamtliche Helfer brauchen professionelle Ausrüstungen. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Bemühungen, die Rahmenbedingungen für die Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt zu verbessern, bis in die 80er-Jahre zurückreichen. In der Praxis ging es dabei nicht nur um die Ausrüstung, sondern auch um die Organisation.

    Für Branddirektor Wolfgang Schröder ist die im Frühjahr 2012 begonnene "Neue Wache", in die die Feuerwehreinheiten im Juni eingezogen sind, auch ein Symbol für einen Umstrukturierungsprozess, der nun abgeschlossen ist. In dessen Verlauf wurde die Zahl der Standorte im Stadtgebiet von 14 auf 11 verringert. Mit dieser Umstellung gingen auch Modernisierung, Ausbau oder komplette Erneuerung der Gerätehäuser einher. Die Krönung ist nun der vom Koblenzer Architekten Achim Wilbert geplante größte Standort der Stadt, die "Wache Nord". In sie wurden rund 1,7 Millionen Euro investiert. Das Land Rheinland-Pfalz beteiligte sich an den Kosten mit Fördermitteln in Höhe von 387 000 Euro.

    Das neue Gerätehaus ist für maximal 70 Einsatzkräfte ausgelegt. Das reicht locker aus; die Wehren in Metternich, Neuendorf und Kesselheim haben insgesamt 46 Einsatzkräfte. Dazu kommen 15 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Auch das gehört zum Konzept. Die Freiwillige Feuerwehr Koblenz will potenzielle Nachwuchskräfte mit guten Rahmenbedingungen überzeugen: Zur Halle für sieben Einsatzfahrzeuge kommt ein zweigeschossiger Sozialtrakt, in dem es neben Sanitär- und Waschräumen auch Büro, Küche und einen Schulungsraum gibt.

    Die Nähe zum neuen Zentralen Betriebshof ist ein weiterer Vorteil des neuen Standorts. Die gewaltige Fläche zwischen Hans-Böckler-Straße und Rudolf-Diesel-Straße mit einer Gesamtgröße von rund 50 000 Quadratmetern bietet genügend Platz, um die 24 Container der neuen Hochwasserschutzwand Neuendorf zu lagern. Ein weiterer Vorteil: Für die ehrenamtlichen Helfer konnten 30 Parkplätze angelegt werden.

    Der Betriebshof selbst ist in acht Funktionsbereiche und ein Freilager aufgeteilt. Edgar Mannheim geht davon aus, dass es noch bis Herbst 2014 dauern wird, bis alles fertig ist. Bei einer Führung über das Gelände erklärte der Werksleiter des Entsorgungsbetriebs, dass auf dem Areal rund 160 Betriebsfahrzeuge abgestellt und gewartet werden können, wobei die Bediensteten dort nur Wartungsarbeiten erledigen, die Privatbetriebe der Region nicht erbringen können.

    Reinhard Kallenbach

    Das gehört zum neuen Zentralen Betriebshof

    Die Überlegungen, im Rahmen des Ausbaus des Gewerbegebiets Rauental den Standort des Entsorgungsbetriebes zu verlegen und einen neuen Zentralen Betriebshof zu bauen, reichen bereits bis 1999 zurück. Sechs Jahre später machte der Rat den Weg für den Neubau auf dem Areal der früheren Firma Baustahl Schröder frei. Baubeginn war im Juli 2012 (die RZ berichtete mehrmals ausführlich). Herz des neuen Betriebshofes ist das Büro- und Sozialgebäude, das neben 50 Büroarbeitsplätzen auch Umkleidemöglichkeiten für 240 gewerbliche Mitarbeiter der Stadt bietet. In einem weiteren Gebäude werden Werkstattgebäude und Lager untergebracht. Zur Ausstattung gehören Waschhalle, Container-Reparaturhalle, Müllgefäßwerkstatt, Zentrallager sowie die Kfz-Werkstatt mit sechs Arbeitsständen.

    Auf dem Gelände werden ebenfalls eine Abstellhalle, ein überdachtes Freilager, eine Tankstelle, ein Umschlagplatz für Straßenkehricht, Streuguthalle und Wertstoffhof gebaut. Gesamtkosten der Realisierung (inklusive "Wache Nord"): Rund 28,2 Millionen Euro. ka

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