40.000
Aus unserem Archiv
Mülheim-Kärlich

KKW Mülheim-Kärlich: Kühlturmabriss ist nicht mehr im Zeitplan

Bislang lag der geplante Abriss des Kühlturms am ehemaligen Kernkraftwerk (KKW) Mülheim-Kärlich voll im Zeitplan. Von Anfang an hatte sich der Eigner RWE ein Zeitfenster von August bis Oktober für den Beginn des operativen Rückbaus gesetzt. Jetzt aber steht fest: Dieser Zeitplan kann nicht mehr eingehalten werden. Im Gespräch mit unserer Zeitung erläutert RWE-Sprecherin Dagmar Butz, warum der Kühlturm später fallen wird.

Während die zwölf Meter Containerschutzwand in der Lücke des Schutzwalls fertiggestellt ist, hängt man mit dem Bau der Gittermastbühnen zur Kühlturmkrone hinterher.
Während die zwölf Meter Containerschutzwand in der Lücke des Schutzwalls fertiggestellt ist, hängt man mit dem Bau der Gittermastbühnen zur Kühlturmkrone hinterher.
Foto: Damian Morcinek

„Bei dem Bau der Abbruchmaschine hat es Lieferprobleme bei benötigten Komponenten gegeben“, erläutert Dagmar Butz. Zudem gibt es eine Verzögerung bei der Montage der beiden notwendigen Gittermastbühnen, die um 180 Grad versetzt an zwei Seiten entlang der Turmwand bis zur Turmkrone hochgezogen werden. Weil RWE auf einen anderen Anbieter solcher Bühnen ausweichen musste – „beim ersten Anbieter war uns die Option ausgelaufen“, sagt Butz –, mussten auch neue statische Nachweise für die Konstruktionen erbracht werden. Das nun zum Einsatz kommende finnische System hat eine Tragkraft von 2,9 Tonnen und wird später auf jeder Bühne je einen Steuerstand sowie Ver- und Entsorgungstechnik für das eigentliche Abbruchgerät tragen.

Die Geschichte des KKW: Eine Chronik

Laut RWE-Sprecherin wird sich der eigentliche Abriss des 162 Meter hohen Turms um nunmehr vier Wochen verzögern. „Sodass wir frühestens Mitte November beginnen werden“, betont Dagmar Butz. Ob dem grauen Riesen dann tatsächlich die ersten Zacken aus der Krone gebrochen werden können, bleibt aber abzuwarten. Denn je nach Wetter und Wintereinbruch hat RWE im Bauzeitenplan eine mögliche Unterbrechung zwischen Anfang November und Ende März einkalkuliert. „Wenn alles fertig ist, werden wir spontan entschieden müssen, ob es losgehen kann. Denn Sicherheit hat bei uns immer höchste Priorität.“

Dafür soll aber nun das Rieselwerk abgerissen werden.
Dafür soll aber nun das Rieselwerk abgerissen werden.
Foto: Damian Morcinek

Tatenlos bleibt man unterdessen aber nicht auf der Baustelle, betont Butz. Während die erste Gittermastbühne auf der Ostseite des Turms in die Höhe wächst, ist die zwölf Meter hohe Containerschutzwand in der Lücke des Kühlturmschutzwalls bereits fertiggestellt. Vom Turm herabfallende Brocken können so in der Kühlturmtasse festgehalten werden. Ans Eingemachte geht es derweil im Kühlturminnern. Dort wird das sogenannte Rieselwerk, das inmitten des Turms auf unzähligen meterhohen Stützen fußt, abgerissen. Das Rieselwerk ist baulich nicht mit dem Kühlturm verbunden und muss verschwinden, damit in diesem Bereich ein weiterer notwendiger Rettungsweg eingerichtet werden kann.

Von unserem Redakteur Damian Morcinek

Koblenz
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
x
 
Anzeige
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

epaper-startseite
Wetter
Dienstag

16°C - 24°C
Mittwoch

16°C - 29°C
Donnerstag

10°C - 20°C
Freitag

10°C - 18°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Bildergalerie: Fotos unserer Leser
Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

Mit der Kamera an Rhein und Mosel unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

Serie: Koblenzer Stadtgeschichte
Koblenzer Stadt-Geschichten

Redakteur Reinhard Kallenbach greift historische Begebenheiten der Stadt auf