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    Immer mehr Läden: Koblenz wird zum Burgerzentrum

    Ran an die Bulette: Auch in Koblenz schießen derzeit Restaurants, die im amerikanischen Stil Fleischklöpse brutzeln und zwischen zwei Brötchenscheiben feilbieten, wie Pilze aus dem Boden. Immer mehr Unternehmer machen aus dem Fast-Food-Klassiker mit neuen Zutaten und Beilagen wie beispielsweise grob geschnitzten Pommes aus Süßkartoffeln ein echtes Erfolgsrezept. Sie setzen auf Frische, neue Soßen oder auch vegetarische und vegane Varianten.

    Vielen läuft bei diesem Anblick das Wasser im Mund zusammen: Derzeit schießen in Koblenz die neuen Burger-Restaurants beinahe wie Pilze aus dem Boden.  Foto: Annette Hoppen
    Vielen läuft bei diesem Anblick das Wasser im Mund zusammen: Derzeit schießen in Koblenz die neuen Burger-Restaurants beinahe wie Pilze aus dem Boden.
    Foto: Annette Hoppen

    Von unserer Mitarbeiterin Annette Hoppen

    Daher liegt das Burger-Monopol in der Rhein-Mosel-Stadt längst nicht mehr bei den Fastfood-Ketten. Zahlreiche Gastronomen springen auf den Trend des "Patty"-Grillens auf und kultivieren ihn. Mit Fast-Food, dem schnellem Essen, das direkt an der Kasse auf Plastiktabletts mitgenommen und mit den Händen verspeist wird, haben die neuen Burger-Läden nicht mehr viel gemein. Meist gibt es die Burger mit Messer und Gabel, auf Porzellan und am Tisch serviert. Außerdem erheben die Restaurants den Anspruch, qualitativ und in Sachen Frische die Nase vorn zu haben.

    Während etliche Restaurants in Koblenz die Burger als eine von vielen Speisen auf ihre Karte hieven, um den Trend nicht zu verpassen, rücken einige Läden die Fleischbulette ganz klar in den Fokus ihrer Firmenphilosophie. "Hans im Glück" etwa. Die Filialen des Systemgastronomen überziehen mittlerweile nicht nur die deutsche Landkarte, sie sind auch im Ausland zu finden. Und auch in Koblenz brummt das Geschäft. Abends ist am Plan oft auch unter der Woche ohne Reservierung kein Tisch zu ergattern.

    Ebenfalls ganz auf den Burger-Trend setzt der Cowboys Burger Saloon in der Casinostraße. Die Filiale gehört zu einem noch kleinen Unternehmen mit Sitz in Bonn, das mittlerweile auch eine Dependance in Dortmund eröffnet hat.

    Außerdem gibt es noch das M13 auf dem Münzplatz. Auch hier dominieren Burger die Speisekarte. Die Cocktail- und Burger-Bar ist Inhaber geführt.

    Das gilt auch für das C´s in der Rheinstraße, in dem Christoph Schmah - der sich im Da Vinci einst einen Michelin-Stern erkochte - und Clemens Cajan in den Räumen des ehemaligen Rheingolds ganz auf das Thema "Fleisch" setzen, wie die beiden berichten.

    Die Karte fast komplett auf das Thema Burger umgestellt hat auch der Circus Maximus. Der "Burgermeister", wie Geschäftsführer Ralf Prestenbach seinen Restaurant-Club nun auch nennt.

    Dort kann man übrigens genauso gesund speisen, wie in allen anderen Burger-Restaurants, betont Michaela Schlich. Die Ernährungswissenschaftlerin der Uni Koblenz sagt: "Ein Burger kann genauso zu einer ausgewogenen Ernährung gehören wie ein Apfel. Alles in Maßen. Zehn Äpfel am Tag sind auch nicht gesund." Zudem sei Ernährung immer ein individuelles Konzept. "Kein Mensch ist wie der andere, deshalb sind strenge Vorgaben nicht umsetzbar", erklärt Schlich.

    Burger in Maßen genossen - also ein bis zwei Mal im Monat - könne zu einer ausgewogenen Ernährung durchaus passen. "Rindfleisch, wenn die Qualität stimmt, ist eine gute Proteinquelle und liefert Vitamine der B-Gruppe", weiß die Leiterin des Fachgebiets Ernährungs- und Verbraucherbildung. Das Salatblatt, mit dem viele Burger garniert sind, könne man dagegen vernachlässigen. Die Tomate hingegen wirkt sich wieder positiv aus: "Tomaten liefern Vitamin C und Carotinoide, Vorstufen von Vitamin A", wie Schlich weiter erläutert, die zudem rät: "Ich würde immer auf die Qualität und Zusammensetzung des Brötchens achten." Schlich nennt Sauerteigbrötchen, Mischteig Roggen/Weizen als gute Auswahlkriterien.

    Außerdem sollte man wegen des Fettgehalts besser auf den Käse verzichten. "Eine Portion Pommes dazu finde ich persönlich zu viel", warnt Schlich zudem. Der Burger sollte außerdem keine Zwischenmahlzeit sein. "Und mit dem Fahrrad in die Stadt fahren und einen Burger essen, das ist doch schön", fügt Schlich mit einem Augenzwinkern hinzu.

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