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Vallendar/Bendorf

Hochwasser: Kein Anschluss unter vielen Nummern

Seit Tagen ohne Festnetzanschluss auskommen müssen Bürger und Geschäftsleute aus Vallendar und dem Bendorfer Stadtteil Mülhofen. Eigentlich wollte die Telekom das Problem, das während des Hochwassers aufgetreten ist, bis zum Mittwochabend gelöst haben. Laut Informationen des Unternehmens ist die Instandsetzung in beiden Fällen aber komplizierter als erwartet. Die Kunden müssen sich wohl noch auf eine längere Wartezeit einrichten.

Vom Festnetz abgeschnitten sind derzeit viele Bürger aus Vallendar und Mülhofen. Wählt man deren Nummer, hört man die Ansage: „Der Anschluss ist zurzeit nicht erreichbar.“ Die Informationen, die man auf der Internetseite zum Störungsende bekommt, sind derzeit nur vage.  Foto: Damian Morcinek
Vom Festnetz abgeschnitten sind derzeit viele Bürger aus Vallendar und Mülhofen. Wählt man deren Nummer, hört man die Ansage: „Der Anschluss ist zurzeit nicht erreichbar.“ Die Informationen, die man auf der Internetseite zum Störungsende bekommt, sind derzeit nur vage.
Foto: Damian Morcinek

Ursache für den Festnetzausfall in Vallendar ist laut Telekomsprecher Andreas Fuchs ein beim Hochwasser vollgelaufener Kabelschacht. Wegen des derzeitigen Wasserstandes sei es noch immer nicht gelungen, den Schacht trockenzulegen. „Wenn wir Abpumpen, dann drückt das Wasser aus dem Rhein nach“, so Fuchs, der von „erheblichen Schwierigkeiten“ spricht und einer mittleren dreistelligen Kundenzahl, die betroffen ist. Einer davon ist Guido Hörle mit seinen Rewe-Märkten. Während der Lebensmittelmarkt in der Hellenstraße keine Probleme hat, ist der Getränkemarkt in der Rheinstraße seit Tagen ohne Festnetz. „Kunden können nicht mehr anrufen und Bestellungen aufgeben“, sagt Hörle. Auch die Kartenzahlung und das Warenwirtschaftssystem funktionierten irgendwann nicht mehr. Anstatt auf die Telekom zu warten, haben Hörle und sein Team die beiden letztgenannten Problem aber selbst gelöst, indem sie einen mobilen Router installiert haben, der auf das Mobilfunknetz zugreift. Privatkunden aus der betroffenen Region in Vallendar, die sich auf der Internetseite der Telekom über das voraussichtliche Störungsende informieren wollten, bekamen am gestrigen Donnerstag als Termin den 17. Januar angezeigt. „Das ist nur eine vage Angabe“, sagt Fuchs und verweist auf die Abhängigkeit von Witterungsbedingungen. „Es kann aber sein, dass es sich dahin entwickelt.“

Als problematischer als ursprünglich angenommen erweisen sich auch die Reparaturarbeiten des Anschlusses für Bendorf-Mülhofen. „Neben dem bislang betroffenen Kabel ist noch ein weiteres betroffen“, sagt Fuchs, der am Donnerstagmorgen zunächst davon ausgegangen war, dass der Anschluss am Abend des gleichen Tages wieder funktionieren würde, angesichts der Komplexität der Arbeiten aber später einräumen musste, dass dieser Termin unter Umständen nicht bei allen Kunden einzuhalten wäre. „Es ist halt nicht so, dass wir hier in Bonn einfach einen Schalter umlegen. Das ist Handarbeit unter extremen Bedingungen.“

Wie auf der Internetseite der Telekom zu lesen ist, ist derzeit kein Zugang zum entsprechenden Schacht möglich. „Sobald das Gebiet wieder begehbar ist, kümmern sich unsere Techniker mit Hochdruck um die Behebung der Störung“, heißt es.

Einen konkreten Termin für das Störungsende konnte Sprecher Andreas Fuchs auch in diesem Fall nicht nennen. Auch eine genaue Zahl der betroffenen Kunden ist nicht bekannt.

Von unserem Redakteur Volker Schmidt

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