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Brey

Haushalt verabschiedet: So will Brey wieder wachsen

Peter Karges

1506 Frauen, Männer und Kinder hatten zum Jahreswechsel ihren Hauptwohnsitz in Brey. Dies sind rund 116 weniger als Ende 2006, als Brey mit 1622 Einwohnern seinen Höchststand erreichte. Doch dieser Trend dürfte sich bald umkehren.

Wohnen mit Blick auf die Marksburg. Das bietet das Breyer Baugebiet, in dem noch in diesem Jahr die Bagger rollen sollen.
Wohnen mit Blick auf die Marksburg. Das bietet das Breyer Baugebiet, in dem noch in diesem Jahr die Bagger rollen sollen.
Foto: Peter karges

Denn noch in diesem Jahr sollen im Baugebiet Brey-Süd die Bagger rollen. Mit dem Haushalt 2018, den der Rat einstimmig in seiner jüngsten Sitzung verabschiedete, wurden hierfür auch die notwendigen Investitionen für das Baugebiet seitens der Ortsgemeinde auf den Weg gebracht. So sind 800.000 Euro für Grundstückskäufe vorgesehen und 270.000 Euro für die Erschließung des Neubaugebiets. Beide Investitionssummen dürften später aber wieder zurück in die Gemeindekasse fließen – durch Grundstücksverkäufe und Anliegerbeiträge.

Haupteinnahmequelle der Rheingemeinde ist die Steuerkraft ihrer Einwohner. Mit einem Gemeindeanteil von 813.000 Euro an der Einkommenssteuer rechnet man in diesem Jahr. Demgegenüber fallen die Einnahmen aus der Grundsteuer B (162.000 Euro) und der Gewerbesteuer (150.000 Euro) relativ gering aus. Insgesamt gibt es im Vergleich zum Vorjahr ein Einnahmenplus von 33.000 Euro. „Dieses Plus wird allerdings allein schon aufgezehrt durch eine Steigerung bei der Kreis- und Verbandsgemeindeumlage in Höhe von 48.000 Euro“, betonte Ortsbürgermeister Hans-Dieter Gassen gegenüber unserer Zeitung. Zudem sind für Lohnerhöhungen beim Kitapersonal Mehrkosten in Höhe von 25.000 Euro vorgesehen. Insgesamt weist der Ergebnishaushalt, der auch die Abschreibungen einer Gemeinde auflistet, einen Fehlbetrag in Höhe von 161.320 Euro auf. Der Finanzhaushalt, der die laufenden Ausgaben und Einnahmen bilanziert, weist ein Defizit in Höhe von 437.320 Euro auf.

Dieses Minus basiert dabei vor allem auf der Kreditaufnahme der Gemeinde zur Finanzierung der Investitionen. Insgesamt steigen die Verbindlichkeiten, die Brey am Kreditmarkt und bei der Verbandsgemeinde hat, voraussichtlich von 629.455 Euro auf 1,066 Millionen Euro. „Allerdings muss man beim Haushaltsplan bedenken, dass es sich um einen Entwurf handelt, der auf eher konservativen Schätzungen beruht“, meint Hans-Dieter Gassen mit Blick auf die Endabrechnung 2017. Für das vergangene Jahr hatte man beim Ergebnishaushalt mit einem Minus in Höhe von 110.384 Euro gerechnet, im Endergebnis gab es aber ein Plus von rund 70.000 Euro.

Mit dem Neubaugebiet Brey-Süd hofft die Ortsgemeinde nachhaltig ihre Einnahmensituation zu verbessern. „Wir werden mit dem Neubaugebiet hoffentlich 250 Einwohner hinzugewinnen, wodurch sich unser Anteil an der Einkommenssteuer erhöht“, sagt Gassen. So erhofft sich die Gemeinde nach jetziger Schätzung 2021 einen Anteil aus der Einkommenssteuer in Höhe von 914.000 Euro.

Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

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