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    Hangrutsch: Bohrungen haben begonnen

    Ende März haben die Bohrungen im Steilhang zwischen Dreispitz und Humboldtstraße in Vallendar begonnen. Das Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) hatte eine großräumige Untersuchung des Geländes empfohlen, nachdem ein Stück des Hangs Anfang Februar abgerutscht war.

    Vallendar - Ende März haben die Bohrungen im Steilhang zwischen Dreispitz und Humboldtstraße in Vallendar begonnen. Das Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) hatte eine großräumige Untersuchung des Geländes empfohlen, nachdem ein Stück des Hangs Anfang Februar abgerutscht war.

    Stetig austretendes Wasser macht aus dem Sand-Ton-Gemisch, aus dem der Steilhang besteht, eine breiige Masse. Daraus ergibt sich für die Experten aus Mainz eine andauernde Gefährdung. Weitere Erdrutsche und sogar ein Abrutschen der Wohnhäuser oberhalb der Hangkante sind nicht auszuschließen. "Ziel der Bohrungen ist es, die Wasserquelle ausfindig zu machen und abzustellen", sagt LGB-Leiter, Prof. Dr. Harald Ehses, auf Nachfrage der Rhein-Zeitung.

    Nach wie vor tritt Wasser aus dem Hang aus, ein eindeutiger Zufluss konnte bislang aber nicht identifiziert werden. Nur so viel kann Ehses zwischenzeitlich feststellen: "Es ist kein natürliches Wasser, das austritt, dazu enthält es zu viele gelöste Inhaltsstoffe wie etwa Kochsalz. Abwassertypische Parameter sind nur in einer geringen Konzentration vorhanden." Das hat eine Analyse von drei Wasserproben ergeben, die dem LGB vorliegen. Untersucht wurde Hangwasser am Rutschhang, eine Abwasserprobe und eine Probe aus einem Dränageschacht oberhalb des Hangs. "Die Wasserqualität am Rutschhang weist nachweislich darauf hin", so der LGB-Leiter, "dass es sich um eine vom Menschen geschaffene Eintrittsquelle handeln muss."

    Diese gilt es zu finden. Parallel dazu sind laut Ehses so schnell wie möglich Maßnahmen zur Stabilisierung der Rutschung zu ergreifen. In einer polizeilichen Verfügung hat die Verbandsgemeindeverwaltung Vallendar die Familie Kipp, auf deren Grundstück der Erdrutsch erfolgt ist, deshalb zu Hangsicherungsmaßnahmen aufgefordert. Doch Helga Kipp sieht die Verwaltung in der Pflicht: "Das Wasser tritt lediglich auf meinem Grundstück aus. Ich bin nicht die Verursacherin, sondern die Geschädigte."

    Ulrike Hochgesand

    Koblenz
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