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Koblenz

Handwerker sanieren Augusta-Denkmal in den Rheinanlagen in Koblenz gratis

Die Koblenzer Handwerksbetriebe Maler Schieß und Gerüstbau Ollig wollen das Kaiserin-Augusta-Denkmal retten – und zwar ohne einen Cent dafür zu verlangen.

Maler Willi Schieß, Gerüstbauer Markus Ollig, Stadtratsmitglied Manfred Gniffke und Maler Sascha Walkowiak (von links) wollen das Augusta-Denkmal am Koblenzer Rheinufer retten. Der Kulturausschuss hat bereits zugestimmt, jetzt fehlt noch das Votum des Fachbereichausschusses IV.
Maler Willi Schieß, Gerüstbauer Markus Ollig, Stadtratsmitglied Manfred Gniffke und Maler Sascha Walkowiak (von links) wollen das Augusta-Denkmal am Koblenzer Rheinufer retten. Der Kulturausschuss hat bereits zugestimmt, jetzt fehlt noch das Votum des Fachbereichausschusses IV.
Foto: Reinhard Kallenbach

Die Schäden sind auch für Laien gut zu erkennen: Am Kaiserin-Augusta-Denkmal ist die Farbe großflächig abgeplatzt, und an einigen Stellen wachsen bereits kleine Bäumchen. Dass das Monument saniert werden muss, steht außer Frage. Das Problem ist nur, dass der städtische Etat keine Mittel dafür ausweist. Die bekannten Koblenzer Handwerksbetriebe Maler Schieß und Gerüstbau Ollig wollen deshalb handeln und das Denkmal retten – und zwar ohne einen Cent dafür zu verlangen.

Das Sponsoring ist wirklich ein Komplettpaket, denn auch die Firma Fritz Müller ist mit im Boot. Sie stellt nicht nur das Material, sondern hat auch ihren Kooperationspartner, die Meffert AG, überzeugt. Die Farbwerke mit Sitz in Bad Kreuznach schicken eigens einen Farbberater nach Koblenz. Baudenkmäler haben ihre Eigenarten. Deswegen muss vor dem Beginn der Arbeiten geprüft werden, welche Farbe geeignet ist.

Stadtratsmitglied Manfred Gniffke freut sich sehr über die jüngste Entwicklung. Mit seinen Mitstreitern von den Freien Wählern hatte er kurz vor der Ratssitzung am 28. November auf den Zustand des Denkmals aufmerksam gemacht. "Ich habe nicht damit gerechnet, dass alles so schnell geht", erklärt der Fraktionschef, der darauf hinweist, dass man mit dem Geld, das der städtische Haushalt für den Erhalt von Denkmälern vorsieht, nicht weit kommt. Das wissen auch die beteiligten Unternehmen, die sofort auf einen Bericht in der RZ reagierten. Dafür, dass jetzt Betriebe aus Güls und Metternich aktiv werden, gibt es gute Gründe. Seniorchef Willi Schieß und sein Nachfolger Sascha Walkowiak weisen darauf hin, dass sich das Stammlokal von Kaiserin Augusta einst in Güls befand. Ihr Hauptmotiv, nun gemeinsam mit Markus Ollig aktiv zu werden, ist es jedoch, etwas für ihre Heimatstadt zu tun, in der sie seit Jahren erfolgreich arbeiten.

Reinhard Kallenbach

Los gehen soll es Ende März oder Anfang April. Für die Arbeiten sind rund drei Wochen angesetzt. Auf jeden Fall soll das von Bruno Schmitz und Karl Friedrich Moest geschaffene, am 18. Oktober 1896 eingeweihte, Monument zum Augustafest am 1. Juni 2014 im neuen Glanz erstrahlen.

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