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Koblenz/Winningen

Glück im Unglück nach Flugzeug-Kollision am Winninger Flugplatz

Drei Verletzte und zwei zerstörte Flugzeuge: Das ist die Bilanz einer Kollision in der Gülser Gemarkung am Sonntagnachmittag, 7. August, bei der alle Beteiligten Glück im Unglück hatten: Sie mussten im Bundeswehr-Zentralkrankenhaus lediglich ambulant behandelt werden.

Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

"Wir haben einen lauten Knall gehört", berichtete Hermann-Josef Schmidt. Der Ortsvorsteher zeigte sich erleichtert, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Zum Unfallhergang selbst sind noch keine Details bekannt. Pressesprecher Friedhelm Georg verweist auf die laufenden Ermittlungen. Die Absturzstelle neben einem Feld in der Nähe des Sportplatzes wurde abgesperrt.

Fest steht, dass sich die Kollision kurz vor 16 Uhr beim Landeanflug auf den Winninger Flugplatz ereignete. Dabei gerieten ein aus südlicher Richtung kommendes Ultraleichtflugzeug und ein Segelflieger, der auf der zweiten Landebahn aufsetzen wollte, offenbar so nahe aneinander, dass sie sich regelrecht ineinander verkeilten. Die Polizei geht bislang davon aus, dass das Sicherungssystem im Ultraleichtflieger, in dem neben dem 32-jährigen Piloten eine Frau saß, Schlimmeres verhindert hat.

Ultraleichtflugzeuge haben ihren Namen von ihrer leichten Bauweise und ihren kleinen, kompakten Zweitaktmotoren. Die Maschinen sind mit einem Fallschirm ausgestattet, der durch eine kleine Rakete entpackt wird und sich dann öffnet. Das Besondere ist, dass im Ernstfall das gesamte Flugzeug einschließlich Insassen zur Erde "gleiten" kann. Derzeit sieht es so aus, dass der 17-jährige Pilot des Segelflugzeuges, der einen herkömmlichen Fallschirm an Bord hatte, von dieser Besonderheit profitierte. Er sprang nicht ab, sondern landete wie die Insassen des Leichtfliegers unsanft, erlitt aber keine schweren Verletzungen.

Beide Flugzeuge wurden infolge des Unfalls schwer beschädigt. Nach ersten Schätzungen beträgt der Sachschaden rund 65 000 Euro. Die Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung hat die Ermittlungen an der Absturzstelle aufgenommen. Das ist übrigens nicht das erste Mal, dass ein Leichtflugzeug im Bereich des Winninger Flugplatzes abstürzte. Am 17. Oktober vergangenen Jahres wurde der Absturz für eine Frau und einen Mann zum Verhängnis: Sie kamen ums Leben.

Koblenz
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