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Koblenz

Globus investiert 40 Millionen in Koblenz

Der Abriss hat begonnen: Noch in diesem Monat soll das ehemalige Real-Gebäude an der B 9 in Koblenz verschwunden sein. Im September beginnen dann die Bauarbeiten für den neuen Globus-Warenmarkt.

So soll der neue Globus-Warenmarkt aussehen, der ab September an der B 9 in Koblenz entsteht.
So soll der neue Globus-Warenmarkt aussehen, der ab September an der B 9 in Koblenz entsteht.

40 Millionen Euro wird das Unternehmen in seinen neuen Standort in Koblenz investieren. Nachdem jetzt die Baugenehmigung vorliegt, erläuterte Uwe Herrmann, Chef des Globus-Markts im Löhr-Center, am Freitag die Pläne für das neue Haus, das bereits 2014 fertig werden soll. Spätestens zum Weihnachtsgeschäft des nächsten Jahres soll der Betrieb aufgenommen werden, berichtet Herrmann. „Die Bauzeit beträgt etwa ein Jahr." Insgesamt sollen dort bis zu 400 Arbeitsplätze entstehen – bislang gab es 200 in der Filiale im Löhr-Center. Und auch zu den geplanten Flächen an der B 9 äußert sich Herrmann jetzt offiziell: Auf zwei Stockwerken sollen 9500 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen.

Und wie geht es mit dem Standort im Löhr-Center weiter? In dieser Frage gibt es nichts Neues. Globus und Center-Betreiber ECE hatten sich auf eine Verlängerung des Mietvertrags bis März 2015 geeinigt. Damit wird Globus für eine Übergangszeit von etwa sechs Monaten zwei Filialen parallel in Koblenz betreiben, so Herrmann. In dieser Zeit werde es insgesamt auch mehr als die 400 Arbeitsplätze geben.

Uwe Herrmann ist glücklich, dass es jetzt endlich losgehen kann. Der neue Standort biete mehr Platz, andere Anfahrtsmöglichkeiten und Raum für ganz neue Konzepte, die sich am alten Standort nicht umsetzen ließen. „Wir können endlich das tun, was wir gut können", sagt Herrmann.

Doch die Nachricht vom Baubeginn löst nicht nur Freude aus – schließlich hatte sich gegen das Projekt erbitterter Widerstand vor allem unter den an der B 9 ansässigen Händlern geregt. An der Spitze der Gegner steht Konrad Kreuzberg. Der Inhaber des E-Center in der Andernacher Straße hatte mit einigen Mitstreitern verhindern wollen, dass dem Bau die Genehmigung erteilt wird. Sein Argument: Die Pläne widersprechen den Vorgaben des Landesentwicklungsprogramms (LEP) IV und dem Einzelhandelskonzept der Stadt (die RZ berichtete). Jetzt herrscht bei Kreuzberg Ernüchterung vor: „Wir sind enttäuscht von der Stadt und dem Stadtrat", sagt der Kaufmann auf Nachfrage der RZ. Alles hätten sie versucht, hätten probiert, die Gefahr, die der gesamten Lebensmittelbranche in der Stadt drohe, klar zu machen – allerdings mit wenig Erfolg. Weitere juristische Schritte will Kreuzberg jetzt aber nicht überlegen.

Zu der Frage des Widerstands wollte sich Globus-Chef Herrmann bisher nicht äußern – und will es auch jetzt nicht tun. Nur so viel: „Ich halte Wettbewerb für wichtig", meint Herrmann. Und am Ende werde der, der gute Arbeit leiste, auch seine Kunden haben.

Ingo Schneider

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