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Koblenz

Gartenkultur bringt ein bisschen Buga nach Koblenz zurück

Fast auf den Tag genau vor vier Jahren ist die Buga eröffnet worden – und ihr Geist lebt. Denn auch in diesem Jahr setzt die Stadt gemeinsam mit einem sehr breiten Bündnis vieler Kooperationspartner die "Koblenzer Gartenkultur" fort. Koga statt Buga.

Auch ohne Wind genossen die Besucher das Drachenfest im vergangenen Jahr sichtlich. Am 25. Oktober gibt es zum Saisonabschluss eine neue Chance.
Auch ohne Wind genossen die Besucher das Drachenfest im vergangenen Jahr sichtlich. Am 25. Oktober gibt es zum Saisonabschluss eine neue Chance.
Foto: dpa

Von unserer Redakteurin Doris Schneider

"Der Bundesverband der Gartenschauen hat uns bestätigt, dass es nirgendwo ein solch nachhaltiges Konzept gibt wie in Koblenz", sagt Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Veranstaltungsreigens. Und: "Wir haben ausdrücklich beide Zielgruppen im Blick, Touristen und Einheimische aus Koblenz und der Region."

"Lebensfreude", dieses Stichwort fällt an diesem Vormittag häufiger. Denn wie wichtig die ehemaligen Buga-Flächen am Schloss, am Deutschen Eck und an der Festung für Koblenz und das Lebensgefühl seiner Bewohner geworden sind, mag niemand bestreiten. "Für die Festung war die Buga der große Durchbruch", sagt Brigitte Schmutzler von der Generaldirektion Kulturelles Erbe. Nicht nur, was die Investitionen, sondern auch und vor allem, was die Besucherzahlen angeht. Rund 600 000 Menschen waren im vergangenen Jahr in der Festung, weitere etwa 400 000 auf dem Festungsplateau – auch wenn diese Zahlen schwer zu ermitteln sind, weil es dort ja keinen Eingang und somit keine Möglichkeit zum Zählen gibt. "Eine Million", sagt Andreas Bilo, Geschäftsführer der Koblenz Touristik. "Das ist schon in der Größenordnung einer Landesgartenschau."

Und er erinnert an weitere Daten: Die Übernachtungszahlen sind nach der Buga immer weiter gestiegen, am stärksten um 24,4 Prozent im Jahr 2012 gegenüber dem Vor-Buga-Jahr 2010. Und der Anstieg ist keine Eintagsfliege: Auch in den Jahren 2013 (plus 3,6 Prozent) und 2014 (plus 2,0 Prozent) übernachteten immer mehr Menschen in Koblenz, dazu kommen noch rund 60 000 im Jahr auf dem Campingplatz und 160 000, die auf den Kreuzfahrtschiffen nach Koblenz kommen. Auch für sie sind die Veranstaltungen im Rahmen der Gartenkultur echte Zugpferde.

Dass Koblenz die Stadt ist, in der Gärten lebendig sind, wird von vielen mitgetragen, sagt Andreas Drechsler, stellvertretender Leiter des Amtes für Grünflächen und Bestattungswesen. Nicht nur die Gärtner seien hoch motiviert, sondern auch viele Bürger, die ehrenamtlich mit anpacken. Allen voran die Aktiven vom Verein Freunde der Bundesgartenschau, die auch zu einem der aktivsten Kooperationspartner bei den Veranstaltungen zur Gartenkultur gehören. "Wir wollen dazu beitragen, die Buga mit ihrer Attraktivität und ihrem Gefühl immer wieder aufleben zu lassen", fasst es Ernst H. Lutz, Vorsitzender der Bugafreunde, zusammen. "Und dazu gehört, dass wir viel Gemeinsames erleben."

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