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Koblenz

Friedrich-Ebert-Ring: Mehr Pflanzen für eine bessere Luft

Bis jetzt ist vor allem von Umweltzonen, drohenden Dieselverboten und der Umrüstung der Dieselbusse die Rede, um der Luftverschmutzung in der Innenstadt Herr zu werden. Zusätzlich will die Stadt nun einen deutlich schöneren Weg beschreiten.

In der Mitte des Friedrich-Ebert-Rings blühen je nach Jahreszeit unterschiedliche Blumen. Die Bepflanzung soll nun intensiviert werden.
In der Mitte des Friedrich-Ebert-Rings blühen je nach Jahreszeit unterschiedliche Blumen. Die Bepflanzung soll nun intensiviert werden.
Foto: Nina Kugler

Mit mehr Blumen, Stauden und anderen Pflanzen auf dem Friedrich-Ebert-Ring will sie die Luftreinhaltung fördern und das Stadtklima verbessern.

Grüne, CDU, BIZ, FBG, FDP und Linke hatten beantragt, die Bepflanzung in der Mitte des Rings zu intensivieren, und die Stadt folgt dem Vorstoß. Die Bedeutung städtischen Grüns habe in den vergangenen Jahren ohnehin deutlich zugenommen – auch unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Der zuständige Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen begrüßt den Vorschlag der Fraktionen ebenfalls.

Die Vegetation auf dem Ring – so die Idee – soll verändert und ergänzt werden. Stauden, hohe Gräser, Sträucher und kleine Bäume sollen stufenweise aufeinanderfolgen. Dauerhafte Stauden könnten mit wechselnden Blütenpflanzen kombiniert werden, die zurzeit vorherrschen, sodass auf den Beeten weiterhin Farbvielfalt vorherrscht, die Pflegekosten für die Pflanzen aber sinken.

Es sollen solche Pflanzen ausgewählt werden, die in der Lage sind, mit Feinstaub und Stickoxiden belastete Luft zu reinigen. Außerdem sollen sie als Lebensraum für Insekten und Bienen dienen können.

Der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen will ein entsprechendes Konzept erstellen: geeignete Pflanzen auswählen, abgestimmt auf den Standort und die Eigenschaft der Luftreinhaltung, und auch die bestehenden Bauelemente, den Baumbestand und die Wechselflorbeete berücksichtigen. Der Rückbau der bestehenden Vegetationsflächen, die Herstellung der neuen Pflanzbeete sowie deren Entwicklung und Pflege müssen geplant und kalkuliert werden.

Grundvoraussetzung für die Intensivierung der Bepflanzung ist die entsprechende finanzielle Ausstattung des Eigenbetriebs, so die Stadt. Dieser wird nun beauftragt, ein Konzept vorzulegen und auch den zu erwartenden finanziellen Mehraufwand zu kalkulieren. Der Plan wird dann dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt.

Die Luftreinhaltung ist gerade am stark befahrenen Friedrich-Ebert-Ring ein großes Thema. Hier steht eine von zwei Messstationen in der Stadt, und auch wenn die Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide hier anders als an der Hohenfelder Straße nicht überschritten werden, so liegen sie doch sehr hoch.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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