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Koblenz

Florinsmarkt: Görlitz-Stiftung will Wissenschaft vernetzen

Nach dem Umzug von Museum und Bibliothek könnten die frei werdenden Gebäude am Florinsmarkt und in der Kornpfortstraße schneller umgenutzt werden als erwartet. Die Koblenzer Görlitz-Stiftung will die historischen Gebäude nicht nur kaufen, sondern auch noch einen zweistelligen Millionenbetrag in die Sanierung investieren.

Das Dreikönigenhaus an der Ecke Kornpfortstraße/Danne soll nach dem Auszug der Stadtbibliothek zum Stammsitz des Instituts ausgebaut werden. Dazu gehören Büros, die auch Existenzgründer nutzen können.
Das Dreikönigenhaus an der Ecke Kornpfortstraße/Danne soll nach dem Auszug der Stadtbibliothek zum Stammsitz des Instituts ausgebaut werden. Dazu gehören Büros, die auch Existenzgründer nutzen können.
Foto: Reinhard Kallenb

Bürresheimer Hof, Altes Kaufhaus und das Dreikönigenhaus sollen künftig von dem noch zu gründenden "Institute for social and sustainable oikonomics" (ISSO) genutzt werden. "Es soll ein Institut für zukunftsfähiges nachhaltiges Wirtschaften entstehen, verbunden mit einem Angebot an die Hochschulen der Region, sich in gemeinschaftlich organisierten Projekten an die Lösung fachübergreifender Zukunftsaufgaben zu machen", erklärt Martin Görlitz.

Der Unternehmer und Gründer der gleichnamigen Stiftung will im Stadtkern eine öffentlichkeitswirksame Präsenz schaffen. Diese soll wiederum zu einer überregionalen Wahrnehmung von Koblenz als zukunftsorientiertem Standort beitragen.

Der Bürresheimer Hof soll sich in ein Gästehaus verwandeln, das Alte Kaufhaus der zentrale Seminar- und Veranstaltungsort werden. Anders das Dreikönigenhaus in der Kornpfortstraße: Dort werden die Büros der neuen Akademie entstehen, die auch von Existenzgründern genutzt werden können (die RZ berichtete).

Eine Konkurrenz zu den vier Hochschulen in Koblenz und Vallendar will das neue Institut nicht sein. Im Gegenteil: Es will die Arbeit der Hochschulen in die Stadt hineintragen und miteinander vernetzen, wobei ein Schwerpunkt auf den Themen liegt, bei denen es um die Gestaltung des zukünftigen Lebens geht – also an der Schnittstelle von Ökologie, Ökonomie und Technik. Eine Konkurrenz zu den bestehenden Einrichtungen wie dem Technologiezentrum ist die geplante Akademie nicht, zumal das Institut bewusst in die Altstadt ziehen soll, um die Öffentlichkeit einzubeziehen.

"Wir haben uns an der Ausschreibung beteiligt, weil die Gebäude ein prägendes Element für das Stadtbild sind und man die Zerlegung zu unterschiedlichen Zwecken und damit voraussichtlich unterschiedlichen Gestaltungen vermeiden sollte", erklärt Martin Görlitz. Der Koblenzer Unternehmer, der sich nach dem Verkauf seiner Hard- und Softwareschmiede für elektronische Systeme zur Messung und Kontrolle des Energieverbrauchs vor allem auf seine Stiftung konzentriert, hat vor allem ein Motiv: Nach erfolgreichen Jahren in einer Zukunftsbranche will er etwas zurückgeben. Deshalb soll das Aufgabenspektrum seiner in Metternich ansässigen Stiftung deutlich erweitert werden. Stand dort bislang die praxisnahe technische Bildung von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt, sollen nun ganz gezielt Forschung und Lehre mit einbezogen werden.

Von unserem Redakteur Reinhard Kallenbach

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