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    Höhr-Grenzhausen/Koblenz

    Florian Glock (FDP): Wahlkampf mit Charme und Überzeugung

    Politische Karrieren kann man nicht planen. Das weiß der Politikwissenschaftler und Doktorand Florian Glock nur allzu gut. Vielmehr muss man zur richtigen Zeit am richtigen Ort, aber eben auch fleißig sein. In der Vergangenheit ist das dem 33-Jährigen aus Höhr-Grenzhausen auf der kommunalpolitischen Bühne immer wieder geglückt. Jetzt will er in den Bundestag. Für die FDP tritt Glock als Direktkandidat im Wahlkreis 199 an.

    Florian Glock beim Wahlkampf in der Koblenzer Fußgängerzone. Der 33-Jährige will für die FDP in den Bundestag. Fotos: Damian Morcinek
    Florian Glock beim Wahlkampf in der Koblenzer Fußgängerzone. Der 33-Jährige will für die FDP in den Bundestag. Fotos: Damian Morcinek
    Foto: Damian Morcinek

    „Am 24. September ist Bundestagswahl. Wir würden uns freuen, wenn wir auch auf ihre Unterstützung zählen können“, sagt Florian Glock mit einem sympathischen Lächeln, während er versucht, gelbe Rosen in der Koblenzer Fußgängerzone an die Frau zu bringen. Doch so einfach, wie es aussieht, ist das in Wirklichkeit nicht. Auch wenn der selbstständige Politik- und Marktforscher schon unzählige Menschen für seine Doktorarbeit angesprochen und interviewt hat. Nicht wenige Passanten weichen aus, heben ablehnend die Hand, als ob sie sich in dem Moment an Rosenverkäufer erinnert fühlen, die aufdringlich durch Cafés, Bars, Clubs und Kneipen ziehen. Glock aber lässt sich nicht entmutigen. „Hallo! Für Sie eine Rose – und einen Flyer.“ Er kommt ins Gespräch. Bei alt und jung. Und wenn er mal an zu junges, noch nicht wahlberechtigtes Publikum gerät, schaltet er blitzschnell um: „Macht ja nichts. Ab 16 könnt ihr Mitglied bei der FDP werden.“

    Florian Glock (rechts) an der Seite von Daniela Schmitt (FDP), Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, beim Besuch im Isso-Institut in Koblenz.
    Florian Glock (rechts) an der Seite von Daniela Schmitt (FDP), Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, beim Besuch im Isso-Institut in Koblenz.

    Auch Florian Glock ist schon während seiner Schulzeit Mitglied bei den Jungen Liberalen und der FDP geworden. In der Folge war er unter anderem bis 2014 zehn Jahre lang Mitglied des Verbandsgemeinderates Höhr-Grenzhausen, drei Jahre lang Landesvorsitzender der Jungen Liberalen und seit 2011 gewähltes Mitglied im FDP-Landesvorstand. Bei der Bundestagswahl 2005 stand Glock schon einmal als „Füllkandidat“ auf der FDP-Liste – ohne Aussicht auf Erfolg. Bei diesem Mal, auf Platz 5 der FDP-Landesliste stehend, sieht das schon anders aus. Würde die FDP bei der Wahl rund 11 Prozent erringen, wäre der Einzug in den Bundestag für Glock sicher, erläutert er.

    Dass die Liberalen endlich wieder im Deutschen Bundestag vertreten sein müssen, daran gibt es für Florian Glock keinen Zweifel. „Wir haben jetzt vier Parteien im Bundestag, die linksorientiert sind – das würde Christian Lindner sagen. Und ich kann mich dem nur anschließen. Unsere Themen fehlen im Bundestag.“ So müssten beispielsweise endlich die bürokratischen Lasten für den Mittelstand abgeschafft werden, von dem unserer Region ebenso wie vom Tourismus geprägt ist. „Alle Gesetze sollten daraufhin geprüft werden, welche Auswirkungen sie auf den Mittelstand haben“, sagt Glock. Auch sollten die Bedingungen für Gründungen und Start-ups erleichtert werden.

    Das war auch Thema bei einem Treffen im Koblenzer Isso-Institut, bei dem Glock Daniela Schmitt (FDP), Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, mit Wirtschaftsvertretern, Jungunternehmern und Studenten zusammengebracht hat. Wie die FDP fordern auch diese unter anderem die Einführung des Schulfachs Wirtschaft. Zudem müsse mehr in die Bildungspolitik investiert werden: Mehr Lehrer, bessere Schulausstattung, bundesweit einheitliche Bildungsstandards.

    Mit Blick in die Region, findet Florian Glock, muss endlich auch etwas gegen Bahnlärm getan werden – „mit Nachdruck“. Er selbst ist Mitglied der Bürgerinitiative im Mittelrheintal und betont, dass die Zeit genutzt werden müsste, Alternativstrecken für den Güterverkehr zu erarbeiten. Davon würde auch der Tourismus profitieren. „Damit würde man die Region noch attraktiver machen“, sagt der 33-Jährige. Nicht zuletzt will er sich dafür einsetzen, dass Kommunen finanziell entlastet werden. „Wer bestellt, soll auch bezahlen“, sagt er im Hinblick auf die Aufgaben, die von Bund und Land auf die Kommunen übertragen werden. Als langjähriges Mitglied im VG-Rat habe er diese Ungerechtigkeit schließlich lange genug miterlebt.

    Von unserem Redakteur Damian Morcinek

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