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    KoblenzFirmenlauf in Koblenz: 17.000 Läufer am Start

    Auf die Plätze, fertig, los! 17.000 Läufer waren beim Münz-Firmenlauf in Koblenz am Start und wurden von Kollegen und Zuschauern angefeuert. Hier gibt es viele Fotos von dem Spektakel.

    Um 17 Uhr ist der Startschuss für die erste Gruppe beim Hauptlauf am Deutschen Eck gefallen. Die Firmenlauf-Ergebnisse 2017 sind hier zu finden.

    Der Firmenlauf ist seit vielen Jahren eine der größten und beliebtesten Breitensportveranstaltungen in der Stadt Koblenz. Tausende Läufer gehen stets auf die Fünf-Kilometer-Strecke, darunter viele Kollegengruppen, teilweise witzig kostümiert. Der Start-und-Ziel-Bereich, der üblicherweise nach dem Rennen zur Partyzone wird, ist seit einigen Jahren am Deutschen Eck zu finden.

    Rückblick: Kein Firmenlauf, Absage in letzter Minute, viele enttäuschte Teilnehmer im Juni 2016: Wegen anhaltender Unwetterwarnungen fiel die Großveranstaltung in Koblenz aus. „Sicherheit geht vor“, sagte damals Bernhard Münz, der Veranstalter des Firmenlaufs:

    Dennoch: Große war die Enttäuschung in Reihen der Starter am 24. Juni 2016: Ein Großteil von ihnen war bereits am Deutschen Eck eingetroffen oder auf dem Weg dorthin, als die Entscheidung um 16 Uhr, also eine Stunde vor dem offiziellen Startschuss, verkündet wurde. „Viel zu spät“, kritisierten viele die Kommunikation. 2017 sollte es dann die Neuauflage geben - und die war in jeder Hinsicht ein Erfolg.

    Auch die Polizei zieht eine positive Bilanz des diesjährigen Geschehens am Rhein-Mosel-Eck. "Die Großveranstaltung verlief aus polizeilicher Sicht ohne besondere Vorkommnisse", heißt es in einer Mitteilung am Samstagmorgen. Die in diesem Jahr erstmals eingerichtete gemeinsame Einsatzzentrale im unmittelbaren Veranstaltungsbereich von Feuerwehr, Rettungsdienst, Ordnungsamt, Polizei, Veranstalter und Sicherheitsdienst habe sich rückblickend bewährt, betonen die Beamten. Auch der Rettungsdienst berichtete von einem insgesamt ruhigen Einsatzverlauf. Lediglich 35 ambulante Behandlungen seien zu verzeichnen gewesen. Vonseiten der Polizei kam es zur Schlichtung einer Streitigkeit und einer Beschwerde hinsichtlich der Verkehrsbeeinträchtigungen. Außerdem: Ein verlorenes Kind konnte seiner Mutter übergeben werden.

    riu/eck/me

    17.000 Teilnehmer: Stresstest für den Firmenlauf-Macher

    Koblenz/Montabaur. 17.000 – mehr geht fast nicht: Für den diesjährigen Münz-Firmenlauf in Koblenz haben sich so viele Teilnehmer angemeldet, dass das Maximum von 17.500 Läufern, die das Sicherheitskonzept zulässt, beinahe erreicht ist. Zum 15. Mal holten am Freitag Mitarbeiter von Firmen und Einrichtungen sowie Schüler ihre Laufschuhe heraus und starteten am Moselufer beim Deutschen Eck auf die Strecke durch die Stadt. Erfunden hat das nach eigenen Angaben größte Betriebsfest in Rheinland-Pfalz Bernhard Münz. Im vergangenen Jahr musste die Veranstaltung wegen einer Unwetterwarnung kurzfristig abgesagt werden. Als diesmal um 16.45 Uhr der erste Startschuss fällt, fällt auch von Münz ein wenig Anspannung ab – allerdings nicht komplett.

    Auf dem Starttor stehend, moderierte Bernhard Münz zusammen mit Schirmherr Fred Pretz den Firmenlauf.  Foto: Sascha Ditscher
    Auf dem Starttor stehend, moderierte Bernhard Münz zusammen mit Schirmherr Fred Pretz den Firmenlauf.
    Foto: Sascha Ditscher

    „Wenn der Startschuss fällt, ist das nur der erste Stein, der einem vom Herzen fällt“, sagt Münz kurz vor Beginn, „der zweite fällt dann, wenn alles vorbei ist.“ Der Gründer von Teamkleidung Münz, ein Versandhandel, der vor allem Sicherheitsunternehmen ausstattet, verbindet durch den Firmenlauf seine Sportbegeisterung mit dem Geschäft. Sport und Bewegung für jedermann in der Region – das ist es, was Bernhard Münz antreibt. Dass der Firmenlauf heute jährlich Zehntausende bewegt, geht auf eine Marketingidee zurück: „Wir wollten für unsere selbst bedruckten T-Shirts Werbung machen“, erinnert sich Münz. Gleichzeitig war der Altstadtlauf in Koblenz zum Erliegen gekommen. Schängel-Original Manfred Gniffke rief zu einer Neuauflage auf – Bernhard Münz biss an. Gemeinsam stellten sie der Stadt ihr Konzept vor, die Strecke begann natürlich am Münzplatz.

    Mit einem Zwillingsbruder und zwei älteren Schwestern ist Münz in Vallendar aufgewachsen, hat Handball und Fußball gespielt. Heute macht er jeden Morgen eine halbe Stunde Sport, fährt öfter mit dem Fahrrad von seinem Wohnort Höhr-Grenzhausen an den Sitz seiner Firma nach Montabaur. „Sport ist elementar für ein gesundes Leben“, findet der 53-Jährige, der bereits einige Jahre vor dem Firmenlauf den Silvesterlauf in Montabaur initiiert hatte.

    Zur Premiere des Firmenlaufs kamen 1400 Teilnehmer in die Koblenzer Altstadt – und produzierten im Ziel einen regelrechten Stau: Jeder Zieleinlauf musste manuell eingegeben werden, um die Zeit zu berechnen. Seit dem zweiten Lauf 2003 messen daher Chip genannte Transponder, wie lange die Läufer unterwegs sind. Fünfmal musste der Firmenlauf umziehen, startete am Schloss, dem Weindorf oder auf den Rheinwiesen. Jetzt ist die Sportveranstaltung, die 2009 erstmals die 10.000-Teilnehmer-Marke knackte, am Deutschen Eck angekommen, schickt die Sportler aber nach wie vor auf einen fünf Kilometer langen Kurs. Schüler laufen nur drei Kilometer weit.

    Vom Firmensitz in Montabaur aus organisiert Bernhard Münz den Firmenlauf am Eck. Foto: Demleitner
    Vom Firmensitz in Montabaur aus organisiert Bernhard Münz den Firmenlauf am Eck.
    Foto: Demleitner

    „Das besondere am Firmenlauf ist die schöne Strecke samt Gelände, wo die Kombination aus Laufen und Feiern super funktioniert“, meint der Veranstalter. Viele der Firmen nutzten den Lauf, um nicht nur die Mitarbeiter zu fördern, sondern auch den Kontakt zu den Kunden zu verbessern: „Betriebe laden oft internationale Gäste ein, um in lockerer Atmosphäre Sport zu machen und danach zu feiern.“ So findet man Jahr für Jahr auch Teilnehmer aus Frankreich, China oder den USA. „Aber es war auch schon ein Brautpaar dabei, viele Unternehmen laufen verkleidet, haben Maskottchen wie einen Bieber oder aufblasbare Presslufthammer dabei“, weiß Münz.

    Die Wetterlage erzwang 2016 wenige Minuten vor dem Start die Absage des Laufs. „Das war sehr bitter, alles war fertig, aber bevor Menschenleben in Gefahr sind, muss man abbrechen“, steht Münz nach wie vor zu der Entscheidung. Ein „tiefer Einschnitt“ sei das gewesen, der „richtig viel Geld gekostet hat“. Noch einige Jahre trage das Unternehmen daran, eine weitere Absage sei nicht zu verkraften, „aber Jammern hilft nichts“: Inzwischen hat Münz eine Versicherung abgeschlossen, die nicht nur höhere Gewalt, sondern auch terroristische Vorfälle abdeckt.

    Das ganze Jahr über bereiten Mitarbeiter den Koblenzer Firmenlauf vor, der zu den größten in Deutschland zählt. Am Veranstaltungstag wird es für Bernhard Münz noch mal hektisch – obwohl die Fäden eigentlich bei seiner Mitarbeiterin Claudia Flick zusammenlaufen, wie er erklärt. „Wir haben eigentlich frei“, sagt seine Frau Karoline, die ebenfalls in die Organisation mit eingebunden ist, augenzwinkernd. Vom Freihaben merkt man nicht viel. Münz ist ständig auf Achse, organisiert ein fehlendes Schild hier, begrüßt Sponsoren da, bereitet sich auf die Moderation der Veranstaltung vor. Eine Stunde vor Beginn meldet sich das Ordnungsamt, fragt, ob man den Start wegen Autos, die noch auf der Strecke parken, vielleicht nach hinten verlegen kann. Die Nervosität steigt etwas. Angesichts des straffen Zeitplans würde dies für nicht unerhebliche Probleme sorgen. Denn immerhin hat jeder Teilnehmer eine genaue Startzeit. Münz denkt noch an andere Dinge. „Es ist nicht gut, wenn die Leute warten müssen, dann werden sie nervös. Das ist in heutigen Zeiten nicht gut“, sagt er. Bei der aktuellen Ausgabe läuft alles glatt. Um 16.15 Uhr kommt vom Ordnungsamt Entwarnung. Das Wetter ist prima. Die Läufe können wie geplant über die Bühne gehen.

    Mehr als 17.500 Läufer sind laut Auflagen der Stadt nicht erlaubt. Münz' Idee für eine Erweiterung: eine Messe am Tag vorher als Ergänzung. Mal sehen, ob er auch diese Idee demnächst in die Tat umsetzen kann.

    Von Katharina Demleitner und Volker Schmidt

    Auf die Plätze, fertig, los: Das ist die Strecke des Firmenlaufs17.000 Firmenläufer am Eck: Das muss man für Freitag wissen
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