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Koblenz

„Enkeltrick“: Koblenzer am Telefon betrogen

Mit einer leicht abgewandelten Variante des sogenannten Enkeltricks haben skrupellose Betrüger gestern in Koblenz einige Hundert Euro erbeutet. Bei zwei weiteren Senioren haben es die Täter ebenfalls versucht – doch diese beiden schöpften Verdacht und verständigten die Polizei. Die nimmt die neuen Fälle zum Anlass, eindringlich vor der eigentlich altbekannten Betrugsmasche am Telefon zu warnen.

Symbolfoto
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Foto: picture alliance / dpa-tm

Koblenz – Mit einer leicht abgewandelten Variante des sogenannten Enkeltricks haben skrupellose Betrüger gestern in Koblenz einige Hundert Euro erbeutet. Bei zwei weiteren Senioren haben es die Täter ebenfalls versucht – doch diese beiden schöpften Verdacht und verständigten die Polizei. Die nimmt die neuen Fälle zum Anlass, eindringlich vor der eigentlich altbekannten Betrugsmasche am Telefon zu warnen.

So sind die Täter vorgegangen: Ein angeblicher Verwandter rief an und täuschte eine Notlage vor – er habe einen Verkehrsunfall gehabt. Wenige Minuten später ruft ein vermeintlicher Polizist an und droht, der „Verwandte“ müsse einen bestimmten Geldbetrag zahlen, sonst verliere er seinen Führerschein. Später kommt dann ein Bote und holt das Geld ab. Dann ist es weg.

„Leider fallen häufig, wie im aktuellen Fall, alte oder kranke Menschen den Dreistigkeiten zum Opfer“, teilt die Koblenzer Polizei mit, die auch von Angehörigen älterer Menschen besondere Aufmerksamkeit erbittet. Zum Beispiel kann die einfache Löschung des Vornamens oder des kompletten Eintrags aus den online abrufbaren Telefonregistern helfen, dass die potenziellen Opfer solcherlei Anrufe erst gar nicht erhalten. Die Täter suchen die Telefonverzeichnisse nämlich meist konkret nach „alten“ Vornamen ab und rufen bei Josef, Karl, Maria, Horst oder Liesel an.

Weitere Tipps für Menschen, die verdächtige Anrufe erhalten:

- Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie nicht zweifelsfrei als solche erkennen.

- Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.

- Rufen Sie sofort Ihre nächsten Angehörigen an, wenn Sie einen solchen Anruf mit finanziellen Forderungen erhalten.

- Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

- Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 umgehend die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme auch nur im Ansatz verdächtig vorkommt.

Weitere Vorsorgetipps erhalten Sie bei Ihrer Polizeidienststelle oder unter www.polizei-beratung.de

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