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Koblenz

Engagement für Flüchtlinge: Zwei Vereine erhalten Koblenzer Bürgerpreis

Die Vereine "Freundes- und Förderkreis der Goethe-Schule" sowie "Freundinnen und Freunde des Mittelrhein-Museums und des Ludwig Museums" sind die Preisträger des Koblenzer Bürgerpreises 2016. Bei einer Feierstunde im Rathaus wurde Vertretern der beiden Institutionen am Mittwoch der Preis, der mit jeweils 1000 Euro dotiert ist, verliehen.

Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig (2. von rechts) und Karl-Heinz Weber (2. von links), stellvertretendes Vorstandmitglied der Sparkasse Koblenz, verliehen Schulleiter Ralf Marenbach, Museumsdirektorin Beate Reifenscheid (links) und Elisabeth Sauer-Kirchlinne für Projekte in der Flüchtlingshilfe den Koblenzer Bürgerpreis.
Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig (2. von rechts) und Karl-Heinz Weber (2. von links), stellvertretendes Vorstandmitglied der Sparkasse Koblenz, verliehen Schulleiter Ralf Marenbach, Museumsdirektorin Beate Reifenscheid (links) und Elisabeth Sauer-Kirchlinne für Projekte in der Flüchtlingshilfe den Koblenzer Bürgerpreis.
Foto: Peter Karges

Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

Beide Organisationen haben sich, wie Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig in seiner Rede hervorhob, in beispielhafter Weise im vergangenen und in diesem Jahr Verdienste um die Integration der Flüchtlinge erworben.

1500 Flüchtlinge sind in den vergangenen zwölf Monaten nach Koblenz gekommen. Dass deren Aufnahme und Integration relativ gut gelang, ist nicht zuletzt dem vielfachen Engagement zahlreicher ehrenamtlicher Helfer zu verdanken. Zwei Vereine die sich besonders bei der Hilfe für Flüchtlinge engagiert haben, sind die beiden diesjährigen Bürgerpreisträger. So rief der Freundes- und Förderkreis der Goethe-Schule das Projekt "Deutsch als Zweitsprache" ins Leben, an dem rund 100 Flüchtlingskinder teilnehmen. Durch dieses Projekt erhalten diese in der Hälfte der Unterrichtszeit einen speziell auf sie zugeschnittenen Deutschunterricht, den Sprachförderkräfte sowie ehrenamtliche Helfer erteilen. Dass das Sprachprojekt auf große Resonanz bei den Teilnehmern gestoßen ist, war bei der Feierstunde zu erleben. Vier Flüchtlingskinder bedankten sich ausdrücklich für den erteilten Unterricht. "Ich habe als Pädagoge selten so viel Engagement und Dankbarkeit erlebt wie in diesem Projekt", betonte Ralf Marenbach, Leiter der Goethe-Realschule plus.

Der Verein der Freundinnen und Freunde des Mittelrhein-Museums und des Ludwig Museums startete gemeinsam mit dem Ludwig Museum das Projekt "Kunst für Flüchtlinge". Museumspädagogen und Vereinsmitglieder besuchten wöchentlich die Flüchtlingsunterkunft auf dem Asterstein, um mit 25 Kindern einerseits künstlerisch zu arbeiten und andererseits ihnen Deutschland spielerisch näherzubringen. "Gerade die künstlerische Arbeit war für die oftmals traumatisierten Kinder sehr wichtig", sagte Vereinsvorsitzende Elisabeth Sauer-Kirchlinne. Und Museumsdirektorin Beate Reifenscheid ergänzte, dass die künstlerische Beschäftigung den Kindern auch beim Loslassen schlimmer Erlebnisse geholfen habe.

Der Bürgerpreis wird getragen von der Stadt Koblenz, dem Kreis Mayen-Koblenz, der Sparkasse Koblenz und der Kreissparkasse Mayen-Koblenz. Die Preisträger für den Kreis MYK wurden bereits geehrt.

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