40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Koblenz
  • » Ein Schängel auf Mission in Polen
  • Aus unserem Archiv
    Koblenz

    Ein Schängel auf Mission in Polen

    "Przygoda" ist das polnische Wort für Abenteuer - und beschreibt vielleicht am besten, was der Koblenzer Adrian Sasmaz gerade erlebt. Der 19-Jährige nutzt die freie Zeit zwischen Abitur und Studienbeginn für einen ganz besonderen Einsatz: Er hilft rund zehn Wochen lang im polnischen Oppeln als Freiwilliger bei den Vorbereitungen für den Weltjugendtag mit.

    Adrian Sasmaz hilft rund zehn Wochen als Freiwilliger bei Vorbereitungen des Weltjugendtags in Polen mit. Der 19-jährige Koblenzer organisiert zum Beispiel Unterkünfte für die Pilger aus seinem Bistum.
    Adrian Sasmaz hilft rund zehn Wochen als Freiwilliger bei Vorbereitungen des Weltjugendtags in Polen mit. Der 19-jährige Koblenzer organisiert zum Beispiel Unterkünfte für die Pilger aus seinem Bistum.
    Foto: Malwina Sedkowska

    Von unserer Mitarbeiterin Kristina Danneberg

    "Dass ich hier bin, ist Zufall", sagt Sasmaz. "Eigentlich hatte ich mich als Teilnehmer mit einer Gruppe angemeldet, aber dann habe ich von einem Bekannten gehört, dass noch Helfer gesucht werden. Da dachte ich mir: Ich habe Zeit, ich kann Polnisch - und habe mich beworben."

    Zu seinen Aufgaben gehört es, vor Ort alles für die 150 Pilger aus dem Bistum Trier vorzubereiten, die ab dem 18. Juli anreisen. Gemeinsam mit rund 6 000 jungen Menschen aus aller Welt werden sie sechs "Tage der Begegnung" in Oppeln verbringen. Im Anschluss fahren sie zum eigentlichen Weltjugendtag nach Krakau (26. bis 31. Juli). Sasmaz, dessen Familie aus Polen stammt, sucht nach Unterkünften für die deutschen Besucher, plant das Programm und organisiert Busparkplätze. Gleichzeitig übersetzt er das "Pilgerbuch" ins Deutsche - darin finden die Teilnehmer nicht nur Infos rund um den Weltjugendtag, sondern auch Lieder und Gebete.

    Die freiwilligen Helfer sind außerdem viel in den umliegenden Diözesen unterwegs: "Wir versuchen, weitere Volontäre anzuwerben, weil wir dringend noch mehr Helfer brauchen", erzählt der junge Mann. "Um auf den Weltjugendtag aufmerksam machen, haben wir zum Beispiel einen Stand im Zentrum von Oppeln. Außerdem organisieren wir Flashmobs." Und damit die polnischen Helfer sich auf ihre Gäste einstellen können, gibt der Koblenzer kleine Deutschcrashkurse.

    Ganz gleich, in welcher Sprache - Sasmaz ist sicher, dass die Gäste genauso herzlich empfangen werden wie er. "Ich bin mit offenen Armen aufgenommen worden. Die Menschen hier sind sehr aufgeschlossen", berichtet er. Dass einige Jugendliche ihre Teilnahme aus Angst vor Anschlägen abgesagt haben, hat ihn schockiert. "Meine Botschaft an sie ist: Ihr braucht keine Angst zu haben, auf Sicherheit wird hier großen Wert gelegt. Wir sind im Gespräch mit Sicherheitsleuten und der Polizei." Und schließlich gebe es noch weiteren Schutz. "Ein Priester hat zu mir gesagt: Hier kann nichts passieren. Es werden nicht nur zwei Millionen Menschen da sein, sondern auch zwei Millionen Schutzengel."

    Weitere Informationen zum Weltjugendtag gibt es unter weltjugendtag-bistum-trier.de

    Koblenz
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    epaper-startseite
    Wetter
    Dienstag

    10°C - 21°C
    Mittwoch

    10°C - 21°C
    Donnerstag

    13°C - 21°C
    Freitag

    11°C - 17°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerie: Fotos unserer Leser
    Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

    Mit der Kamera an Rhein und Mosel unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Serie: Koblenzer Stadtgeschichte
    Koblenzer Stadt-Geschichten

    Redakteur Reinhard Kallenbach greift historische Begebenheiten der Stadt auf

    Anzeige