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Koblenz

Ein Jahr nach der Demo: Hunderttausende fahren mit der Seilbahn

Genau vor einem Jahr haben die Koblenzer mit einer Demo für den Erhalt "ihrer" Seilbahn gekämpft. Entschieden wurde es ein paar Tage später in Kambodscha: Die Bahn darf bleiben, bis 2026 ist der Weiterbetrieb genehmigt worden. Wie geht es der Seilbahn heute?

Von unserer Redakteurin Doris Schneider

Rund 650 000 Menschen haben die Bahn im vergangenen Jahr genutzt, meistens zur Hin- und Rückfahrt, sagt Michel van Dun, Geschäftsführer der Seilbahn Koblenz. Ist der Betreiber zufrieden mit der Zahl? "Die Seilbahn könnte auch noch mehr Fahrgäste befördern", sagt er vorsichtig.

Der Nutzen der Bahn für Koblenz und die Region sei aber enorm, sagt der Niederländer. Nicht nur für die mehr als 20 Beschäftigten und nicht nur, weil die Seilbahnfahrt selbst ein Erlebnis ist, sondern auch, weil auf der Festung unter anderem durch die Bahn so viel los ist wie nie zuvor. "Die Wege sind sehr kurz geworden." Nicht nur für die Touristen, sondern auch für die Menschen in der Region selbst. Für viele hat sich das Freizeitverhalten enorm verändert. Durch die Konzerte in den Sommermonaten ist es auch von Donnerstag bis Samstag abends attraktiv geworden, mit der Seilbahn auf die Festung zu fahren.

Um den zunächst ja nur bis 2013 geplanten Betrieb auf eine dauerhafte Nutzung umzustellen, hat die Seilbahn GmbH einige bauliche Veränderungen vorgenommen und plant noch weitere. Die provisorischen Kassengebäude wurden durch ganzjahrestaugliche Gebäude ersetzt, oben auf dem Plateau wird noch ein Abstellbahnhof für zwölf Kabinen und ein Revisionsparkplatz samt Lager errichtet, zählt van Dun auf. Außerhalb der Betriebszeiten werden dann unten in der Talstation keine Kabinen mehr geparkt.

Viele lieben die Bahn und sind richtig glücklich, wenn sie mit ihr fahren, weiß van Dun. Aber es gibt auch Kritiker, nicht nur wegen der Denkmalschutzbedenken vor allem in der Nähe zur Kastorkirche, sondern auch wegen der Preise, die ja zur Saison 2014 noch einmal erhöht wurden. 9 Euro kostet die Seilbahnkarte hin und zurück für Erwachsene, 11,80 inklusive Festungsbesuch. Für 109 Euro kann man die Dauerkarte für Seilbahn und Festung kaufen. Immer wieder wird der Vergleich zur Buga-Dauerkarte genannt, die es 2011 im Vorverkauf für 110 Euro gab. "Die Buga dauerte 180 Tage und jeder konnte nur einmal am Tag hin- und zurückfahren", argumentiert van Dun. Das sei jetzt mit etwa 260 Tagen und der Möglichkeit, mehrmals zu fahren, anders. Und in der Konbi-Dauerkarte seien ja auch enorm viele Veranstaltungen in der Festung kostenfrei zugänglich.

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Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

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