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    Dieblich investiert, ohne Schulden zu machen

    Kräftig investieren will die Gemeinde Dieblich in diesem Jahr. Das geht aus dem gerade einstimmig verabschiedeten Haushaltsplan für 2016 hervor. Und die Gemeinde kann das mit bestem Gewissen tun, denn sie wird trotz Ausgaben in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro schuldenfrei bleiben. "Dies hat mich persönlich bei den hohen geplanten Investitionssummen etwas überrascht", musste auch Ortsbürgermeister Andreas Perscheid im Rahmen seiner Haushaltsrede zugeben.

    Das Gebäude, in dem sich zuvor ein Lebensmittelmarkt befand, soll 2016 zu einem Bürgersaal umgebaut werden.
    Das Gebäude, in dem sich zuvor ein Lebensmittelmarkt befand, soll 2016 zu einem Bürgersaal umgebaut werden.
    Foto: Volker Schmidt

    Von unserem Redakteur Volker Schmidt

    Rund die Hälfte des Geldes wird in den Umbau des alten Edeka-Marktes in einen Bürgersaal fließen. Allerdings wird das Land die Baumaßnahme wahrscheinlich auch mit einer Summe von 460.000 Euro fördern.

    Das Thema Bürgersaal war es jedoch auch, das an diesem Abend für etwas Missstimmung sorgte. Denn im Rahmen seiner Mitteilungen erklärte Perscheid, dass ein Schallgutachten ergeben hätte, dass man den geplanten Saal nach dem Ausbau nur bis 22 Uhr nutzen könne. Lärmschutzmaßnahmen, um dem entgegenzuwirken, hätten aber zur Folge, dass man aus der Förderung hinausfalle. Das ärgerte Perscheid, aber vor allem Bernhard Stumm von der FWG: "Wenn wir da nur Seniorennachmittage ausrichten können, bringt uns das doch nichts." Stumm ließ durchblicken, dass er dem Projekt so nicht zugestimmt hätte, wenn er das früher gewusst hätte. Er machte seine Enttäuschung über die Planer Luft - und war mit dieser Meinung nicht allein.

    Zum Haushalt hatten außer Perscheid und Verbandsgemeindebürgermeister Bruno Seibeld, der der Gemeinde beste Gesundheit bescheinigte, kaum einer etwas zu sagen. Norbert Schäfer von der CDU hatte als einziger Fraktionssprecher eine Haushaltsrede vorbereitet. Auch er freute sich darüber, dass die Gemeinde investieren könne, ohne Schulden zu machen. "Insgesamt sollten wir darauf achten, dass die Gemeinde attraktiv bleibt für Jung und Alt", so Schäfer, der auch auf Kritik vonseiten des Bürgermeisters reagierte. Der kritisierte die Ratsmitglieder in seiner Rede nämlich hart: "Man hat manchmal den Eindruck, es sei nur die Aufgabe der Ratsmitglieder, Forderungen einzubringen und über die Vergabe des Auftrags zu entscheiden", so Perscheid. Er forderte Unterstützung für die Verwaltung, indem er sagte: "Ich bitte hier und heute eindringlich darum, sich in die Arbeit mehr einzubringen. Nur dann können wir gewährleisten, dass mehr unserer Vorhaben realisiert werden können." Schäfer fand die Kritik seines Parteifreundes schade und es falsch, dass Perscheid diese wie mit einer Gießkanne über alle Ratsmitglieder ausgeschüttet hätte. Der Haushalt gab indes wenig Anlass für schlechte Stimmung: Der Ergebnishaushalt schließt zwar mit einem Jahresfehlbetrag von rund 284.000 Euro, was jedoch durch positive Ergebnisse aus den Vorjahren ausgeglichen werden kann. Der Finanzhaushalt, der den gesamten Geldfluss erfasst, schließt jedoch mit einem Minus von etwa 99.000 Euro.

    Dass man am Ende von besseren Ergebnissen ausgehen kann, verdeutlichte Perscheid, der zu Beginn seiner Rede auf das Jahr 2015 verwies. Das Jahresergebnis liege zwar noch nicht verbindlich vor, man könne aber davon ausgehen, "dass das Haushaltsjahr 2015 im Ergebnishaushalt mit einem positiven Jahresergebnis von über 200.000 Euro abschließen wird", so Perscheid. Diese Ergebnisverbesserung würde dann auch ein besseres Resultat bei der Finanzrechnung bedeuten.

    Diese positive Entwicklung ist unter anderem auf gestiegene Beträge bei den Einkommensteuern zurückzuführen, aber auch darauf, dass geplante Vorhaben nicht umgesetzt werden konnten. Zu nennen ist dabei zum Beispiel die Umgestaltung des Moselvorgeländes, die in diesem Jahr nun endlich angegangen werden soll.

    Gut für die Bürger: Steuern und Abgaben werden nicht erhöht, die freiwilligen Leistungen an die Vereine weiter gezahlt.

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