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    Kreis MYK

    Der Verkehr im Kreis MYK wird per Video erfasst

    Mit einem Banner werden die Autofahrer auf der A 48 in Höhe Weitersburg in Fahrtrichtung Trier aktuell darauf hingewiesen, dass sie im Rahmen einer Verkehrszählung gefilmt werden. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Fahrleistungserhebung, wie die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt.

    Wie bei dieser Infrarotaufnahme bei Tag sind Insassen bei der Erhebung nicht zu erkennen.
    Wie bei dieser Infrarotaufnahme bei Tag sind Insassen bei der Erhebung nicht zu erkennen.
    Foto: Siemens

    Von unserem Redakteur Damian Morcinek

    Ziel des Projektes ist die Ermittlung der Fahrleistung deutscher und ausländischer Kraftfahrzeuge auf dem deutschen Straßennetz. Diese Erhebung wird derzeit für zwei Wochen an zehn verschiedenen Stellen auf Autobahnen und anderen Straßen im Landkreis Mayen-Koblenz durchgeführt. Der Kreis MYK ist damit einer von insgesamt 52 zufällig ausgewählten Landkreisen in der Bundesrepublik, in denen in diesem Jahr Stichproben genommen werden.

    Wo sich die übrigen Messstellen im Landkreis befinden, dazu schweigt die BASt. Die Zufallsstichprobe soll nicht dadurch verfälscht werden, dass Autofahrer bewusst andere Routen wählen und Messpunkten ausweichen, heißt es gegenüber unserer Zeitung. Aus diesem Grund seien die hiesigen Behörden zwar über den Aufbau der Messinstrumente informiert, sollen dies aber nicht kommunizieren.

    Dass die Autofahrer per Banner oder Hinweistafel auf die Erhebung aufmerksam gemacht werden, hat datenschutzrechtliche Gründe, betont ein BASt-Sprecher. Denn: An den Messstellen wird Videobeobachtungstechnologie eingesetzt. Nach Information der Bundesanstalt für Straßenwesen wird der Datenschutz dadurch gewährleistet, dass das erfasste Kennzeichen bereits im ersten Schritt der Datenverarbeitung direkt nach der Erkennung innerhalb der Kamera in eine anonymisierte Zeichenkette umgewandelt wird. Der gesamte Zeichencode wird danach mit einem speziellen Algorithmus irreversibel verschlüsselt.

    Am Ende sei eine Rückverfolgung des eigentlichen Kennzeichens ausgeschlossen, da die Daten nicht mehr einem Fahrzeug zugeordnet werden können. Darüber hinaus werden die eingesetzten Kameras so ausgerichtet, dass möglichst nur der Bereich des Kennzeichens im Bildausschnitt liegt. Und: Es werden nach Auskunft der BASt ausschließlich Infrarotkameras mit einem speziellen Filter eingesetzt, sodass weder die Anzahl noch das Aussehen der Insassen eines Fahrzeugs erkannt werden.

    Grundsätzlich ist die Fahrleistung von Kraftfahrzeugen innerhalb eines Jahres auf dem deutschen Straßennetz eine zentrale Kenngröße zur Beschreibung des motorisierten Straßenverkehrs. Laut Bundesanstalt werden Fahrleistungsdaten unter anderem als Indikator für verkehrsbedingte Umweltbelastungen sowie als aussagekräftiges Maß dafür herangezogen, wie sehr die Verkehrsinfrastruktur in Anspruch genommen wird. Die gewonnenen Daten seien somit eine wichtige Voraussetzung für zukünftige Verkehrs- und Straßenplanungen.

    Insbesondere aber werden Fahrleistungsdaten zur Beurteilung und zum Vergleich des Sicherheitsniveaus verschiedener Verkehrsteilnehmergruppen benötigt. Die reine Anzahl von Unfällen oder Unfallbeteiligten allein lasse zwar die Beschreibung der Unfallsituation oder der zeitlichen Entwicklung zu, doch erst durch die Auswertung der Erhebung könne man das Unfallrisiko wirklich bewerten.

    In der Vergangenheit wurden solche Fahrleistungserhebungen bundesweit etwa alle zehn Jahre durchgeführt. Die letzte umfassende Erhebung erfolgte im Jahr 2002. Wegen der veränderten Rahmenbedingungen in der Demografie und im Verkehr sind die damaligen Ergebnisse der BASt zufolge längst überholt, daher wird noch bis Ende des Jahres eine neue umfassende Erhebung der Fahrleistungen durchgeführt.

    Die Aufgaben der BASt

    Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ist die praxisorientierte, technisch-wissenschaftliche Forschungseinrichtung des Bundes auf dem Gebiet des Straßenwesens. Sie widmet sich den vielfältigen Aufgaben, die aus den Beziehungen zwischen Straße, Mensch und Umwelt resultieren. Ihr Auftrag ist es, die Sicherheit, Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit der Straßen zu verbessern.

    Dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gibt die BASt in fachlichen und verkehrspolitischen Fragen wissenschaftlich gestützte Entscheidungshilfen. Die Aufgaben reichen von Planung, Koordinierung und Durchführung mehrjähriger Forschungsprojekte bis zur kurzfristigen Beantwortung von Fragen zur Unterstützung der aktuellen Arbeit des BMVI.

    Koblenz
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