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    Das medizinische Konzept steht: Klinikfusion am Mittelrhein immer konkreter

    Eine weitere Hürde auf dem Weg zur Fusion des Stiftungsklinikums Mittelrhein mit dem Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen ist genommen: Ein "Letter of Intent" wurde unterschrieben. Was verbirgt sich dahinter?

    Der Kemperhof in Koblenz
    Der Kemperhof in Koblenz
    Foto: Reinhard Kallenbach

    Nachdem beide Seiten bereits Ende 2012 den Beginn der Verhandlungen über eine Verschmelzung öffentlich gemacht hatten, gibt es nun eine rechtsverbindliche Willenserklärung, den sogenannten Letter of Intent.

    Das teilten beide Einrichtungen am Donnerstag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit, die nach Betriebsversammlungen an allen Standorten verschickt wurde. Als letztes der beteiligten Gremien hat am 5. Juli der Koblenzer Stadtrat der Absichtserklärung zum Abschluss einer Fusion zugestimmt.

    Im Vorfeld hatten bereits die vier Trägerstiftungen des Stiftungsklinikums in Boppard diese Erklärung abgesegnet. Auch der Kreistag des Landkreises Mayen-Koblenz hatte in seiner Sitzung am 24. Juni eine Freigabe erteilt.

    Im Rahmen des Letter of Intents erläutern die beteiligten Partner ihr grundsätzliches Einvernehmen in wichtigen Fragen, insbesondere über das künftige Medizinkonzept und die gesellschaftsrechtliche Struktur des neuen Unternehmens nach einer Fusion als möglicher Maximalversorger, der auf dem Niveau einer Universitätsklinik agiert.

    Hinter dem geplanten Zusammenschluss beider Häuser steht auch die Landesregierung. Wichtig für die Mitarbeiter und die betroffenen Kommunen: In der Erklärung bekennen sich beide Seiten zum Erhalt aller bisherigen Standorte. Auch die vorhandenen Arbeitsplätze sollen erhalten und fusionsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden.

    Auch aus fachlicher Sicht ist man in den vergangenen Monaten deutlich weitergekommen: Die leitenden Ärzte haben gemeinsam ein medizinisches Konzept ausgearbeitet. Dieses wird die Grundlage für das fusionierte Unternehmen sein. Die Geschäftsführer und das Steuergremium, das zur Vorbereitung der Fusion gegründet wurde, hat nun den Auftrag, die nächsten Schritte anzugehen.

     

    Der Aufsichtsratschef des Stiftungsklinikums ist mit dem Erreichten sehr zufrieden. „Mich hat die Arbeit der Chefärzte am medizinischen Konzept beeindruckt. Dort, wo es sinnvoll oder geboten ist, werden medizinische Bereiche zu leistungsfähigen Zentren zusammengefasst – eine hervorragende Arbeit für das zukünftige Unternehmen", betont Lambert Aßmann. „Wir freuen uns, dass die Gremien den Fusionsprozess fortführen. Gemeinsam werden wir in den nächsten Wochen die noch offenen inhaltlichen Fragestellungen angehen und lösen", kündigt der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig an.

    Beide Seiten weisen darauf hin, dass auch die Mitarbeiter bei allen relevanten in den Fusionsprozess einbezogen werden. „Wir möchten, dass sie sich auch bei der Fusion in ihrem Unternehmen weiterhin wiederfinden und sich mit der neuen Gesellschaft identifizieren können", so Landrat Alexander Saftig.

    Für den Vorsitzenden des Verwaltungsrates des Stifts, Hans-Jürgen Gutenberger, ist die geplante Fusion die „einmalige Chance, einen Krankenhausverbund mit Strahlkraft über die Region Koblenz hinaus zu schaffen". Das gemeinsame Eckpunkte-Papier sei eine gute Basis für die weiteren Gespräche, betonen auch die Geschäftsführer Falko Rapp „Stiftungsklinikum" und Markus Heming (Gemeinschaftsklinikum). ka

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