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Koblenz

Chaos auf Koblenzer Straßen: Sattelzug kippt auf B9 um – Fahrer schwer verletzt

Ein umgekippter Sattelzug hat am Dienstagvormittag für Chaos auf den Straßen in und um Koblenz gesorgt. Bis 12.30 Uhr war die B9-Abfahrt in Fahrtrichtung innenstadt zum Ikea und zur August-Horch-Straße voll gesperrt. Der Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt.

Der Fahrer des spanischen Lasters war in sein Fahrzeug eingeklemmt und wurde schwer verletzt gerettet. Laut Polizei schwebt der 56-jährige Spanier aber nicht mehr in Lebensgefahr.

Der mit Salat und Orangen beladene Sattelzug war fast am Ende seiner 2000 Kilometer langen Reise zu einem Großhändler in Koblenz, als sein Fahrer um 4.18 Uhr in der Abfahrt zum Bubenheimer Kreisel die Gewalt über sein Fahrzeug verlor.

„Vermutlich fuhr er zu schnell in die Kurve, bremste ab und geriet ins Schleudern", schildert Peter Jahnen, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Koblenz II. Der Lkw krachte in die Schutzplanke, rutschte nach vorn und kippte anschließend um.

Der Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt und wurde von der Berufsfeuerwehr Koblenz befreit, die von der Freiwilligen Feuerwehr Rübenach unterstützt wurde.

Den Lkw zu bergen, war auch eine Herausforderung, schildert Jahnen: Da direkt über der Unglücksstelle eine Hochspannungsleitung verlief und die Luft durch den Nebel feucht war, konnte kein Kran eingesetzt werden. Der Laster wurde schließlich mit Winden aufgerichtet und abgeschleppt, die Fahrbahn gereinigt.

90 Prozent der Ladung konnten unbeschadet dem Großhändler zugestellt werden, nur verhältnismäßig wenige Salatköpfe und Orangen hatten sich über die Straße verteilt. Den Sachschaden an Lkw und Leitplanken schätzt die Polizei auf 200.000 Euro.

Die Zufahrt zum Industriegebiet musste voll gesperrt werden. Nach Angaben der Polizei kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen gerade im Berufsverkehr – unter anderem auch, weil Schaulustige im Schritttempo an der Unfallstelle vorbeifuhren.

Ein Problem war aber auch, dass gerade die Abfahrt zum Industriegebiet Rheinhafen und zum Gewerbepark Bubenheim gesperrt war und viele Lkw die B9 hier nicht verlassen konnten. Der Rückstau reichte etwa bis Kettig, schätzt Jahnen.

Doch nicht nur hier brauchten Autofahrer Geduld. Viele versuchten, die Unfallstelle auf anderen Wegen zu umfahren. So wichen etliche auf die B42 aus, was auch dort zum Verkehrskollaps führte. Der Stau reichte von Ehrenbreitstein bis Bendorf. In Vallendar hatte man große Mühe, von den Innerortstraßen überhaupt auf die Bundesstraße zu gelangen.

Nicht viel besser sah es auf der A48 aus. Schon weit vor der Anschlussstelle Koblenz-Nord staute sich der aus Richtung Dernbacher Dreieck und aus Richtung Mayen kommende Verkehr, weil die B9 dicht war. Wer deshalb am Autobahnkreuz Koblenz auf die A 61 auswich und diese in Metternich verlies, war auch nicht besser dran. Denn schon vor der Gefällstrecke der L52 runter zum Bundeswehrzentralkrankenhaus stockte der Verkehr. sem/atk

Koblenz
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